Die Freitagsfrage #10: Braucht die Academy neue Oscar-Kategorien?

In dem Artikel „The Pleasures and Perils of Biopics‟ von Richard Corliss im TIME Magazine, geht es darum, dass Biopics, also biographische Filme „based on true events/persons‟, bei der Oscarverleihung meistens die Nase vorn haben. Corliss sieht Biopics prinzipiell als durchaus hehres Ziel bei der Vermittlung von Geschichte, sagt aber am Schluss:

Writing history with cinematic lightning is an exemplary goal. But it doesn’t address the oldest, most creative movie urge: to make up a story and make the audience believe in it. That’s the triumph of three other notable films–Boyhood, Birdman and The Grand Budapest Hotel–which existed only in the heads of Richard Linklater, Alejandro G. Iñárritu and Wes Anderson until they burst to life onscreen. Perhaps none of them will win a Best Picture Oscar, but all will have made something more lasting: movie history.

Außerdem weist er darauf hin, dass noch nie ein Science-Fiction-Film die Statue für den besten Film gewonnen hat. Ich habe recherchiert: seit 1980 hat nur ein Film aus dem Bereich SF und Fantasy die begehrteste Trophäe erhalten: The Lord of the Rings: The Return of the King (2003). Alle drei Teile waren jeweils dafür nominiert. Aus meiner Sicht hätte der erste Teil diesen Oscar noch mehr verdient als der dritte, aber ich sehe diesen Oscar sowieso eher als einen Oscar für das Gesamtwerk. The Fellowship of the Ring wurde übrigens von A Beautiful Mind (biografisch) übertrumpft. Der erste Indiana Jones: Raiders of the Lost Ark (naja, eher Abenteuerfilm als Fantasy) hatte gegen Chariots of Fire (based on a true story) keine Chance, E.T. musste sich Gandhi (Biopic) geschlagen geben, Avatar und District 9 konnten The Hurt Locker nicht die Stirn bieten, Gravity musste 12 Years a Slave weichen. Das soll hier nur völlig ohne Wertung stehen – ob es die genannten Filme aus dem SF/Fantasy/Abenteuer-Bereich verdient hätten, sei einmal dahin gestellt. Filme aus dem Comic-Bereich fehlen übrigens völlig, tauchen nicht mal unter den Nominierten auf – ein Skandal, wenn man bedenkt, wie viele z. B. The Guardians of Galaxy letztes Jahr liebten, oder wie großartig X-Men: Days of Future Past war.

Fast noch extremer verhält es sich bei den besten Schauspielern: seit 2002 haben acht männliche Schauspieler (bei den Frauen ist es ganz ähnlich) gewonnen, die eine historische Person dargestellt haben, heuer verkörperten vier von fünf (!) der Nominierten reale Personen. Auch hier: ich will nicht leugnen, dass z. B. Sean Penn als Harvey Milk, oder Daniel Day-Lewis als Lincoln herausragende Arbeit geleistet haben, trotzdem langweilt es mich etwas… Schauspieler aus Komödien oder Action-/Comicfilmen haben ohnehin fast nie eine Chance.

Hier haben zumindest die Golden Globes eine feinere Differenzierung eingeführt (Drama und Komödie/Musical), aber auch da gehen Filme oder Performances unter, die meines Erachtens zumindest eine Nominierung verdient hätten, so z. B. 2014 James McAvoy für Filth oder Jude Law für Dom Hemingway (sicher kein grandioser Film, aber fantastische Schauspielerei!).
Aber ich komme etwas vom Thema ab, mit geht es ja insbesondere um Science Fiction/Fantasy/Comics.

