Media Monday #151

Seufz – die heutigen Fragen von Wulf vom Medienjournal drehen sich um Urlaub! Passt zwar hervorragend zum sonnigen Wetter heute hier in München, aber trifft nicht so ganz meine Stimmung…

Trotzdem, hier meine Antworten:

1. Was ist euer liebster Urlaubsfilm (und ich meine damit Filme, die Urlaube wie auch immer thematisieren oder an Urlaubsorten spielen oder oder oder)?

„Oder oder oder“ – damit wird das Feld aber ganz schön weit! Spontan ist mir allerdings Dirty Dancing eingefallen – DER Urlaubsfilm aus meiner Jugend. Ach, wie romantisch und aufregend war das: da muss die arme Baby (Jennifer Grey) mit ihren Eltern in das fürchterliche Sommercamp fahren – und trifft dort ihre große Liebe in Form eines tanzenden Patrick Swayze. Kann es einen besseren Urlaub geben? 😉

2. Welche Art von Buch ist euch für den Strand die liebste?

Etwas Spannendes, einigermaßen leicht zu Lesendes, etwas, auf das man sich also noch konzentrieren kann, wenn nebenan Kinder toben oder Beachball gespielt wird. Gut ist es auch, wenn das Buch in „appetitliche Häppchen“ eingeteilt ist, sodass man z. B. ein Kapitel gut zu Ende lesen kann, bevor man zum Schwimmen geht. Aus diesem Grund habe ich früher Ken Follett gerne im Urlaub gelesen, aber irgendwann hatte ich mich an ihm „überlesen“. Mache ich deswegen nicht mehr so oft Strandurlaub?  

3. Von welcher Stadt würdet ihr euch wünschen, dass sie einmal Handlungsort eines Films (oder einer Serie, eines Romans) wäre und warum?

Vancouver! In diese Stadt habe ich mich bei meiner Reise nach Washington State und British Columbia vor drei Jahren verliebt. It was love at first sight! Zwar werden dort viele Serien und Filme produziert, aber die Stadt selbst als Ort – zwischen Meer und Gebirge liegend – habe ich noch kaum in irgendeinem Film entdeckt. Übrigens: mein Titelbild/Banner mit den Stoppschildern habe ich in Vancouver geschossen! 🙂

4. Ähnliches Szenario wie Frage 3: Welche Stadt würdet ihr im Rahmen eines Katastrophenfilms liebend gerne zerstört werden sehen und warum?

Alles, nur nicht New York! 😉 Gefühlt spielt ja eh jeder zweite Film und jede zweite Serie in New York City, und obwohl ich die Stadt auch mag, muss sie nicht schon wieder zerstört werden – zumal solche Szenarien (NYC betreffend) in der Post 9/11-Zeit für mich auch etwas schwer zu ertragen sind.

Was von mir aus immer wieder gerne in einem Katastrophenfilm zerstört werden darf, ist Los Angeles. Gab’s natürlich auch schon zu Hauf, und leider gibt es dort ja auch reale Gefahren (Erdbeben und Waldbrände), aber ich mag diese Stadt einfach nicht. Ich war 1990 dort bei meiner ersten USA-Reise und fand die Stadt an sich furchtbar, weil sie so weit auseinandergezogen war. Klar, Venice Beach war cool, Disneyland war klasse und der Walk of Fame war spannend, aber die Stadt an sich rangiert sehr weit hinten auf der Liste der amerikanischen Großstädte, die ich kenne

5. Es gilt spontan zu verreisen und ihr wisst nicht, was und ob man vor Ort unternehmen kann. Was – in punkto medialer Erzeugnisse jeder Art – muss folglich auf jeden Fall mit, um möglicher Langeweile entgegenzuwirken?

