Media Monday #158

Ich kann es ja tatsächlich kaum erwarten, dass die Fußball-WM endlich vorbei ist, da sie mich – und das überrascht mich selbst immer wieder am meisten – ganz schön in Beschlag nimmt. Ein absolutes Novum war für mich, dass ich am Freitag Nacht noch NACH der Sneak Preview (ab ca. 2:00) die Aufzeichnung der zweiten Halbzeit Brasilien vs. Kolumbien angeschaut habe und völlig entsetzt von der Brutalität beider Mannschaften, der Unfähigkeit des Schiedsrichters und der Verletzung Neymars auch danach nicht so schnell einschlafen konnte.

Der Samstag bestand dann quasi nur aus spätem Frühstück, Carmina Burana-Probe und… Fußball.

Gut, dass heute noch Pause ist, so schaffe ich es wenigstens die Fragen des heutigen Media Monday zu beantworten…

Media Monday #158

 

1. (Da ich kein SO ein großer Western-Fan bin, habe ich diese Frage an eine „Expertin“ weitergegeben – hier ist Danielas Antwort:) Der coolste Westernheld ist und bleibt Clint Eastwood, denn niemand wird je verwegener, wortkarger,  zielsicherer und blonder in einem alten Poncho durch die Prärie reiten als dieser Mann.

2. Die Serie Bones hat in dem Moment stark nachgelassen, als Bones und Booth plötzlich zusammen waren und ein Kind erwartet haben, weil man die Fans nicht wirklich daran hat teilhaben lassen – alles ging dann plötzlich superschnell, es gab keine „Ja, endlich kriegen sie sich – wie romantisch/prickelnd/sexy!“-Szene. Ich habe dann noch ein bisschen weiter geschaut, aber dann ziemlich schnell das Interesse verloren – obwohl ich David Boreanaz seit Buffy liebe.

3. Wenn in Filmen Engel in Erscheinung treten, assoziiert man meistens das Gute mit ihnen. Seit der Serie Supernatural jedoch weiß man, dass sie ganz schön brutal sein können und man ihnen nicht über den Weg trauen darf...

4. Irréversible würde ich mir nicht einmal unter Zwang ansehen, denn ich will mir keine explizite Vergewaltigungsszene ansehen. 

5. Es gibt heutzutage in Filmen wirklich viel zu wenig wirklich überraschende Wendungen – zumindest für erfahrene Kinogänger.

6. Buch-Verfilmungen und Comic-Adaptionen sind ja groß in Mode, aber wieso kommt eigentlich niemand mal auf die Idee, mehr eigene Stoffe zu verfilmen (wobei es da auch immer wieder wohltuende Beispiele gibt, wie her oder The Grand Budapest Hotel)? Oder – fällt mir grad ein – wer verfilmt mal ein Gemälde? Und zwar sollen nicht die Hintergründe zur Entstehung aufgezeigt werden (wie in Girl with a Pearl Earring), sondern eine Geschichte, die das Bild direkt erzählt. Das kann sehr surreal werden, wenn man z. B. ein Bild von Salvador Dalí nimmt. Bei ganz moderner Kunst wird es allerdings manchmal schwierig, auf einen Plot zu kommen… 😉

7. Zuletzt gesehen habe ich verschiedene Kurzfilme auf der Greencity Kurzfilmnacht beim Open-Air-Kinofestival Kino, Mond und Sterne im Westpark, München, und das war größtenteils sehr unterhaltsam, weil ein paar tolle Beiträge dabei waren (z. B. Antje und wir und Grünes Gold). Außerdem war es auch mal gut, deutsche Beiträge zu sehen, da ich meistens eher internationale Kurzfilme sehe (etwa vor der Sneak Preview und auf dem Fantasy Filmfest). Und dann ist so ein Open-Air-Kinoerlebnis natürlich auch immer etwas Besonderes, noch dazu zu Fuß in fünf Minuten zu erreichen. 

Hier noch ein Bild aus dem Mockumentary Grünes Gold. Es handelt sich um ein S.T.O.R.M., das der eigentliche Grund für die „Operation Desert Storm“ der Amerikaner 1991 war 😉 :

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11 Antworten zu Media Monday #158

  1. oldboyrap schreibt:

    4. Da gibts aber auch härtere Vergewaltigungsszenen als „Irreversible“ – und du verpasst auch noch einen sehr guten Film.