Was meint ihr: sollte es auch bei den Oscars mehr als nur eine „Beste Film‟-Kategorie geben? Wenn ja, welche? Warum eigentlich nicht die ganzen Biopics zusammenfassen zu „Best Picture Based on True Events‟? Und bei den Schauspielern: „Best Portrayal of a Historical Person (Dead or Alive)‟? Vielleicht fehlen euch aber auch völlig andere Genres? Oder nervt euch etwas anderes? Vielleicht, dass Leonardo DiCaprio noch nie einen Oscar gewonnen hat? Oder dass Meryl Streep zu oft nominiert wird (19 mal für den Oscar, 28 (!) mal für die Golden Globes)? 😉

Ich freue mich auf eure Kommentare! 🙂

 

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28 Antworten zu Die Freitagsfrage #10: Braucht die Academy neue Oscar-Kategorien?

  1. mwj schreibt:

    Ich finde die Oscars müssten ganz einfach internationaler werden.

  2. filmschrott schreibt:

    Auch wenn ich die Oscars generell schon lange nciht mehr ernst nehmen kann (spätestens mit der Nominierung für Avatar als bester Film war das absolut vorbei, aber auch schon vorher gab es einige fragwürdige Entscheidungen), bin ich dagegen, die Beste Film Kategorie zu trennen. Dadurch, dass es nur einen besten FIlm gibt, bleibt es zumindest ein bisschen was besonderes. Wenn man jetzt anfängt, da noch alles in Kategorien zu unterteilen, hat man irgendwann 42 versschiedene Bewste Filme und dann kann man es auch ganz sein lassen. Außerdem würde man sich damit auch in eine Sackgasse bringen, wenn zB der Superheldenhype irgendwann mal abflachen oder ganz verschwinden sollte. Dann hat man vielleicht nur noch zwei Filme, die man nominieren kann, weil in dem Jahr sonst nix rauskam. Man hat ja schon die Beste Film Kategorie vergrößert und hat mehr als 5 Nominierungen. Ob die jetzt alle verdient sind, sei mal dahingestellt, aber ich finde, das reicht. Vielleicht sollte man das halt dann auch mit anderen Kategorien machen. Einfach keine genaue Grenze setzen. Wenn es 5 gute Darsteller gab, werden eben 5 nominiert., Gab es 7 starke Darstellerinnen in dem Jahr? Dann nominiert man eben auch alle 7.

    Was für ein Quark bei Genretrennungen rauskommen kann, beweisen die Globes nebenbei ja auch jährlich. Da werden Comedys von den Sendern einfach mal als Drama eingereicht und andersrum, weil in der anderen Kategorie die Konkurrenz zu groß scheint und solcher Quatsch. Und das dann auch noch bei den Oscars? Nee, danke. Das kann nur zu totalem Chaos führen. Vor allem im Filmbereich, wo noch viel stärker als bei Serien Genre-Mischungen stattfinden. Was ist Komödie, was Drama? Ist die Comicverfilmung jetzt Action oder Fantasy? Sci-Fi oder Drama? Ich könnte ewig so weiter machen.

    Was mir da schon eher auf den Sack geht, sind solche Sachen, wie Waltz oder dieses Jahr Simmons als Nebendarsteller zu nominieren, oder auch, dass Meryl Streep einfach für jede Rolle, die sie spielt, nominiert werden muss. Nix gegen Meryl, aber da gab es vor allem dieses Jahr wohl auch bessere.

    • singendelehrerin schreibt:

      Klares Statement! Es stimmt natürlich schon zum Teil, was du über die Golden Globes schreibst. Ich finde z. B., dass die Serie „Transparent“ keine Komödie ist: ich hatte den Eindruck, alles, was kürzer als 45 Minuten ist, wird als Komödie klassifiziert… Das ist Bullshit. Und trotzdem habe ich mich über den Preis für diese Serie gefreut.