Ah, das passt zu meiner letzten Syltreise. An der Nordsee muss man ja auch dafür gewappnet sein, dass man mal ein paar Tage nicht raus kann, wegen Sturm und/oder Regen. Also müssen Bücher (E-Books und/oder „Old-school“-Bücher) mit. Kino in Originalversion gibt’s da auch nicht, also geht das Netbook mit und ein paar Serienfolgen oder Filme. Und zum Einschlafen (oder auch für die Anreise im Zug) derzeit unerlässlich: Hörbücher (z. B. die The Hitchhiler’s Guide to the Galaxy-„Trilogie“, Band 2-5 von Martin Freeman ausgesprochen unterhaltsam gelesen), oder Hörspiele (z. B. Cabin Pressure mit Benedict Cumberbatch). 

6. Niederländische Filme habe ich noch nicht so viele gesehen; einige wenige meist auf dem Fantasy Filmfest, und dann aber oft richtig gut, wie z. B. Blind , oder The Last Days of Emma BlankAllerdings hat mich der niederländische Beitrag zu den diesjährigen FFF Nights weniger überzeugt: APP.

7. Mein zuletzt gesehener Film war The Two Faces of January (Die zwei Gesichter des Januars) mit Viggo Mortensen, Kirsten Dunst und Oscar Isaac (in der Sneak Preview am Freitag) und der war trotz der hervorragenden Besetzung eher mittelmäßig , weil mich der Film emotional nicht abgeholt hat. Irgendwie gab es keine richtige Identifikationsfigur. Vielleicht demnächst noch mehr, sollte ich mich zu einer Kritik aufraffen können. Interessant finde ich, dass der Film die erste Regiearbeit (in Spielfilmlänge) von Hossein Amini ist. Er hat auch das Drehbuch geschrieben, und wie ich gerade nachgelesen habe, hat er von ganz unterschiedlich guten Filmen das Drehbuch geschrieben (eine Auswahl): Shanghai (2010) – mittelmäßig, Drive (2011) – großartig, 47 Ronin (2013) – schlecht.

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18 Antworten zu Media Monday #151

  1. singendelehrerin schreibt:

    Bevor hier die ersten Klagen kommen, so bzgl. ob man nicht mal Serien und Filme zu Hause lassen kann im Urlaub: ich spreche hier eher von einem Urlaub, den ich alleine antrete! Außerdem kann ich nachts manchmal nur schlecht einschlafen – wenn alle anderen schon tief schlummern.

  2. mwj schreibt:

    Trittst du deine Urlaube immer allein an?

    http://mwj2.wordpress.com/2014/05/19/media-monday-151/

    • singendelehrerin schreibt:

      Nein, nicht immer. Aber auf Sylt z. B. bräuchte ich tagsüber gar keine Begleitung – ich kenne die Insel inzwischen schon so gut, dass ich sie gerne „für mich“ habe. Abends ist es dann allerdings schon schön, wenn man mit jemandem gemeinsam Essen gehen kann. So war auch mein letzter Sylt-Urlaub mit einer Freundin: tagsüber hat jeder sein eigenes „Programm“ gemacht und spätestens zum Abendessen haben wir uns wieder getroffen. Perfekt!

  3. bullion schreibt:

    Vancouver klingt toll! Will ich auch irgendwann noch hin. War in Kanada bisher nur in Toronto – und das war auch schon nett. Wenn ich alleine Verreisen würde, dann hätte ich bestimmt auch mehr Unterhaltung dabei – ist doch ganz normal! Und selbst so könnte ich nie ohne Buch wegfahren, keine Chance.

    • singendelehrerin schreibt:

      Vancouver und Vancouver Island waren meine ersten Trips nach Kanada – und ich hoffe, nicht meine letzten! Ich habe 1994 – oh, wow, das sind jetzt genau 20 Jahre her – mal zwei Monate im Mount Rainier National Park (Washington State) gejobbt und es dann leider nicht geschafft, mal nach Kanada hochzufahren. Das hab ich dann 2011 endlich nachgeholt, mit einer älteren Dame, die ich 1994 beim Wandern auf dem Mount Rainier kennengelernt habe. 🙂

      Und danke für dein Verständnis, was die Unterhaltungsmedien im Alleinurlaub anbelangt! 🙂 Und ohne Buch geht eh nie…

  4. Libertarian Anonymous schreibt:

    „Continuum“ spielt übrigens in Vancouver…

    😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Ach! Muss ich wohl mal reinschauen. 🙂 Die Schauspielerin aus dieser Serie, deren Namen dir nicht eingefallen ist, hätte mir übrigens eh nichts gesagt. 😉

  5. DieFilmguckerin schreibt:

    Ach ja, ein Urlaub mit Patrick Swayze – das geht in der Tat nicht besser!

