Media Monday (on Wednesday) #177

Nachdem ich am Montag Nachmittag meinem Freund das Werkzeug reichen durfte, während er auf dem Dach des Hauses „rumturnte“, um das Schlafzimmerfenster mit einem Außenrollo nachzurüsten, kam ich am Montag nicht dazu, die Fragen des aktuellen Media Mondays zu beantworten.

Das Ergebnis!

Das Ergebnis!

Gestern war ich dann mit meiner 13. Klasse bis abends – im Dauerregen – in Nürnberg auf „Wandertag“. Danach fiel ich auch nur noch in die Badewanne und ins Bett. Heute habe ich jedoch frei (Buß- und Bettag), denn da wir eine evangelische Schule sind, dürfen bei uns nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrkräfte zu Hause bleiben. Endlich also meine Antworten!

1. Tilda Swinton gefällt mir nicht nur als SchauspielerIn, sondern auch als schlichtweg einzigartige Frau, die ihren ganz eigenen Stil hat.

2. Wes Anderson ist in meinen Augen ein vollkommen außergewöhnlicher Regisseur, weil er eine ganz eigene Handschrift in Plot und künstlerischer Gestaltung seiner Filme hat. Es gefallen mir zwar nicht alle gleich gut, aber sie erzählen immer originelle Geschichten, voll mit skurrilen Charakteren und Situationen.

3. Der Teil der Kröungsszene gegen Ende der Rückkehr des Königs, als die vier Hobbits sich vor Aragorn verbeugen wollen und der sagt „My friends, you bow to no one‟, woraufhin alle anderen vor den Hobbits niederknien, wird mir als Szene unvergessen bleiben, denn im Zusammenspiel mit der Musik (Melodie von „When the cold of winter comes…‟) treibt mir die Szene jedesmal wieder Tränen in die Augen. Aber hier nur EINE Szene nennen zu dürfen, ist schon hart. Es gibt sooo viele (die Feder bei Forrest Gump, zahllose andere Szenen in der HdR-Trilogie, die Plastiktüte in American Beauty, das Mädchen im roten Kleid in Schindlers Liste, u.v.m.)…!!!

4. J.R.R. Tolkien hat mit Mittelerde eine derart spannende Welt geschaffen, die ich immer wieder besuchen mag, weil ich dann tief in eine ganz andere Welt eintauchen kann, die für mich – trotz der Bedrohung, die (in Herr der Ringe) von Sauron und Saruman ausgeht – grundsätzlich positiv ist, weil die Grundbotschaft für mich die ist, dass Freundschaft und Opferbereitschaft etwas bewirken können.

5. Als großer Fan von Tom Hiddleston, würde ich es begrüßen, wenn auch er demnächst noch einmal in London Theater spielen würde, damit ich ihn auch einmal live erleben darf, nachdem ich immerhin schon eine Live-Übertragung von Coriolanus aus dem Donmar Warehouse im Kino gesehen habe. Aber bitte erst 2016! 2015 „muss‟ ich ja schon zweimal nach London fliegen, um James McAvoy und Benedict Cumberbatch meine „Aufwartung‟ zu machen. 😉

6. Einer der schönsten Aspekte am Hobby ‘Film’ ist der Austausch mit anderen darüber. Ich muss schon sagen, dass ich, seit ich über meinen Blog noch mit viel mehr anderen Menschen über Filme rede, ‚Film‘ noch viel mehr tatsächlich als Hobby betrachte. Neulich fragte mich mal mein Vater, was ich eigentlich als mein Hobby bezeichnen würde. Da kamen dann mehrere (natürlich auch das Singen), u.a. aber auch Filme und das Schreiben darüber. Ich mag es auch, mir Gedanken über den gesehenen Film zu machen und zu ergründen, warum er mir gefallen oder nicht gefallen hat. Ich glaube, das macht ‚Film‘ doch erst zu einem richtigen Hobby.