  2. fuenfschoenedinge schreibt:

    „Supernatural“ habe ich noch nie gesehen. Wurde jetzt schon öfter erwähnt. Vielleicht sollte ich mal einen Blick risikieren.

    Schön, dass du „The Grand Budapest Hotel“ erwähnst. Der hat mich total begeistert! Es geht also – und lässt hoffen, dass in der großen Masse des Mittelmaßes auch immer wieder einmal Perlen zu finden sind!

  3. filmschrott schreibt:

    Die moderne Kunst sieht aus, wie Alaska, an einem bewölkten Tag, aufgenommen aus dem Weltall.

    Das mit der Kunstverfilmung wäre aber tatsächlich mal interessant. Es gibt doch einige Experten, die da immer irgendwas reininterpretieren. Da kommen doch bestimmt interessante Geschichten zusammen.

    • singendelehrerin schreibt:

      Schöne Interpretation des grauen Bildes! 🙂

      Mir fällt grad ein: man könnte auch Lieder verfilmen – also mal nicht das „Lied zum Film“, sondern der „Film zum Lied“. Gut, das gibt’s natürlich schon in Kurzform als Musikvideo. Aber gerade keltische Folksongs erzählen ja häufig eine detaillierte Geschichte, da könnte man ganz nette Filme dazu drehen…

      • filmschrott schreibt:

        Wobei das ja nicht komplett neu wäre. Stichwort Oper, Theater, Musicals.
        Die Band Dredg – die ich nebenbei nur jedem empfehlen kann, der gute Musik mag – hatte ursprünglich vor, zu ihrem Debutalbum einen Film zu drehen. Leider ist daraus nie was geworden.

        Ein Film zu einem einzelnen Lied wäre aber sicher mal interessant. käme aber auch auf das Lied an. Zu dem ganzen Popquark, der die Charts überschwemmt, will ich mir das gar nicht vorstellen. Wobei da ein Film für alle Lieder reichen würde, weil es eh alles der selbe Müll ist.

        Filme zu den alten Rockklassikern aus den 70ern wären mal cool. Die haben ja auch oft eine Geschichte erzählt und hatten auch noch einiges an Sozialkritik zu bieten.

      • singendelehrerin schreibt:

        Ja, müsste natürlich schon ein Song sein, aus dem man bissl Plot rausziehen kann… 😉 Aber man sieht schon irgendwie: ist halt doch einfacher, ein Buch oder einen Comic zu verfilmen, weil man sich nicht so viele eigene Gedanken machen muss… Wobei ich ja nicht direkt gegen die genannten Genres bin! Kommt halt immer aufs Ergebnis an.

  4. Libertarian Anonymous schreibt:

    Da du momentan etwas langsam mit deinen Blog-Updates bist, habe ich die gestrigen Media Monday-Fragen schon vorab gelesen… und bei Frage 5 hätte ich das gleiche geantwortet. 😉

    Das mit der Verfilmung abstrakter Kunst (…moderne Kunst ist automatisch abstrakt und umgekehrt…) sollte übrigens auf jeden Fall Michael Bay in Angriff nehmen.

    Ach, halt! Das hat er ja schon! Hier die Vorlage für „Transformers“:

    • Libertarian Anonymous schreibt:

      Es muss natürlich heissen „…moderne Kunst ist NICHT automatisch abstrakt und umgekehrt…“

      Wenn man schon klugscheisst, sollte man eigentlich keine Fehler machen *schäm*
      😉

      • singendelehrerin schreibt:

        😀

        Aber du hast Recht: „abstrakte Kunst“ wäre der passendere Begriff gewesen. Ist mir irgendwie in dem Moment nicht eingefallen… Du weißt ja, meine Wortfindungsstörung… 😉

        Die „Vorlage“ von „Transformers“ ist cool! 😉 Ja, Michael Bay, genau, der Künstler unter den Filmemachern, sollte sich an das Verfilmen von abstrakter Kunst machen. Soundtrack dazu bitte von Hans Zimmer oder einem seiner Jünger! 😉

  5. bullion schreibt:

    Ach, herrlich! Mit deinen Worten zu „Bones“ beschreibst du ziemlich genau, wie es mir mit der Serie ging. Da hätte man so viel mehr draus machen können (siehe auch das ungleich bessere „Castle“).

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