5 Bücher für 2014

Bullion hat mir schon vor längerer Zeit ein Stöckchen zugeworfen und will von mir wissen, welche fünf Bücher ich 2014 unbedingt noch lesen will. Es dürfen keine Fortsetzungen genannt werden, weshalb George R. R. Martins „A Dance with Dragons“ wegfallen muss. Für meine Nummer Eins habe ich einen anderen Ausweg gefunden…

1.Die komplette Trilogie in sechs Teilen von „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ (Douglas Adams + Eoin Colfer) als Hörbücher. Band 1 (gelesen von Stephen Fry) und Band 2 (Bände 2-5 gelesen von Martin Freeman) habe ich schon komplett durchgehört, bei Band 3 bin ich gerade. Ich habe erst vor kurzem für mich entdeckt, dass (gut gelesene) Audiobooks und Hörspiele etwas sind, das zum einen – gerade bei humorvollen Büchern – den Witz noch verstärken können. Zum anderen hilft es mir beim Abschalten und Einschlafen. Martin Freeman liest außerordentlich gut – dadurch, dass er wirklich jeder Figur eine ganz eigene Sprechweise (Akzent, Tonhöhe, etc.) gibt, ist es fast wie ein Hörspiel. Fantastisch! Das Buch 6 (von Eoin Colfer verfasst) wird dann von Simon Jones gesprochen, der die Rolle von Arthur Dent im Original BBC-Hörspiel hatte.

 

2. „Neverwhere“ (Neil Gaiman): Hier gehe ich umgekehrt vor. Ich habe erst das Hörspiel (mit James McAvoy in der Hauptrolle; weitere Sprecher u. a. Benedict Cumberbatch, Anthony Head und Christopher Lee) angehört und möchte nun noch das Buch dazu lesen, nicht zuletzt auch, weil ich das Hörspiel dadurch, dass ich immer nur zum Einschlafen höre, sehr „zerstückelt“ wahrgenommen habe. Ich musste ja oft am nächsten Abend wieder zurückspulen zu einer Stelle, an die ich mich noch erinnern konnte.

Ein Buch von Gaiman habe ich schon gelesen – „The Ocean at the End of the Lane“ – und für gut befunden.

 

3. „Cloud Atlas“ (David Mitchell): Angeregt durch den vor kurzem gesehenen Film, habe ich mit diesem Buch schon angefangen und das erste Kapitel „The Pacific Journal of Adam Ewing“ gelesen. Das hat sich nicht so ganz einfach gelesen, weil doch recht viele veraltete englische Wörter auftauchen. Da passt es ganz gut, dass ich dieses Buch auf meinem Kindle lese – da kann ich wenigstens recht schnell die englische Definition dazu aufrufen. Fast peinlich war mir, dass mir in mindestens zwei Jahrzehnten Lektüre englischsprachiger Literatur das Wort „stowaway“ für den „blinden Passagier“ noch nicht untergekommen war, oder ich ihn zumindest nicht bewusst wahrgenommen hatte.  Allerdings sind auch ein paar Begriffe dabei, die nicht im Wörterbuch stehen. Mit den „Letters from Zedelghem“ habe ich auch schon angefangen, gefällt mir sehr gut, wie Robert Frobisher da an Sixsmith schreibt. Ganz anderer Stil, prinzipiell leichter zu verstehen, aber dafür tauchen einige Fachbegriffe aus dem Bereich Komponieren / klassische Musik auf, die mir nicht geläufig sind. Habe beim Lesen dieser Briefe immer irgendwie das Bild von Ben Whishaw vor Augen, der Frobisher in der Verfilmung spielt – passt aber total zu dem Schreibstil!

Gutes Casting!

 

 

4. „The Road“ (Cormac McCarthy): Die Kollegin, die mich mit ihrem Link auf die Idee meiner Blogparade „Einmal und nie wieder“ gebracht hat, ist schuld! Nachdem ich zugeben musste, dass ich den Film The Road (mit Viggo „Aragorn“ Mortensen), der in der Liste bei wordandfilm auftauchte, noch gar nicht gesehen habe, hat sie mir empfohlen, auf jeden Fall erst das Buch zu lesen – und es mir auch gleich ausgeliehen.