  6. olivesunshine91 schreibt:

    „Dirty Dancing“ war auch mein zweiter Gedanke – ist irgendwie einer der Urlaubsfilme schlechthin: Urlaub wie im Sommercamp (nur mit Familie) und der eine gutaussehende Typ, mit dem man unbedingt eine Sommerromanze erleben will 😉

  7. Robin Urban schreibt:

    Ken Follett wiederholt sich wirklich mit der Zeit ziemlich. Immer diese eeeewig dauernden Liebesgeschichten, in denen die Pärchen nach tausend Hindernissen oft erst nach Jahrzehnten zueinander finden… naaaaja. Trotzdem mag ich ihn immer noch sehr, weil er, ob man’s glaubt oder nicht, in puncto historische Akkuratesse der vielleicht beste Romanautor ist (der trotzdem noch spannende Storys hinkriegt!).

    Ansonsten hat mich das Urlaubsthema grade auch kalt erwischt. Ich will weg! *seufz*

    • singendelehrerin schreibt:

      Zu Ken Follett in puncto „historische Akkuratesse“: Ich fand aber zum Teil die Sprache, die er seine Protagonisten in „World Without End“ verwenden ließ, gar nicht historisch akkurat, da wurde z. B. „f*ck“ verwendet, das erst für später schriftlich belegt ist, und ich glaube, ich habe damals auch bzgl. „abortion“ recherchiert und meine, dass das auch erst später mit der heutigen Bedeutung verwendet wurde. Nun bin ich beileibe keine explizite Sprachwissenschaftlerin, aber das ist mir damals einfach beim Lesen komisch vorgekommen und ich habe dann versucht, herauszufinden, ob meine Skepsis berechtigt ist.

  8. oldboyrap schreibt:

    Zu 4: Wer schöne Städte sehen will, geht auch nicht in die hässliche USA. Vor allem wenn man gern sympathische Länder mit sympathischen Leuten mag – gaaaanz großen Abstand zur USA halten 😀
    Zu 7: Hm, mal schauen, was bei mir in der Sneak am Montag läuft, ich hoff was Besseres 😛 Wobei bei uns in der Sneak soooo viel Crap läuft

    • singendelehrerin schreibt:

      „Zu 4: Wer schöne Städte sehen will, geht auch nicht in die hässliche USA. Vor allem wenn man gern sympathische Länder mit sympathischen Leuten mag – gaaaanz großen Abstand zur USA halten“

      GANZ schwieriges Terrain bei einer Amerikanistin! 😉 Ich liebe Chicago, Seattle und New York. Und mit so Pauschalurteilen über ein ganzes Land und seine Einwohner kann ich ganz und gar nichts anfangen.

      • oldboyrap schreibt:

        Gut, wenn ich sage, ich verachte die USA, meine ich damit, ich verachte die Red States.
        Die restliche Kultur verachte ich nicht, aber ich kann mit Amerika einfach so null komma gar nichts anfangen 🙂 Ich bin eher an der östlichen Welt orientiert und von deren Kultur fasziniert.

  9. Stepnwolf schreibt:

    Deine Abneigung gegenüber Los Angeles kann ich nachvollziehen. Ich konnte dieser Stadt auch nicht wirklich etwas abgewinnen. Und Vancouver steht immer noch auf meiner To-see-Liste. Ich habe nämlich das Gefühl, das ich mich in der Stadt wohl fühlen könnte. 🙂

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