Media Monday #180

Was für ein Wochenende – ich habe zwei Tage mit Schauspielern aus und Fans der MTV-Serie Teen Wolf in Düsseldorf verbracht und mal wieder festgestellt, wie sehr ich solche Conventions liebe. Aber es schmerzt etwas, wie jäh man dann wieder in den Alltag zurückgeholt wird! Nun, zumindest darf ich auch beim heutigen Media Monday weiterhin meine Leidenschaft für Film und Serien ausleben. Erlaubt mir auch, dass ich bei 7. etwas in den noch so frischen Erinnerungen schwelge… (irgendwann wird es hoffentlich noch einen Eintrag unter „A frelling fangirl’s experiences“ geben).

1. Wenn ich mir meine Filmvorlieben so anschaue, muss ein Film vor allem eines haben, um mich zu begeistern: Er muss mich in irgendeiner Form emotional berühren – und mich so zum Lachen oder Weinen, zum Staunen oder Erschrecken, zum Mitfiebern oder Entsetzen bringen.

2. Erfahrungsgemäß gefallen mir Filme mit meinen Lieblingsschauspielern auch überdurchschnittlich oft, denn ich habe einen guten Geschmack, was diese anbelangt, und so enttäuschen mich diese Filme zumindest von der Schauspielerei her (fast) nie. 😉

3. Die Tötung von ____ war für mich besonders schockierend, weil ____ . Irgendwie komme ich gerade nicht davon weg, dass mir nur reale Tötungen einfallen (vielleicht auch durch Frage 5, die ich vorher beantwortet habe) – jedesmal, wenn ich von einer Enthauptung eines Journalisten durch Terroristen höre, dreht sich bei mir der Magen um, und ich versuche zu vermeiden, mir vorzustellen, welche Todesangst diese Menschen vorher verspüren müssen – und wie schrecklich es für die Angehörigen sein muss, dass dies auch noch auf Video anzusehen ist. Guter Film dazu: A Mighty Heart (Ein mutiger Weg) mit Angelina Jolie über die Enthauptung von Daniel Pearl in Pakistan 2002.

4. Das coolste Vater-Sohn-, alternativ Mutter-Tochter-Gespann ist Indiana Jones und sein Vater. Herrliche Szenen zwischen Harrison Ford und Sean Connery!

5. Selten wurde Krieg glaubwürdiger und grausamer dargestellt als in Die Brücke (Bernhard Wicki, 1959). Sicher gibt es Kriegsfilme, die mit mehr Leichen (Saving Private Ryan) und verübten Grausamkeiten (Apokalypse Now) aufwarten, aber dieser deutsche Film zeigt den Irrsinn der letzten Kriegstage des Zweiten Weltkriegs so authentisch und brach mir als Jugendliche das Herz: ich saß nach Ende des Films noch 10 Minuten vor dem Fernseher und heulte. Noch heute treibt es mir Tränen in die Augen, wenn ich daran zurückdenke. Ich habe den Film nie wieder angesehen, aber die Geschichte um diese Gruppe von Jugendlichen, die so völlig sinnlos geopfert wurde, hat sich mir in mein Gedächtnis eingebrannt.

6. Nicht unbedingt ein Weihnachtsfilm, ist es inzwischen quasi Tradition, dass ich mir alljährlich ____ . So eine Tradition gibt es tatsächlich bei mir nicht. Ich muss zugeben, dass ich ohnehin heutzutage nicht mehr so häufig Filme mehrmals ansehe. Es gibt trotzdem ein paar Filme, die ein wiederkehrendes Ansehen „vertragen‟, und die ich z. B. auch meinen Schülern auch immer wieder mal „vorsetze‟. Dazu gehört bei den romantischen Komödien Notting Hill und – etwas härtere Kost, aber passt bei uns immer zum Thema „The Developing World‟ in der 12. Klasse – Blood Diamond. Im Hotel in Düsseldorf lief Samstag Abend HdR – Die Rückkehr des Königs, da war meine erste Reaktion „Oh, die Trilogie muss ich auch mal wieder schauen, vielleicht in den Weihnachtsferien‟, aber andererseits tut mir das inzwischen ein bisschen weh, die Filme anzusehen, weil ich die Musik von Teil 1 und Teil 3 schon live gesungen habe (wer mehr darüber lesen will: bei der Suche auf meinem Blog „Herr der Ringe“ eingeben), und man „unserem Chor‟ (war ein eigens zusammengestellter Projektchor) das wieder „weggenommen‟ hat. Ich wollte so gerne auch bei Teil 2 singen. Und Teil 3 ein zweites Mal. Ich weiß, ich sollte mich einfach glücklich schätzen, dass ich das überhaupt erleben durfte, und das tue ich auch, aber es ist halt jetzt immer etwas Wehmut dabei, wenn ich die Musik höre…

7. Zuletzt gesehen habe ich sechs Schauspieler aus der Serie Teen Wolf und das war noch viel toller, als ich es mir erwartet hatte, weil sie alle so unglaublich nett, offen und witzig waren. Außerdem schienen sie mir allesamt eigentlich fast zu intelligent, um bei so einer Serie „verpulvert‟ zu werden. Ich mag zwar die Serie, gehöre aber nicht zu den ganz großen Fans, die sich auf Tumblr tummeln und jede Folge genauestens zerpflücken und analysieren (so wie meine Freundin Dani, die schon auf drei Conventions mit Teen Wolf Darstellern war).