 

5. „Americanah“ (Chimamanda Ngozi Adichie): Ein Tipp einer Freundin, die ebenfalls Englischlehrerin ist und – wie ich – eher Amerikanistin als Anglistin ist. Hier geht es – verkürzt gesagt – um die Erfahrungen, die eine Nigerianerin (so wie die Autorin) als Schwarze in den USA macht, die sie dann auch als Bloggerin veröffentlicht. Soll ein sehr interessanter und auch unterhaltsamer Blick „von außen“ auf die amerikanische Gesellschaft und auch auf das Selbstbild von „African Americans“ sein.

Eigentlich ist der Sinn eines solchen „Stöckchens“, dass man es weiterwirft, aber ich verfolge da immer nicht so genau, wer wobei schon mitgemacht hat. Wer aber will – und noch nicht hat –  ist natürlich herzlich eingeladen, mitzumachen – ich denke da z. B. an Nummer Neun, Filmschrott, schauwerte und couchkartoffelchips! 🙂

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6 Antworten zu 5 Bücher für 2014

  1. Libertarian Anonymous schreibt:

    …von wegen Benedict Cumberbatch:

    https://i.chzbgr.com/maxW500/6003866624/h0B1E03BF/

    😉

  2. bullion schreibt:

    Oh, da sind ja ein paar tolle Sachen dabei! Die Hitchhiker-Hörbücher würden mich auch reizen, allerdings komm ich mit Hörbüchern nicht so recht klar und meine Gedanken wandern oft – da bleibe ich lieber beim gedruckten Wort… 🙂

    „Cloud Atlas“ und „The Road“ habe ich auch noch irgendwo auf der Liste, wobei ich „The Road“ schon als Film nur schwer zu ertragen, wenn auch sehr gut fand.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich tendiere auch dazu, Hörbücher tatsächlich nur von Büchern herzunehmen, die ich schon gelesen habe. Deswegen sind ja die Hitchhiker-Hörbücher so klasse. Ansonsten habe ich bisher als Hörbuch nur eine Sammlung von drei James Bond-Geschichten. Die Geschichten haben mich dabei weniger interessiert – ich wollte mich von Tom Hiddleston in den Schlaf wiegen, äh, sprechen lassen… 😉

      Aber es kommt echt total auf den Sprecher an! Ich habe mal versucht ein Hörbuch zu „Torchwood“, gelesen von John Barrowman, anzuhören. Das war SO schlecht! Der gute John mag ja vieles können: Singen, Schauspielern… aber als Hörbuchsprecher eignet er sich überhaupt nicht. Mal abgesehen davon, dass die Story auch eher mau war; er hat da mit der Stimme oft eine Spannung aufgebaut, dass du gedacht hast, jetzt passiert gleich was Schlimmes – und dann kam… NICHTS. Damals hab ich mir dann gedacht, OK, also Hörbücher sind nichts für mich. Jetzt wurde ich eines Besseren belehrt. Aber ich steige bestimmt nicht komplett auf Hörbücher um, werde mich vielleicht auch bei Audible wieder abmelden, wenn ich die Hitchhiker-Reihe komplett habe.

      Naja, vielleicht hole ich mir dann noch die „Dresden Files“ gelesen von James Marsters. Aber da muss ich jetzt erstmal in Bd. 1 reinhören, um zu sehen, ob James das gut macht.

  3. Libertarian Anonymous schreibt:

    „The Road“ lief im Sneak Preview, als du mal nicht da warst. 😉 Ich fand ihn sehr gut, aber es ist halt ein echter Feel-Good-Movie (Achtung, Ironie! ;-))

    • singendelehrerin schreibt:

      Ja, ich weiß schon, dass ich den damals verpasst habe. Hatte mich auch geärgert. Diese Woche kann ich übrigens auch nicht… Wehe, da kommt irgendwas Gutes! 😉

      • Libertarian Anonymous schreibt:

        Ach, diese Woche ist wieder Sneak Preview?

        Was ist eigentlich mit Godzilla?? 😉

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