James McAvoy in „The Ruling Class“ #3: Fangirl-Moment

Nachdem ich im Vorfeld gesehen hatte, dass Fans auf Twitter Fotos mit James am Bühnenausgang getweetet hatten, war ich gleich noch nervöser geworden. Außerdem hatte er bei Graham Norton gesagt, dass er sich schon um seine Fans kümmern würde. Gute Voraussetzungen – aber würde ich mich trauen, ihn um ein Foto zu bitten? Würde ich danach in Ohnmacht fallen? Schließlich hatte ich ja letztes Jahr schon weiche Knie, nachdem ich mit Martin Freeman ein paar Worte gewechselt und ein Autogramm ergattert hatte. Für James schwärme ich aber doch noch einen Tick mehr… Nun ja, schnell noch den längst überfälligen Friseurtermin ausgemacht, just in case, und hin- und herüberlegt, was ich anziehen soll (eigentlich bescheuert, da ich ja ohnehin einen Mantel anhatte…). Schauwerte, meine Begleiterin, hielt ohnehin nichts von Photo-Ops mit Schauspielern, hatte aber nichts dagegen, im Zweifelsfall ein Bild von James und mir zu schießen.

Völlig ekstatisch kamen wir also aus dem Theater und eilten zielstrebig gen Stage Door. Dort standen bereits ein paar Mädels/Frauen (einen Mann habe ich nicht gesehen), brav in einer Reihe. Was mich positiv überraschte, war, dass diesmal gar keine Absperrungen da standen, und auch kein fettes Auto stand direkt vor der Tür, wie im September bei Freeman. Allerdings führte das Fehlen von Absperrungen dazu, dass sich, sobald James aus der Tür trat, eine unförmige Traube um ihn bildete. Mehrfach musste James darum bitten, einen Durchgang für seine Kollegen frei zu lassen. Ich fand es schade, dass die Damen auf der entsprechenden Seite nicht so recht darauf reagierten, denn man merkte ihm schon etwas an, dass er es mühsam fand, für „Ordnung‟ zu sorgen – nach dieser Tour de Force, die er gerade auf der Bühne abgeleistet hatte, kein Wunder!

Trotzdem hat er bereitwillig für Fotos und Selfies posiert und Autogramme geschrieben. Als wir uns endlich zu ihm „vorgekämpft‟ hatten, konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, wenigstens ein paar kurze Worte zu sagen. Ich hatte ja das DVD-Cover von Filth zum Signieren mitgebracht, weil es seine Performance in diesem Film war, die mich absolut umgehauen hatte. Völlig ungläubig war ich damals mit dem Gefühl aus der Sneak Preview gekommen, gerade eine Schauspielleistung gesehen zu haben, die seines Gleichen sucht. Und, hey, dabei sah er nicht mal gut aus in dem Film! Statt dessen spielt er da ein kaputtes Arschloch, eine „Drecksau‟ halt, wie der deutsche Titel treffend besagt. Also fragte ich ihn, ob er das Cover signieren wolle, da es der Film war, der mich dazu gebracht hatte, herzukommen, um das Stück zu sehen. Er hat sich bedankt, schien mir auch ganz erfreut, auf diesen Film angesprochen zu werden. Leider habe ich es nicht geschafft, noch mehr zu sagen, da auch einfach noch zu viele andere Fans da waren.

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Ich wollte schon die Sache mit dem Foto aufgeben, aber schauwerte hat mich ermuntert, also habe ich ihn – er war eigentlich schon bei den nächsten – gefragt, ob ich noch ein Foto mit ihm machen dürfe. Er hat JA gesagt! 🙂 Fast hätte ich – reflexartig (kommt wohl von den Photoshoots, die ich schon auf Conventions gemacht habe…) – meinen Arm um seine Hüfte gelegt, konnte mich aber gerade noch zurückhalten. Ich wollte ja nicht übergriffig werden und seine Bereitwilligkeit, für die Fans da zu sein, ausnutzen.