      Dass man mehr Filme als nur fünf nominiert, finde ich im Grunde genommen schon auch eine Öffnung, wobei ich aber 10 Nominierte auch etwas übertrieben fand. Und „Avatar“ fand ich übrigens genauso unberechtigt nominiert. Visuell sicher klasse, Story und Charaktere flach. Finde ich übrigens eine gute Idee, da auch andere Kategorien zu öffnen. Nur wird dann die Veranstaltung wahrscheinlich ewig lang, wenn man die immer alle vorstellen will…

      Was hast du gegen Christoph Waltz? Ich finde den großartig! Bei Meryl gebe ich dir recht; tolle Schauspielerin, aber sie wird ja wirklich für jeden Film nominiert…

      • filmschrott schreibt:

        Ich finde Waltz auch großartig. Es ging mir darum, dass er als Nebendarsteller nominiert war und nicht als Hauptdarsteller, der er für mich in Django eigentlich war.
        Bei Simmons dieses Jahr ist es wohl das gleiche. Ich habe Whiplash noch nicht gesehn, aber es gibt quasi 2 Darsteller, mit wohl gleicher Screentime. Das sind für mich dann eher Hauptdarsteller.
        Carrell hingegen ist für Foxcatcher als Hauptdarsteller dabei, teilt sich die Hauptrolle aber wohl auch mit 2 anderen, wovon Ruffalo dann wiederum für Nebendarsteller nominiert ist. Das macht einfach alles keinen Sinn.

      • singendelehrerin schreibt:

        Bzgl. Waltz/Simmons/Carrell: ach so! *vonderleitungruntergeh* Ja, völlig richtig, da habe ich mich auch immer wieder gewundert, wer da so als Haupt- und Nebendarsteller klassifiziert wird!

  3. pimalrquadrat schreibt:

    Schwierig, ja. Filmschrott gibt ja einige gute Argumente, die gegen eine Splittung sprechen. Andererseits hab ich mich damals sehr über den Oscar für Chihiros Reise ins Zauberland gefreut (warum hat eigentlich Prinzessin Mononoke keinen bekommen? *grummel*), und würde mir da auch ein wenig mehr Internaitonalität wünschen, die Oscars sind eben doch sehr auf die USA fokussiert, und trotzdem macht die ganze Welt ein Riesenbohei darum…

    Ich als gemäßigter Enthusiast muss aber fragen: Kümmert sich tatsächlich jemand um die Oscars? Avatar war meiner Meinung nach ein Tiefpunkt, da bin ich bei Filmschrott, Jennifer Lawrence war aber ein weiterer in meinen Augen. Naja, Geschmackssache.
    Vielleicht geh ich auch zu naiv an die Sache heran, da prämierte Filme bzw. Darsteller, Autoren und Regisseure von den Studios vermutlich eher auch beim nächsten Projekt unterstützt werden.

    • singendelehrerin schreibt:

      Also, ich mag Jennifer Lawrence ja! 😉

      „Kümmert sich tatsächlich jemand um die Oscars?“ – Wen meinst du eigentlich mit „jemand“? Kinogänger? Filmemacher? Ich glaube, dass sowohl die einen als auch die anderen schon dadurch beeinflusst werden und z. B. schon eine Nominierung einem bislang weniger bekannten Schauspieler (siehe Christoph Waltz, siehe Jennifer Lawrence) Türen öffnen kann, die er oder sie sich nie erträumt hätten! Jeremy Renners Karriere hat sich nach der Nominierung für „Hurt Locker“ und der Auszeichnung als besten Film auch deutlich verändert. Vor der Oscar-Verleihung kannte doch kaum jemand den Film! Ich hatte ihn allerdings damals in der Sneak Preview gesehen – und hab mich tierisch über den ganz und gar unerwarteten Oscar gefreut.

      • tinatainmentia schreibt:

        Tz, Pi-Er, du kannst doch nicht Jennifer Lawrence dissen, das bricht mir ja das Herz! Die Frau ist super, sowohl als Schauspielerin als auch „privat“. Ich könnte mir stundenlang Interviews mit ihr ansehen ❤ 😀
        Avatar, ja hm, was die Welt damit so hatte, weiß ich auch nicht. Konnte man sich schon anschauen, aber besonders berauschend fand ichs jetzt auch nicht.

