Media Monday #191

Leute, ich bin noch so völlig in der Welt des Schauspiels, dass es mir unglaublich schwer fällt, mich – nach einer Woche Ferien – wieder auf die Schule zu konzentrieren. Letzte Woche war ich in London und habe James McAvoy auf der Bühne in The Ruling Class und am Bühnenausgang erlebt (Fotobeweis folgt! 😉 ). Als ob das nicht schon aufregend genug gewesen wäre (James ist nun endgültig die absolute Nummer Eins von meinen Lieblingen – sorry, Benedict und Tom!), haben schauwerte und ich auch noch Mark Strong in einem Stück von Arthur Miller erlebt, und auch diesen – unglaublich entspannten und überraschend gut aussehenden – Mann an der Stage Door abgepasst. Und dann habe ich heute den ganzen Nachmittag mit der Oscarverleihung verbracht… wie soll ich mich da auf Schulisches konzentrieren? Also habe ich mich erstmal an die Fragen des heutigen Media Monday gemacht, die bei Frage 6 (gut gewählt, Wulf! 😉 ) sogar auf meine Blogparade Bezug nimmt – was für eine nette Überraschung! 🙂

1. Den Oscar für den besten Film des Jahres 2014 hätte ja in meinen Augen auch The Grand Budapest Hotel verdient gehabt, denn er war für mich einer der originellsten Filme des Jahres. Aber ich bin auch mit Birdman hochzufrieden.

2. Wenn ich mir so die Ergebnisse des Filmtipp Award 2014 ansehe, kann ich mich am besten mit der Wahl des besten Filmzitats anfreunden – Vin Diesels beste Rolle EVER!!! 😀 „I am Groot!“

3. Mit Filmen von/aus Osteuropa konnte ich noch nie viel anfangen, einfach weil mir die Sprache und Kultur so fern ist, aber auch wieder nicht fern genug, wie z. B. Filme aus Asien. Aber ich gestehe gerne ein, dass das durchaus eine Bildungslücke ist. Z. B. scheint mir der Oscargewinner Ida einen Blick Wert zu sein.

4. Klassischer Aufbau in drei Akten oder darf es gerne mal etwas unkonventioneller sein?
Also, ich gehe ja gar nicht so analytisch an Filme ran, dass ich da genau „mitzähle‟: Akt 1, Akt 2… Mein Ansatz ist eher emotional-visuell: Sprechen mich die Bilder an, berühren mich die Charaktere, reißt mich das Gesehene mit, entführt es mich in eine andere Welt? Der Aufbau spielt da eher unbewusst mit rein.

5. Zeitsprünge, Vor- und Rückblenden sind ja beliebte Stilmittel. Unnötiger Schnickschnack, oft nur verwirrend oder eher ganz große Erzählkunst?
Oh, das kommt ganz darauf an. Ich fand z. B. das Hin- und Herspringen zwischen den verschiedenen Ebenen in Cloud Atlas (Film) irgendwie spannender als das geradlinigere Buch, auch wenn man richtig aufpassen musste, um „mitzukommen‟. Bei Saving Mr. Banks fand ich dagegen die Rückblenden irgendwann etwas zu viel des Guten, zumal sich die Protagonisten scheinbar genau in der chronologischen Reihenfolge an die Ereignisse ihrer Kindheit erinnerte. Das ist doch Quatsch, in der Erinnerung springt man doch eben eher mal vor, mal zurück. Gut fand ich, wie das bei The Imitation Game gemacht war: jede Zeitebene hat ein leicht anderes Farbschema, sodass man eigentlich schnell wusste, in welcher von den drei Zeitebenen man sich gerade befand. Also, so klappte das zumindest bei mir, andere haben ja genau diese Vor- und Rückblenden als verwirrend kritisiert.

6. Inspiriert von der Blogparade der Singenden Lehrerin zu den Top Sex der erotischsten Szenen: Die heißeste (Sex-)Szene in einem Film, einer Serie oder einem Buch findet ihr natürlich hier bei mir (siehe Link oben)! Ich freue mich auch über weitere TeilnehmerInnen! 🙂 Ein herzliches Dankeschön an Wulf für die Verlinkung zu mir!

7. Zuletzt gesehen habe ich die Oscarverleihung und das war viel besser als im letzten Jahr, weil mich die Show diesmal emotional voll mitgerissen hat: mal habe ich mit Neil Patrick Harris gelacht, mal mit David Oyelowo geweint (bei/nach der Performance des Songs „Glory‟), hab die Arme jubelnd für Big Hero 6 (dt. Baymax) hochgerissen und mich für jeden Oscar, der an Birdman oder The Grand Budapest Hotel ging, gefreut.

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9 Antworten zu Media Monday #191

  1. filmschrott schreibt:

    Kann man mal sehen, wie unterschiedlich man sowas aufnehmen kann. Für mich waren das die langweiligsten Oscars seit Jahren. Harris hat mir gar nicht gefallen, obwohl ich ihn sonst mag, die Laudatoren waren pure Langeweile, die Dankesreden bis auf 2 Ausnahmen auch bla und es gab viel zu viel schlechte Musik. Nur mit den Gewinnern bin ich zufrieden, was in den anderen Jahren nie der Fall war. ich sehe schon, man kann nciht alles haben.

    • singendelehrerin schreibt:

      Hm, ich fand die Musik, bis auf Lady Gaga („The Sound of Music“ hat mich noch nie interessiert) und einen der nominierten Songs (weiß jetzt grad nicht welcher, habe weitergespult…) gar nicht so schlecht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass du einen anderen Musikgeschmack hast als ich… 😉

      Vielleicht war ich auch heute nur emotional für vieles empfänglich, hatte ständig Tränen in den Augen…

      • filmschrott schreibt:

        Könnte sein, so richtig emotional fand ich es nämlich eher selten, dieses Mal. Wirklich mitreißend fand ich eigentlich nur die Rede von dem Typen, der sich mit 16 umbringen wollte. Das war richtig gut.

      • singendelehrerin schreibt:

        Ja, der Gewinner des „Best Screenplay“ hat mich auch sehr bewegt, aber z. B. auch der Song „Glory“ und die Reaktionen darauf,

        Aber ich bin seit London einfach noch so emotional aufgekratzt, da hat die Show für mich heute einfach gepasst. UND dann war ich auch noch mit den Ergebnissen zufrieden! Bin total gespannt auf „Whiplash“!

  2. Hape schreibt:

    Filme aus dem „Ostblock“. Yep, wobei man sagen muss. Bei Kinderfilmen waren die mal sowas von führend. Die Tschechen und Polen. Ob es nun Pan-Tau, Drei Nüsse für Aschenbrödel, oder die diversen Zeichentrick Streifen waren. Das konnten sie superb.

  3. bullion schreibt:

    Schon alleine wegen NPH hätte ich die diesjährigen Oscars gerne gesehen, auch wenn mein Favorit „Boyhood“ relativ leer ausgegangen ist.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ja, dachte mir schon, dass du wegen „Boyhood“ enttäuscht sein würdest. Allerdings: hast du denn die „Gegner“ überhaupt gesehen?

      • bullion schreibt:

        Eben nicht, kann also durchaus sein, dass „Birdman“ verdient gewonnen hat. Zumindest den Regie-Oscar hätte ich Linklater aber von Herzen gegönnt.

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