Ja, und so habe ich jetzt das Bild als Sperrbildschirm auf meinem Handy immer mit dabei 🙂 – ihr bekommt nur eine leidlich anonymisierte Variante zu sehen.

James&Ich_anonymisiert

Interessanterweise hatte ich gar keine weichen Knie hinterher, was mich fast schon enttäuscht hat. 😉 Aber vielleicht lag es auch an der anderen Situation: Ich hatte ihn vorher schon 2 1/2 Stunden auf der Bühne anschmachten können (bei Freeman hatten wir uns damals am Abend vorher an den Bühnenausgang gestellt) und alles war etwas chaotisch durch die fehlenden Absperrungen. Außerdem wusste ich, dass ich ihn am nächsten Nachmittag nochmal auf der Bühne sehen würde, was in mir einfach nur ein Gefühl des tiefen Glücks, und weniger der Aufregung, erzeugte. Dafür – und das schrieb ich ja bereits – musste ich nach der zweiten Vorstellung auf dem Rückweg zum Hotel ein wenig mit den Tränen kämpfen, weil es nun definitiv vorbei war. Ich konnte mich einfach nicht satt sehen an diesem „Gott‟ der Schauspielerei.

James, thank you for the kindness you’ve shown to your fans! 🙂

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22 Antworten zu James McAvoy in „The Ruling Class“ #3: Fangirl-Moment

  1. friedlvongrimm schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch. Bin immer noch neidisch.^^

  2. An schreibt:

    Freut mich für dich, dass du ihn treffen konntest und er so nett war. 🙂 Nur ein Sache noch… hat er etwa drei dicke Jacken übereinander an? o.O

    • Libertarian Anonymous schreibt:

      Vermutlich eine Vorsichtsmaßnahme, damit ihm die Fangirls nicht so schnell die Klamotten vom Leib reissen können! 😉

      • singendelehrerin schreibt:

        DAS wirds gewesen sein! 😉 Wahrscheinlich hätte er meinen um ihn gelegten Arm nicht mal gespürt… 😀

        Naja, ich schätze mal, er muss ja auch wirklich aufpassen, dass er sich nicht erkältet – schließlich spielt er weiterhin täglich (außer sonntags), an zwei Tagen die Woche sogar zweimal (!), bis 11. April.

      • An schreibt:

        Bestimmt, das muss es sein! 😀

  3. bullion schreibt:

    Danke für diesen Einblick in das Leben eines Fangirls! Die Euphorie sprüht nur so förmlich aus den Zeilen… 😀

  4. schauwerte schreibt:

    Er ist aber auch ein Zuckerchen!

      • Schlopsi schreibt:

        Ich liebe solche Berichte. Und noch viel lieber lese ich, wenn sich ein entsprechend bekannter Schauspieler trotzdem noch so viel Zeit nimmt. Tolle Artikel! 🙂

      • singendelehrerin schreibt:

        Danke dir! 🙂

        Ja, am liebsten würde ich ja nochmal nach London fliegen, um ihm dann an der Stage Door zu sagen, wie sehr ich das schätze, dass er sich Zeit für uns nimmt! 🙂

        Leider wird wohl Benedict Cumberbatch kein „Stage-dooring“ machen… :-/ Aber ein Stück weit kann ich’s verstehen. Das Barbican ist viel größer – und die Cumberbitches vermutlich auch eine Ecke durchgeknallter – , da wäre er ja jedesmal locker ne Stunde hinterher beschäftigt… Trotzdem äußerst bedauerlich, dass zu meinem Freeman-Autogramm nicht das von Cumberbatch dazukommt…

  5. ohmyalexblog schreibt:

    Haha „Gott“ der Schauspielerei – das gefällt mir! Ich bin sehr neidisch 😀

    • singendelehrerin schreibt:

      Hach ja, kaum zu glauben, dass das schon wieder fast zwei Jahre her ist… Ich will ihn wiedersehen! ❤ Vor allem bin ich inzwischen ein bisschen besser beim Stage-Dooring und krieg meistens ein paar mehr Worte raus. 🙂

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