        Also, ich gucke die Oscars ja gerne. 🙂
        (Besonders, wenn Ellen DeGeneres moderiert. :mrgreen: Die verdient auch mal noch einen Oscar dafür! :P)

        • pimalrquadrat schreibt:

          Oh, deine Antwort ist mir durch die Lappen gegangen. Naja, ich bin nicht multitaskingfähig und wordpress hat sie nicht angezeigt… ^^‘

          Klar kann ich Lawrence dissen – und das tu ich auch. 😛
          Sorry, aber so gut sie als Schauspielerin auch sein mag (in Panem hab ich zumindest nichts davon gesehen, und in X-Men First Class auch nicht), so wenig sagt sie mir eben zu. Und ich bin skeptisch, wenn so eine junge Schauspielerin so schnell zum Oscar gekrönt wird. Ich kann mir da nämlich durchaus auch Berechnung vorstellen, nach dem Motto: Wir loben die jetzt himmeljauchzend in die Luft, drehen ein paar Filme, die mordsmäßig Kohle einbringen, und in zwei Jahrenist sie als Schauspielerin vergessen.

          Und wie sie als „Privatmensch“ ist, das kann ich nicht beurteilen – nicht zuletzt, da ich nicht daran glaube, dass sie in ihren Interviews allzu „privat“ ist. Da steckt auch immer die Hemmung im Kopf, bloß nicht das Publikum zu vergraulen. 😉
          Ganz davon abgesehen, dass es sich um Schauspieler handelt, dh. die sind gut darin, Emotionen vorzutäuschen.

          Ja, ich bin ein böser, boshafter Mensch.

      • pimalrquadrat schreibt:

        Vermutlich schauen eher die Filmemacher auf die Oscars, bei den Kinogängern dürfte es ja eher die nichtamerikanische Bevölkerung treffen – oh, ok, damit also 95% der Welt. ^^‘

        Natürlich ist es eine Auszeichnung für einen Schauspieler, und es öffnet ihnen sicherlich Türen.
        Aber mit „achten“ meinte ich eher, dass die Oscars nicht unbedingt qualitätsorientiert sind. Manch ein Film ohne Oscar ist in meinen Augen besser als manch ein Film mit,weswegen ich die Relation eben in Frage stellen wollte. 😉

  4. bullion schreibt:

    Eigentlich habe ich dazu keine so rechte Meinung. Finde die klassischen Kategorien eigentlich okay, nur würde ich Serien mit aufnehmen, da die Grenze in Zukunft ohnehin immer mehr verschwimmen wird…

    • singendelehrerin schreibt:

      Naja, aber für die Serien gibt es ja – zusätzlich zu den Golden Globes – auch noch die Emmys!

      • bullion schreibt:

        Dennoch… 😉

        • oldboyrap schreibt:

          Aaaaalter seit gefühlten 500 Jahren hab ich nichts mehr hier geschrieben, aber das muss jetzt sein: Serien in die Oscars zu bringen ist die DÜMMSTE und BESCHISSENSTE Idee, die ich JEMALS in meinem ganzen Leben gehört habe!! Ich schau nämlich die Golden Globes nicht, weil da die Filme immer von diesen nervigen Seriensachen unterbrochen werden. Wenigstens die Oscars kann ich ja momentan noch schauen, da ich auch im Gegensatz zu vielen hier mit den Nominierungen (bis auf Ausrutscher wie Avatar) echt übereinstimme, da die Academy mehr oder weniger meinen Filmgeschmack teilt – ich gucke keinen Dreck wie Guardians of the Galaxy oder sonst so nen Superhelden-Scheiß, da krieg ich das Kotzen davon. Warum werden also manche ach so tollen Filme nicht nominiert? Weil sie Dreck sind! Peace out 😛

          • oldboyrap schreibt:

            Desweiteren ist es auch einfach so dass sich die Oscars vorrangig mit US-Filmen beschäftigen aber dafür stehen sie auch. Bzgl Internationalität verfolge ich eher wer in Tokyo, Berlin, Venedig oder Cannes am Abräumen ist. Jetzt aber wirklich peaceout.

