Media Monday #164

Noch kann ich mir meinen Ferien-Schlaf-Rhythmus leisten und noch mitten in der Nacht die Fragen des heutigen Media Monday beantworten!

1. Wenn ich Musik aus meiner „Disco-Hoch-Zeit“ (Ende der 80er-Jahre/Anfang der 90er-Jahre) höre, werde ich richtiggehend nostalgisch, weil das einfach schon eine coole Zeit war und ich das Tanzen manchmal schon vermisse. Ich weiß schon, jetzt sagt ihr: wer hindert dich daran, Tanzen zu gehen? Die mangelnden Möglichkeiten, „meine“ Musik aufgelegt zu bekommen (ich stand damals vorwiegend auf Rap, Funk, Soul)… Und ich habe RICHTIG getanzt – sogar im Fernsehen. 😉

2. Mit ihrer/seiner Rolle als traumatisierter Marine Sam in Brothers ist Tobey Maguire endlich mal aus ihrem/seinen Rollenschema ausgebrochen, denn hier ist er einmal nicht das „Bubi-Face‟, sondern darf zeigen, was wirklich in ihm steckt.

3. Coming-of-age-Stories mag ich interessanterweise auch als Erwachsene immer noch, wenn sie gut gemacht sind. Es gibt natürlich die großen Klassiker, wie Stand By Me oder Dead Poets‘ Society, aber auch Harry Potter und Hunger Games sind ja Coming-of-age Geschichten – diese Reihen habe ich als Erwachsene sehr gerne gelesen (und gesehen). Die authentischste filmische Umsetzung des Coming-of-age ist aber zweifellos Boyhood.

4. Der Tatort bei Sieben, durch den der Killer die Sünde der Lust dargestellt hat, war die mitunter brutalste Szene, die mir je in einem Film untergekommen ist und zwar, weil mich diese Vorstellung, wie diese Frau getötet worden ist und wie schrecklich das auch für den Mann, der dazu gezwungen worden ist, gewesen sein muss, nächtelang verfolgt hat – und auch heute noch, 19 Jahre später, fühle ich mich unwohl, während ich das schreibe…

5. Psycho oder Die Vögel hätte man nun wirklich nicht noch einmal aufwärmen müssen, schließlich ist Alfred Hitchcock nicht zu toppen.

6. Normalerweise kann ich Gewalt nichts abgewinnen, aber es ist erstaunlich, wie viel Gewalt ich in Serien und Filmen (und Büchern) ertragen kann, ja wie sie sogar zu meiner Unterhaltung beiträgt. Manchmal frage ich mich schon, ob das der Ersatz für Gladiatorenkämpfe und öffentliche Hinrichtungen ist. Ein leckeres Eis zum Serienmord, bitte!

7. Zuletzt gesehen habe ich Folge 9 der ersten Staffel von Masters of Sex und das war wieder sehr fesselnd, weil die Macher es schaffen, die Spannung zwischen den beiden Hauptcharakteren beständig aufrechtzuerhalten oder gar zu intensivieren – und zwar nicht nur bei der Durchführung ihrer Studien zu den körperlichen Vorgängen beim Sex.

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22 Antworten zu Media Monday #164

  1. Wortman schreibt:

    Die 80er waren eingach geil was die Musik anging. Ich hatte ja schon Anfang der 80er meine Discozeit 🙂
    100 Punkte für Nr. 5 🙂
    Bei 6. kann ich dir zustimmen.

    • singendelehrerin schreibt:

      Zu der Musik aus den 80ern habe ich allerdings ein zwiespältiges Verhältnis: Ich bin, als ich frisch und single nach München gekommen bin, ein paar mal zu Ü30-Partys gegangen, und da wurde fast nur Musik aus den 80ern gespielt (und „aktuelle Hits“). Das hat mich dann irgendwann ziemlich gelangweilt, weil die 90er quasi komplett ausgespart wurden. Da bin ich dann noch lieber in den Raum gegangen, wo mehr aus den 70ern gespielt wurde – also eigentlich DIE Disco-Musik schlechthin.