7. Zuletzt gesehen habe ich das Ende der ersten Staffel von Die Brücke (das dänisch-schwedische Original) und das war zwar schockierend, weil einer der Ermittler einen gewaltigen Verlust erleiden muss, aber richtig traurig war ich nicht, was ich allerdings darauf schiebe, dass ich die Serie in der deutschen Synchronisation ansehen musste. Viel lieber hätte ich es im Original mit Untertiteln angesehen, aber die deutsche DVD-Box erhält zwar die schwedisch-dänische Originalspur, nicht aber Untertitel dazu. Sehr sinnvoll! :-/ Außerdem hasst mein Freund Untertitel… Vielleicht schaue ich mal ohne Untertitel rein, nur um zu sehen, ob die Originalstimmen noch mehr rüberbringen. Aber auf jeden Fall eine sehenswerte Krimiserie!

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14 Antworten zu Media Monday (on Wednesday) #177

  1. phyXius schreibt:

    Tilda Swinton finde ich auch immer phantastisch und auch in den raren Interviews immer wieder faszinierend. Am besten hat sie mir in „We Need to Talk About Kevin“ gefallen.
    Bei Antwort 2 kann ich auch nur zustimmen, Anderson hat definitiv seinen eigenen Stil.

    Kannst Du schwedisch oder dänisch oder schaust Du auch ohne Kenntnisse im O-Ton? Ich hatte mal versucht, einen schwedischen Film im Original mit dt. UT zu schauen, aber mir ist das nichts.

    • singendelehrerin schreibt:

      In „We need to talk about Kevin“ ist Tilda Swinton wirklich grandios – ein schrecklich-guter Film! Ist aber auf meiner Liste mit den Filmen gelandet, die ich mir kein zweites Mal ansehe ( https://singendelehrerin.wordpress.com/2014/05/23/blogparade-einmal-und-nie-wieder-10-grosartige-filme-die-ich-trotzdem-kein-zweites-mal-sehen-will/ ).

      Ich schaue mir am liebsten ALLE Filme in Originalsprache an – egal, ob ich sie kann oder nicht. Mit Untertiteln schauen, ist zwar manchmal etwas anstrengend, aber ich mag es einfach, die Originalstimme der Schauspieler zu hören und finde auch, dass die Sprache einen Teil der Atmosphäre ausmacht. Klassisches Beispiel: die Art und Weise wie Samurais reden, kommt einfach nur im Japanischen rüber.

      • phyXius schreibt:

        Bei mir ist Filmegucken dann doch zu sehr Entspannung, als dass ich 90-120 Minuten UT lesen möchte. Englisch geht (fast) immer und wird von mir auch bevorzugt, schon allein deswegen, weil die Synchro-Tonspur trotz eingespielter oder gar originaler Umgebungsgeräusche oft klinisch rein klingt.
        Wobei Du natürlich recht hast, gerade bei asiatischen Filmen wirkt die Synchronisation teils ungewollt lustig, auch, weil die Lippensynchro nicht immer so ganz hinhauen mag. Wenn ich mir ein zweites Mal „Oldboy“ anschaue, werde ich das aber vielleicht tatsächlich im Original tun, denn die Atmosphäre ist da einfach phantastisch und könnte durch den Originalsound noch dazugewinnen. Wobei da auch schon die Synchro sehr gut gelungen ist.

      • singendelehrerin schreibt:

        „Bei mir ist Filmegucken dann doch zu sehr Entspannung, als dass ich 90-120 Minuten UT lesen möchte.“
        Weichei! 😉 Aber ich kenne das Argument auch von meinem Freund. Spätestens seit ich angefangen habe, aufs Fantasy Filmfest zu gehen, habe ich mich aber ans Schauen mit UT gewöhnt. Wobei das da manchmal schon auch anstrengend war, wenn der fünfte Film am Tag dann noch Japanisch mit UT war… 😉

      • Libertarian Anonymous schreibt:

        Ich finde englische Filme MIT UT teilweise sogar entspannender, da man sich nicht so auf eventuelles Genuschel konzentrieren muss.

      • singendelehrerin schreibt:

        Ja, ich auch! „True Detective“ war ohne UT wahnsinnig anstrengend…

  2. bullion schreibt:

    Mittelerde hätte ich auch beinahe genannt, das wäre dann wohl die positive Fantasyvariante gewesen. Eine Welt, in der man sich – trotz Gefahr, wie du so schön beschreibst – gerne aufhalten würde.

