FFF 2014: The Rover (David Michôd, AUS 2014)

Wiedermal ein post-apokalyptisches Setting: Zehn Jahre nach dem „Zusammenbruch Australiens“ (näher wird dies nicht definiert) ist es ziemlich öde im australischen Outback: die meisten hängen zu Hause rum, viele versuchen, etwas zu verkaufen – aber bitte nur gegen US-Dollar -, es gibt keine offiziellen Läden, Tankstellen etc. mehr… In dieser Situation wird Eric (Guy Pearce) das Auto von drei Männern gestohlen (u.a. von Henry (Scoot McNairy)) – und er will es UNBEDINGT zurückhaben. Warum es ihm so wichtig ist – schließlich hat er dafür den Truck von Henry – erfährt man erst ganz am Schluss. Eric trifft dann auf den „geistig etwas langsamen“ (Zitat aus dem FFF-Heft) Rey (Robert Pattinson), der nach einer Schießerei, in die er, sein Bruder Henry und die zwei anderen Typen im gestohlenen Auto verwickelt waren, angeschossen liegen gelassen worden ist. Eric versucht aus ihm rauszubekommen, wohin Henry & Co unterwegs sind – „und so entsteht eine wunderbare Freundschaft“… Naja, das wäre wohl etwas übertrieben…

Der Film ist über weite Teile sehr langsam, mit langen Einstellungen auf Gesichtern der Protagonisten, die Dialoge beschränken sich aufs Allernotwendigste, es wird mehr durch die Bilder und ein sehr interessantes Soundkonzept (auf das ich noch zurückkomme) transportiert. Dann jedoch wiederum wird diese Langsamkeit durch explosive Gewalt (in der Regel Schüsse) unterbrochen, sodass das Publikum merklich zusammenzuckte – obwohl die FFF-Gänger ja einiges gewohnt sind.

Was ich mit dem „Soundkonzept“ meine: häufig ist es so, dass man erst nur die Musik (Orginal Score oder Song) hört und dann langsam die Geräusche des Films (z. B. Fahrgeräusche) dazu kommen. Ein sehr interessanter Effekt. Überhaupt hat mir insgesamt das Sounddesign sehr gut gefallen, auch wenn eine Mit-FFF-Gängerin meinte, sie hätte dadurch Mühe gehabt, wach zu bleiben.

Schauspielerisch ist das, was Guy Pearce und Robert Pattinson (da steckt kein bisschen „Edward“ in diesem Charakter!) leisten, ganz große Klasse!

7,5 von 10 Punkten.

 

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5 Gedanken zu “FFF 2014: The Rover (David Michôd, AUS 2014)

  1. Der gefiel mir auch sehr gut und die Bilder flirren noch immer in meinem Schädel. Hätte nicht gedacht, dass mir Pearce und Patterson mal so gute gefallen würden.

    1. Der gute Robert heißt PATTINSON mit Nachnamen! 😉 Ja, eine super Performance von ihm! Guy Pearce finde ich eigentlich meistens schauspielerisch gut, auch wenn er mir optisch immer etwas „unangenehm“ ist. Kann das schwer beschreiben. Aber hier fand ich ihn auch RICHTIG klasse!

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