London 2014: Highgate Cemetery

Highgate Cemetery (heutiger Westteil) wurde 1839 gegründet, in einer Zeit, in der es schlicht zu wenig Platz für Tote in London gab. Da dieser Friedhof – für eher Wohlsituierte – sehr beliebt war, wurde er 1856 erweitert, um den heutigen East Cemetery. Der East Cemetery ist heute frei zu besichtigen, wenn auch gegen Gebühr, die aber ausschließlich in die Instandsetzung des Friedhofes zurückfließt, den West Cemetery darf man nur über eine einstündige Führung besichtigen. Der Erwerb eines Tickets für die Führung berechtigt dann auch zum Besuch des Ostteils.

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Wir haben uns zuerst den Ostteil angesehen. Der zeigt eine interessante Mischung: aus alten Gräbern mit den typischen Symbolen, wie Engeln, Urnen oder – weniger verbreitet in der anglikanischen Kirche – Kreuzen, und moderneren Gräbern, die dann weniger klassische Grabsteine oder Skulpturen zieren. (Für eine größere Ansicht der Fotos bitte darauf klicken!)

Außerdem liegen im East Cemetery einige berühmte Persönlichkeiten begraben. Die Interessantesten waren für mich Douglas Adams, Karl Marx und Malcolm McLaren.

Bei der Tour durch den westlichen Teil, durchgeführt von einer deutschen Ehrenamtlichen (die Tour war aber schon auf Englisch), die ansonsten irgendwas mit Architektur macht und die ein Tattoo in elbischer Schrift auf dem Unterarm hatte, haben wir einiges über die typischen Symbole gelernt. Hier nur eine ganz kleine Auswahl. Es gibt z. B. noch Hände, Vögel, das Kreuz (selten bei den Anglikanern), die trauernde Witwe…

Am beeindruckendsten fand ich die Einzel-Gruften (auch wenn wir keine von innen besichtigen konnten) im Circle of Lebanon und die „Katakomben‟: Sie waren nicht wirklich unterirdisch und sind sicherlich mit den riesigen Katakomben von Rom oder Paris nicht zu vergleichen. Da ich aber in den genannten Städten noch nicht die Katakomben besichtigt habe, fand ich schon diese kurzen Gänge spannend. Die zu sehenden Särge sind echt, inklusive Inhalt.

Das größte Monument hat Julius Beer (deutschstämmiger Besitzer des The Observer von 1870-1880 und Millionär) für seine Tochter errichten lassen. Leider war die Tür gerade defekt, sodass man nicht, wie sonst bei den Führungen, hineingehen konnte. Aber ich fotografiere gern Türen oder Details von selbigen.

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Hier noch ein paar Besonderheiten:

Alte Friedhöfe finde ich außerordentlich atmosphärisch interessant und fotogen. Leider hatte ich nur eine einfache Digital Kamera dabei und bin mit der Qualität der Fotos nicht sonderlich zufrieden. Für den USA-Urlaub im nächsten Jahr werde ich mir vielleicht doch endlich eine digitale Spiegelreflexkamera zulegen.


2 Gedanken zu “London 2014: Highgate Cemetery

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