Trotzdem war es eine der schönsten Conventions, auf der ich war, was sicherlich auch daran lag, dass nur ca. 300 Fans da waren. Aber es ist zum Großteil der Warmherzigkeit der Schauspieler zuzuschreiben:

  • Ian Bohen: Nachdem ich ein paar Worte mit ihm bei der Autogramm-Session gewechselt hatte, hatte ich ganz weiche Knie und meine Hände haben gezittert – OMG, er hat mir das Gefühl gegeben, in diesem Moment ganz bei mir zu sein, indem er mir tief in die Augen geschaut hat…!
Das Bild wurde am Samstag auf der Con geschossen, sodass wir es auch für die Autogramme (seine Widmung und Unterschrift will ich aber nicht veröffentlichen) hernehmen konnten. So sah er also vor Ort aus. *sigh*  Leider habe ich selbst keine Fotos gemacht, in Ermangelung einer Digital-Kamera mit gutem Zoom...

Das Bild wurde am Samstag auf der Con geschossen, sodass wir es auch für die Autogramme (seine Widmung und Unterschrift will ich aber nicht veröffentlichen) hernehmen konnten. So sah er also vor Ort aus. *sigh*
Leider habe ich selbst keine Fotos gemacht, in Ermangelung einer Digital-Kamera mit gutem Zoom…

  • Tyler Hoechlin: Der Junge aus Road to Perdition (mit Tom Hanks) ist einfach ein fröhlicher, lebensbejahender Mensch.
  • Orny Adams: Ein Stand-up Comedian, der noch witziger war als in seiner Rolle als Coach/Lehrer in der Serie (und das heißt etwas). Sein Lieblingsausdruck gegenüber seinen Schülern in der Serie: „Shut it!‟ (auf gut Deutsch: Schnauze! 😉 ) Bei seiner Autogramm-Widmung für mich schrieb er dann auch: „Please tell your students to shut it for me.‟ 😀

Shut it_T-shirt

  • Holland Roden: Hat mich beeindruckt durch ihre Bodenständigkeit (sie hasst es, dass sie immer Highheels in der Serie tragen muss) und ihr Interesse an Politik und Geschichte.
  • Keahu Kahuanui: ein Hawaiianer, der richtig gut Deutsch spricht und bis zu dreimal im Jahr nach Deutschland kommt, seitdem er ein Austauschjahr hier verbrachte. Sehr unterhaltsam, wenn er über die Eigenheiten der Deutschen spricht. Angeblich starren wir z. B. Leute an. Und das Autofahren stresst ihn hier.
  • Ryan Kelley: ein „hübscher Junge‟, der aber weit davon entfernt ist, oberflächlich zu sein. Ich muss mir unbedingt den Fernsehfilm Prayers for Bobby besorgen, der die wahre Geschichte einer streng religiösen Mutter (Sigourney Weaver) erzählt, die ihren schwulen Sohn (Ryan) „auf den rechten Weg“ bringen will, was leider nicht gut ausgeht. Ein (vermutlich schwuler) Fan war da, der sich bei Ryan für diesen Film bedankt hat, weil er für ihn sehr wichtig war. 
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4 Antworten zu Media Monday #180

  1. bullion schreibt:

    Natürlich! Indy und Dr. Jones Sr. Wie konnte ich die nur vergessen?!?

    Die Serie „Teen Wolf“ sagt mir nun gar nichts. Ich kenne nur den Film mit Michael J. Fox aus den 80ern — und selbst da liegt die Sichtung schon Jahre zurück. Aber mal wieder sehr schön von deinen Fangirl-Erlebnissen zu lesen! 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Die Serie ist sicher kein Must-see, auch wenn die ersten beiden Staffeln schon etwas hatten. Leider werden die plot holes zunehmend größer… :-/

      Aber freut mich, wenn du gerne meine Fangirl-Geschichten liest, man könnte ja auch die Augen rollen und fragen, ob ich nicht schon „zu alt für den Scheiß“ bin! 😉

  2. Miss Booleana schreibt:

    Aaaach, das war ja sehr spannend von deinen Eindrücken der Convention zu lesen. Habe zwar nur die erste und zweite Staffel von Teen Wolf geschaut, aber das hauptsächlich wegen den Darstellern. Irgendwann hat es mir storytechnisch aber nicht mehr gereicht – am Anfang fand ich die Serie noch witzig, aber selbst das hat mich nicht mehr bei Laune gehalten. Besonders gern mochte ich Dylan OBrien.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ja, die Serie hat deutlich nachgelassen, was m. E. ganz allein die Schuld der Autoren ist! Die Schauspieler sind nach wie vor fantastisch – vor der Kamera und im Real Life. Dylan O’Brian als Stiles ist toll (mein Lieblingscharakter von den Kids/Guten), aber ich halte mich lieber an Ian Bohen als Peter Hale, der ist bissl näher an meinem Alter dran… 😉

      Jetzt da ich gesehen habe, was für nette Menschen hinter den Charakteren stecken, muss ich natürlich weiterschaun… 🙂

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