    Ganz furchtbar toll finde ich übrigens deine Antwort auf Frage 6! Für mich wird Film auch erst durch den Austausch bzw. das Schreiben darüber zum Hobby… 🙂

    Für Nürnberg habt ihr euch gestern ja keinen guten Tag ausgesucht. Es hat ja tatsächlich den ganzen Tag geregnet. Mir ist in der Mittagspause keine Schulklasse über den Weg gelaufen — wäre lustig gewesen! 😀

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich glaube, wir wären dir auch kaum als Schulklasse aufgefallen: von 14 (!) Schülern sind nur 9 dabei gewesen. 😉
      War schon hart, die Schüler im strömenden Regen mit der Studentin von Geschichte für Alle über das ehemalige Reichsparteitagsgelände zu „jagen“. Aber dafür haben wir dann bei Gutmann am Dutzendteich richtig lecker zu Mittag gegessen und uns aufgewärmt. 🙂

      Schön, dass es dir mit dem Hobby „Film“ so geht wie mir! Hätte mich aber auch gewundert, wenn’s anders wäre… 🙂

    • Libertarian Anonymous schreibt:

      Ihr hättet den Wandertag zum Reichsparteitagsgelände auch ausfallen lassen und „Triumph des Willens“ anschauen können – nicht nur, dass man das Gelände da auch sieht, nein, es handelt auch um ein filmhistorisches Dokument und einen Pflichtfilm für alle Cineasten (der in D allerdings ausser zu Bildungszwecken nicht gezeigt werden darf… dieses Verbot ist natürlich dank Internet auch unglaublich effektiv ;-)).

      • singendelehrerin schreibt:

        Das wäre eher eine Ergänzung dazu – es ist schon auch beeindruckend, mal über das ganze Gelände zu laufen. Ich habe Auszüge daraus auch schon mal gezeigt (aus einer Doku über Leni Riefenstahl).

  3. mwj schreibt:

    Definitive Zustimmung bei 1.

    Und beruhigend zu hören, dass ich nicht der einzige bin der den Monat verpasst hat.

    Bei 3. ist das natürlich auch eine naheliegende Option. Bei den Hobbitfilmen sucht man so eine Szene bisher vergebens.

    • singendelehrerin schreibt:

      Natürlich musste ich bei 1. auch an dich denken! Weiß ja, wie sehr du sie magst! 🙂

      Also, den MONAT hab ich nicht verpasst… 😉 Du meinst wohl den Montag – schöner Verschreiber! 😉

      Was die Hobbitfilme anbelangt, muss ich dir leider zustimmen. Ich bin ja allein so sauer, dass sie Pippins Lied für den Trailer „missbraucht“ haben. So sehr ich dieses Lied und die dazugehörige Szene (, die in enger Konkurrenz zu Szene, die ich jetzt genommen habe, stand) liebe – im Hobbit hat das Lied nix zu suchen!

  4. GO*rana schreibt:

    Wie schön, da war wohl jemand noch später dran als ich. 🙂 Aber lieber spät als nie, sag ich immer. Tilda Swinton und Wes Anderson hätte auch von mir kommen können. Sehr schöne antworten.

    Die schönste Antwort finde ich aber die zu den schönsten Aspekte am Hobby ‘Film’. Mir geht es nämlich ganz genauso. Es ist etwas ganz anderes sich über Filme auszutauschen, darüber zu schreiben und sie kritisch zu bewerten, als sie nur zur reinen Unterhaltung zu genießen. Man geht schon von vornherein ganz anders an die Sache heran. Ich mag das auch sehr, auch wenn ich mich im Moment nur schwer dazu durchringen kann … aber es wird wieder.

    • singendelehrerin schreibt:

      Dankeschön für das Lob! 🙂

      Ich versuche aber dennoch, die Filme erstmal auf mich wirken zu lassen, und nicht gleich während des Schauens alles zu analysieren (, wie das vielleicht ein Filmstudent macht). Trotzdem habe ich inzwischen manchmal das Bedürfnis, mir z. B. gewisse Dialogfetzen zu notieren, damit ich sie in meine Kritik einbauen kann. Aber im Kino lasse ich das natürlich – ich hasse es ja, wenn die Leute mit ihrem Smartphone während des Films rumhantieren.

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