          • bullion schreibt:

            Deine differenzierten Meinungen sind immer wieder wunderbar zu lesen… 😉

          • oldboyrap schreibt:

            ist ja nur meine meinung – also die einzige die zählt

  5. hemator schreibt:

    Ich denke, das hängt weniger mit den Kategorien zusammen als viel mehr mit der grundsätzlichen, sehr konservativen Einstellung der Academy bezüglich „guter Filme“. Selbst wenn man die Kategorien nach Genres splitten würde (was ohnehin sehr schwer wäre), würden die Fantasy/Action/wasauchimmer-Kategorien immer noch als Kategorien zweiter Klasse gelten, während die Kategorien, auf die es ankommt, immer noch Drama etc. wären. Die Academy hat nun einmal sehr eindeutige Vorlieben; nicht umsonst gibt es diverse Artikel wie „Wie drehe ich einen Oscargewinner“ überall im Internet, und Filme, die man völlig zurecht als „Oscar bait“ bezeichnet. Gerade bei denen freut es mich übrigens besonders, wenn sie diesbezüglich dann doch auf die Nase fallen, wie etwa „The Butler“.
    Der/die populärsten Filme(e) des Jahres – wenn es sich um Action/Fantasy/Sci-Fi/Superhelden handelt, erhalten dann vielleicht noch eine Nominierung als bester Film (aus diesem Grund wurden ja bis zu zehn Nominierungen in dieser Sparte möglich), hat aber keine Chance zu gewinnen und bekommt höchstens etwas in den technischen Kategorien.
    Viele der Probleme, die ich persönlich mit den Oscars habe, hängen mit besagter Einstellung zusammen. Das betrifft zum Beispiel auch die Schauspieler: Ein Mo-Cap-Darsteller hat meines Wissens nach bislang noch nicht mal eine Nominierung bekommen, obwohl gerade jemand wie Andy Serkis, der in diesem Bereich wirklich ein Innovator ist, schon längst einen Oscar verdient hätte. Und mit den Filmmusik-Oscars fange ich lieber gar nicht erst an 😉
    Anschauen werde ich sie mir trotzdem, schon allein weil Neil Patrick Harris moderiert, und wenn „Grand Budapest Hotel“ gewinnt, bin ich vielleicht mal ausnahmsweise zufrieden (oder auch „Birdman“, sofern ich es bis dahin geschafft habe, ihn anzuschauen und natürlich unter der Voraussetzung, dass er mir gefällt).

  6. Libertarian Anonymous schreibt:

    Es freut mich, dass hier noch mehr Leute „Avatar“ offenbar genauso schlecht finden wie ich. In der Tat hatte der Film bis auf die Effekte (die inzwischen auch schon wieder veraltet sind…) überhaupt nichts besonderes zu bieten.

    Bei Avatar konnte man damals auch gleich erkennen, wer eine gewisse „Ahnung“ von Filmen hat bzw. regelmässig ins Kino geht und wer nicht. Aussagen wie „Der beste Film aller Zeiten!“ kamen meiner Beobachtung nach nämlich meist von Leuten, die alle paar Jahre mal ins Kino gehen und eben dann auch in Avatar, weil man den ja sehen musste.