  2. Niels schreibt:

    Vollste Zustimmung bei 5, Hitchcock gehört wirklich zu den Filmemachern, die besser unangetastet geblieben wären.
    Von BROTHERS kenne ich nur das dänische Original, das ich sehr stark fand. Hast du beide Versionen gesehen und wenn ja, welche war besser?
    Die von dir bei 6 angesprochene merkwürdige Wirkung von Gewalt in Medien im Kontrast zum realen Leben finde ich immer wieder faszinierend. Demnächst schreibe ich eine Hausarbeit über die Nutzungsmotive bei Horrorfilm-Guckern, vielleicht verstehe ich das wissenschaftlich einigermaßen fundiert 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Leider kenne ich von „Brothers“ nur das Remake, kann mir durchaus vorstellen, dass das dänische Original vielleicht noch besser ist. Die Dänen wissen einfach, wie man Drama macht… Sollte ich mir vielleicht mal zum Vergleich ansehen.

      Dein Hausarbeitsthema klingt ja spannend! Nur: wie untersucht man das? Zum Fantasy Filmfest gehen und Fragebögen verteilen? 😉

      • Niels schreibt:

        Ich werde auf Fachliteratur zurückgreifen und einige von den jeweiligen Autoren haben tatsächlich solche Interviews geführt und ausgewertet.
        Und außerdem stelle ich verbreitete Theorien vor und sammle quasi die Ergebnisse anderer.

  3. Der Kinogänger schreibt:

    Zu Nr. 4: Oh ja, das war damals wirklich harter Tobak …
    Zu Nr. 6: Geht mir ähnlich. Im realen Leben bin ich so ein Typ, der buchstäblich nicht einmal einer Fliege etwas zuleide tut, aber im Kino darf’s gern mal heftig zugehen – was mich gleich mit Vorfreude an das kurz bevorstehende Fantasy Filmfest erinnert. 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      FFF: Da werde ich mir auch die nächsten Tage das Programm zusammenstellen! 🙂 Wobei ich feststelle, dass ich die richtig harten Horrorstreifen inzwischen gerne auslasse. Dann lieber lustiges Gemetzel wie damals bei „Tucker & Dale vs. Evil“! 😀

  4. oldboyrap schreibt:

    Haha, mein Schlafrhythmus geht grade auch von 6 Uhr morgens bis 11 Uhr mittags xD
    1. Zum Glück hab ich da nicht gelebt. Ein echter Gangsta tanzt nicht haha 😀
    2. „Brothers“ hab ich nicht gesehen, aber ich schau allgemein selten Remakes.
    3. „Hunger Games“ würde ich nicht Coming-of-Age zuordnen, sondern piece-of-crap.
    4. „Sieben“ war ein guter Film, aber ich würde lügen, wenn ich sage, dass er mich lange bewegt hat.
    5. Das stimmt. Die Remakes hab ich aber nicht gesehen, siehe Punkt 2.
    6. Ja natürlich. Menschen sind schon immer Bastarde gewesen, was das angeht.

  5. diefilmguckerin schreibt:

    Einfach selbst DJane werden, dann läuft immer das, was du willst 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Oje, ich glaub, da ist der Zug abgefahren… 😉 Mein älterer Bruder war früher DJ – aber der hat dann auch relativ viel House gespielt, was nicht so meins war…

  6. ER.GO schreibt:

    Von „Die Vögel“ gibt es auch ein Remake? Wusste ich bisher gar nicht. Und ich gebe dir Recht, Hitchcock sollte man nicht aufwärmen. 😉

    Gute Antwort zu 6. Hat mich eben zum Nachdenken gebracht. Masters of Sex will ich auch noch sehen.

  7. bullion schreibt:

    Ferien-Schlaf-Rhythmus klingt toll. Will ich auch! Jetzt sofort! 😀

    „Masters of Sex“ ist auch irgendwo auf meiner Liste. Klingt wirklich interessant.

    „Sieben“ hatte mich damals übrigens auch bis in meine Albträume verfolgt. Passend dazu aber deine Feststellung zu Gewalt in den Medien. Ich sehe das ähnlich.

    • singendelehrerin schreibt:

      Tja, ist halt der Vorteil, wenn man kinderlos ist und Lehrerin… 😉
      Aber leider ist der Schlafrhythmus nicht ganz freiwillig so. Heute früh um 6 Uhr bin ich z. B. nach ca. 3 Std. Schlaf mit krassen Kopfschmerzen aufgewacht und im Anschluss haben mich dann auch noch meine „funktionalen“ (d. h. man weiß nicht, was die Ursache ist, woraus folgt, dass man sie auch nicht wirklich therapieren kann) Verdauungsbeschwerden umgetrieben, sodass ich mich dann erst so gegen 8:30 wieder zum Schlafen legen konnte. Ich weiß gar nicht, wie das werden soll, wenn die Schule wieder anfängt… :-/

  8. mwj schreibt:

    Übereinstimmung bei 3 😉

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