FFF 2014: The Divine Move (Beum-gu Cho, Südkorea 2014)

Kurzkritik:

Ich mag ja normalerweise Rachegeschichten nicht besonders, aber ab und zu mal ein richtig harter asiatischer Rachethriller darf schon mal sein. Die Südkoreaner können dieses Genre ja außerordentlich gut! Warum ich mir jetzt gerade diesen hier ansehen wollte, obwohl ich Go (koreanisch: Baduk) nicht spiele, liegt an Hauptdarsteller Woo-sung Jung, den ich 2003 in Musa – Der Krieger (bei meinem ersten FFF, wenn ich mich nicht irre) gesehen habe und der mich damals begeistert hat (wie auch der ganze Film).

Auch wenn ich die genialen Spielzüge also nicht wirklich nachvollziehen konnte, war der Film trotzdem spannend. Das ungleiche Quartett, das sich daran macht, Vergeltung an denjenigen zu üben, die den Bruder von Tae-seok (Woo-sung Jung) ermordet haben und Tae-seok den Mord in die Schuhe geschoben hatten, besteht aus eben Tae-seok, dem blinden „Drinking Jesus“, dem armamputierten „Tischler“ und dem ehemaligen Partner von Tae-seoks Bruder.

Das Interessante – wenngleich auch etwas Unlogische – an dieser Revenge-Story ist, dass nicht einfach geplant wird, die verantwortlichen Schurken umzubringen, sondern dass das Ganze über das Go-Spielen läuft. Und ein bisschen Philosophie kommt dann auch noch rein, denn es wird die Frage aufgeworfen, ob es den „divine move“ tatsächlich gibt – nicht nur auf Go, sondern auch auf das Leben bezogen. Trotzdem, es müssen am Ende dann doch recht viele ihr Leben lassen… sonst wäre es ja auch kein ordentlicher Rachefilm!

Die Actionszenen sind gewohnt asiatisch-hart, von gebrochenen Fingern über Messer in der Hand steckend bis hin zu aufgeschlitztem Hals ist alles dabei. Leider folgt auch dieser Film der Tendenz, Kampfszenen schnell zu schneiden. Trotzdem sieht man, dass hier Profis am Werk sind… (Bei IMDb findet sich der Film übrigens unter dem Titel God’s One Move.)

7 von 10 Punkten.

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Eine Antwort zu FFF 2014: The Divine Move (Beum-gu Cho, Südkorea 2014)

  1. oldboyrap schreibt:

    Den fand ich auch ganz gut 🙂

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