    Insofern ist die Oscar-Prämierung auch unverständlich. Wahrscheinlich ist es den Jury-Mitgliedern inzwischen selbst peinlich. 😉

    /Film-Snob-Modus OFF/

    😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Naja, es gibt hier schon auch Leute, die „Avatar“ mögen (gell, bullion?! 😉 ). Und mein Vater war sogar zweimal im Kino (das erste Mal in seinem Leben, schätze ich). Das mag deine Theorie wiederum bestärken, allerdings hatte er jedesmal meine Brüder dabei, beide sind nun wirklich keine „Einmal-im-Jahr-ins-Kino-Gänger“! (Puh, aber die mögen auch den zweiten Teil vom „Hobbit“ (off topic)… :-/

      • Libertarian Anonymous schreibt:

        …und einer deiner Brüder findet „Tree of Life“ doch auch noch so gut…

        Das ist nicht logisch… logisch…logisch….logisch nicht logisch nicht logisch nicht nicht nicht… Brrrrrtzl….

      • singendelehrerin schreibt:

        Hm, könnte vielleicht daran liegen, dass es letztlich doch Geschmacksache ist, welcher Film jemandem gefällt? 😉

  7. Libertarian Anonymous schreibt:

    …zum eigentlichen Thema: Den Oscar für „Best Movie“ könnte abschaffen und stattdessen zwei Kategorien einführen: „Best Movie – Fiction“ und „Best Movie – Non-Fiction“. So ähnlich wie bei Büchern. In letzteres passen dann typische Biopics rein, aber auch Filme, die auf realen Ereignissen basieren. Wobei man z.B. „American Sniper“, der gestern in der Sneak lief, auch als Chris-Kyle-Biopic sehen könnte (es basiert auch auf einem autobiographischen Buch).

    Weitere Unterteilungen nach Genres, z.B. Sci-Fi finde ich nicht sinnvoll. Braucht man auch nicht, weil die „Non-Fiction“-Kategorie sozusagen Druck von allen fiktiven Filmen nimmt, die sonst benachteiligt wären.

    • singendelehrerin schreibt:

      In „Fiction“ und „Non-Fiction“ einzuteilen fände ich auch gut! Und natürlich würde „American Sniper“ (, der mir übrigens unruhige Träume beschert hat,) in die „Non-Fiction“-Kategorie fallen!

  8. Miss Booleana schreibt:

    Bisher hat mich eher geärgert, dass sich die Academy Awards vorrangig immer noch mit amerikanischen Produktionen auseinandersetzen und ich finde (wie scheinbar andere hier auch), dass sie sich dem internationalen Film öffnen sollten.
    Über die Frage, ob bspw. Non-Fiction und Fiction Sinn macht, habe ich bisher noch gar nicht nachgedacht, finde die Idee aber richtig gut. Generell können die Nominierungen für den Oscar aber schon de härteste Nuss bleiben. Eine Einteilung wie bei den Golden Globes in Comedy oder andere Kategorien bräuchte ich persönlich nicht. Dann bleiben die Globes einzigartiger. Außerdem ist es manchmal so schwer zu unterscheiden was was ist. Die Filme mit den schwimmenden Grenzen in den Genres finde ich außerdem meistens spannender. Interessanter Gedanke mit den Kategorien!

    • singendelehrerin schreibt:

      Danke!

      Die Einteilung in Komödie und Drama finde ich bei den Globes oft recht schräg. Ich stimme dir zu, dass gerade Filme, bei denen da die Grenzen fließend sind, oft die Interessantesten sind.

  9. Stepnwolf schreibt:

    Eine Genreeinteilung halte ich für wenig praktikabel. Erstens durch die sowieso immer vorhandene Genremischung, wie hier schon von einigen anderen bemerkt wurde. Zweitens weil der beste Film ein Film sein sollte, der sich gerade durch die Überwindung von Genregrenzen und die Gewinnung von Zuschauern, die sonst vielleicht nur spezielle Genres mögen, auszeichnet. Und die Academy sollte sich unbedingt dem außeramerikanischen Markt öffnen. Dieses hollywoodianische Denken ist nicht mehr zeitgemäß (war es eigentlich auch nie). Eine Einteilung in Fiction/Non-Fiction ist aber wirklich eine gute Idee.

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