One Chance (David Frankel, UK/USA 2013) – Kurzkritik

Ein Film über Paul Potts (wunderbar gespielt von James Corden, der äußerst erfolgreich auf Londons Bühnen schauspielert), der über „Britain’s Got Talent“ seinen Traum, Oper singen zu dürfen, wahrgemacht hat. Oh Mann, wen interessiert das? Mit diesen Gedanken hätte ich den Film One Chance sicher nicht auf meine „Must-see“-Liste gesetzt. Was für ein Glück, dass dieser Film in der Sneak Preview kam!

Sicher, er ist kein filmisches Meisterwerk, über das man noch Jahre später reden wird. Aber er ist einer dieser Filme, die mich einfach mit einem Lächeln auf dem Gesicht das Kino verlassen lassen, weil ihre „Botschaft“ so „uplifting“ ist, dass man – zumindest für einen Moment – wieder daran glaubt, dass man alles erreichen kann, wenn man es nur will. Und das Ganze rübergebracht mit Witz, authentischen Charakteren, und Gefühl, ohne kitschig zu werden. Das einzige, das mir nicht gefallen hat, war der Popsong zum Schluss – von Taylor Swift.

Was mich absolut kalt erwischt hat, war, wie mich das „Nessun Dorma“, das Paul Potts bei „Britain’s Got Talent“ gesungen hat (im Film wurde die Ton-Originalaufnahme verwendet und das Originalfilmmaterial der Reaktion der Jury und des Publikums), umgehauen hat. Wie der Frau in der Jury, sind mir im Kino die Tränen runtergelaufen, obwohl ich gar kein großer Opernfan bin. Unglaublich!!!

Zur Erinnerung, hier das Original von 2007:

 

Paul Potts gebe ich für diese Arie 10 von 10 Punkten, dem Film über seine Geschichte (mit fiktionalen Elementen und Figuren angereichert) 7,5 von 10!

 

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5 Antworten zu One Chance (David Frankel, UK/USA 2013) – Kurzkritik

  1. Nummer Neun schreibt:

    Wow so eine gute Wertung hätte ich nicht erwartet. Als ich den Trailer gesehen hatte war ich etwas – sagen wir mal – erstaunt darüber, dass man die Geschichte überhaupt verfilmt? Und dann anscheinend auch noch so gelungen?

    • singendelehrerin schreibt:

      Das ist sicherlich Geschmackssache! Viele Kritiker sind ja eher nicht so begeistert. Für mich war der Film genau das, was ich an dem Abend gebraucht hatte. Und es ist außerdem irgendwie immer anders, wenn man an einen Film ohne jede Erwartung rangeht. Und vielleicht sehe ich – was „Wenn-du-nur-daran-glaubst-kannst-du-alles-erreichen“-Geschichten aus dem Bereich der Musik anbelangt – auch ein bisschen durch die rosarote Brille… 😉

  2. oldboyrap schreibt:

    Mein Kommentar ist schnell geschrieben: Nicht gesehen, interessiert mich deshalb nicht, weil ich sämtliche Castingshows verachte. Zu dem Thema schau ich lieber „God Bless America“ noch 5mal 😛

    • Libertarian Anonymous schreibt:

      Die Castingshow spielt in dem Film nur eine absolute Nebenrolle. Es geht eigentlich um die Person Paul Potts und seine Biographie.

      Allerdings ist der Film m.E. eher mittelmässig, man muss ihn sich also trotzdem nicht anschauen… 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      oldboyrap, ich bin auch gar kein Fan von Castingshows – und hab mich im Übrigen bei „God Bless America“ damals auf dem Fantasy Filmfest köstlich amüsiert (auch wenn ich bei der Szene im Kino schon bissl geschluckt habe, weil das FFF so kurz nach dem „Dark-Knight Massacre“ war). Ich hab das auch damals mit Paul Potts nicht weiter verfolgt. Trotzdem muss ich einfach neidlos anerkennen, dass er mit dieser Arie wohl Fernsehgeschichte geschrieben hat. Und – im Gegensatz zu den Möchtegern-Popsternchen, die in deutschen Castingshows in den Himmel gehoben werden, nur um spätestens nach einem Jahr als Sternschnuppe auf dem Weg nach unten zu verglühen – tourt er immer noch (gerade in den USA).

      Ja, vielleicht kann man den Film als Werbung für Castingshows betrachten (Simon Cowell ist tatsächlich einer der Produzenten) und deshalb den Film ablehnen. Damit kann ich leben – ICH mochte ihn trotzdem!

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