Media Monday #149

Nach einer mental und körperlich äußerst anstrengenden Woche mit einem Ergebnis, das sich sehen – und hören – lassen konnte, habe ich heute tatsächlich Zeit, rechtzeitig am Media Monday teilzunehmen. Eigentlich wollte ich „Zeit und Muße“ schreiben, aber bei letzterem wird sich erst noch herausstellen, ob ich überhaupt vom Kopf her so frei bin, dass mir was Sinnvolles zu den äußerst interessanten Aufgaben in dieser Woche einfällt – bevor ich einen Mittagsschlaf einlege…

Media Monday #149

1. Könnte ich die Filmfigur Magic Mike im wahren Leben einmal treffen, müsste ich sie unbedingt einmal fragen, ob er einmal ganz für mich alleine tanzt. 😉  (Tut mir Leid, wenn das so eine profane Antwort ist, es fällt mir gerade unheimlich schwer, mich a) auf eine Figur zu beschränken und b) dann irgendwas Tiefsinniges erfahren zu wollen. Seit ich Holodecks „kenne“, fand ich immer, dass es toll wäre, wenn es das wirklich gäbe, damit ich auf diese Weise in Filmen mitspielen könnte und diese ganzen tollen männlichen Charaktere kennenlernen könnte… Fangirl halt…)

2. Das Franchise von Pirates of the Caribbean möge man bitte schnellstmöglich beerdigen, weil man ja eigentlich aufhören sollte, wenn’s am schönsten ist. Dieser Punkt ist schon längst überschritten. Außerdem will ich Johnny Depp auch mal wieder in „normalen“ Rollen sehe, so genial schräg auch sein Captain Jack Sparrow ist.

3. Wenn die Zeit nicht immer so knapp wäre, hätte ich schon längst einen Blick auf all die Filme und Serien geworfen, die ich mir in letzter Zeit zugelegt habe (u. a. Cloud Atlas , Moonrise Kingdom, Top of the Lake), aber zur Zeit bin ich schon froh, dass ich endlich die erste Staffel von House of Cards angesehen habe.

4. Am meisten in Filmen nervt mich ja die Klischeefigur der/des „hässlichen Entleins“ (Mädel oder Frau mit Brille), die allein nur dadurch, dass man ihr die Brille abnimmt, zum wunderschönen Schwan wird, wie zum Beispiel in … (da fällt mir grad kein explizites Beispiel ein), weil ich mich da – als Brillenträgerin! – immer etwas diskriminiert fühle. Warum zum Teufel setzt man dem Mädel nicht einfach eine SCHÖNE Brille auf???

5. Das Ende von Gladiator mit dem Tod von Maximus hat mich tief bewegt, weil dieses Ende gleichzeitig traurig und hoffnungsvoll ist: Maximus stirbt, aber er wird seine Familie wiedersehen; und dadurch, dass er Commodus getötet hat, kann Lucilla ohne Angst weiterleben und ihr Sohn ist gerettet. Und dann kommt da noch dieser Satz von seinem Freund Juba (sinngemäß): „We’ll see each other again. But not yet.“ Egal, ob man an ein Leben nach dem Tod glaubt: wenn man diesen Film ansieht, will man daran glauben – for Maximus’s sake! 

6. Hätte man mich bei (sorry, dass ich schon wieder diesen Film erwähne) The Hobbit: The Desolation of Smaug ein Wörtchen mitreden lassen, hätte ich vermutlich – nein: ganz sicher – als allererstes verhindert, dass die unsägliche „Smaug-lässt-sich-von-einer-Handvoll-Zwergen-an-der-Nase-herumführen“-Szene gedreht wird!

7. Zuletzt gelesen habe ich im TIME Magazine, dass Benedict Cumberbatch unter die „100 most influential people“ gewählt worden ist und das war eine große Freude für mich, weil ich ihm so sehr wünsche, dass sein enormes Talent weltweit anerkannt wird. Außerdem ist die Laudatio von Colin Firth im letzten Teil außerordentlich zutreffend und witzig: 

It’s rare to the point of outlandish to find so many variables in one actor, including features which ought to be incompatible: vulnerability, a sense of danger, a clear intellect, honesty, courage – and a rather alarming energy. I take no pleasure in feeling humbled, but there’s no getting around it.

He must be stopped.

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15 Antworten zu Media Monday #149

  1. Zeilenkino schreibt:

    Oh ja, das Brillenträgerinnen-Klischee ist auch nervig – zumal mit dem Abnehmen der Brille plötzlich diejenige auch perfekt geschminkt und frisiert ist. Das passiert bei mir jedenfalls nie, wenn ich meine Brille abnehme. Ich seh dann nur nichts mehr. 😉

    Und: ein sehr schönes Zitat von Colin Firth.

  2. Wortman schreibt:

    Wer issen Magic Mike? Redest du etwa von Dirty Dancing? 😉 *brrr*

    Punkt 4 – da muss ich echt mal drauf achten 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Magic Mike aus dem gleichnamigen Film, gespielt von Channing Tatum, den ich seitdem mit ganz anderen Augen sehe… 😉 Und: „dirty“ ist es schon, was er macht: http://www.youtube.com/watch?v=8AnW97qET4E Ja, ich gestehe: ich stehe auf Männer, die tanzen können, das ging früher bei Michael Jackson los, dann über Patrick Swayze in, ja, „Dirty Dancing“, bis hin zu Justin Timberlake und Usher. Für Tanzen à la „Chippendales“ hatte ich bisher nicht viel übrig, aber in „Magic Mike“ ist das schon heiß, was die so zeigen… auch wenn mich die Kreischerei der Frauen nervt. Ich würde einfach still genießen. Ach was, ich möchte am liebsten mittanzen! 😉

  3. Libertarian Anonymous schreibt:

    Also das mit den „hässlichen Entlein“ mit Brille ist halt einfach ein dramaturgischer Trick, der auf einer Art „abstraktem Vorurteil“ beruht, nicht auf der Erscheinung der konkreten Darstellerin. Der Witz ist ja, dass die i.d.R. auch mit Brille (auch wenn es vielleicht absichtlich kein besonders vorteilhaftes Modell ist) nicht „hässlich“ aussehen.

    Bei Männern gilt manchmal ähnliches, besonders in Kombination mit Bart. Wenn du jetzt mal einfach fragst (ohne konkretes Bild), ob Frau X einen Mann MIT Bart und Brille oder lieber ohne hätte, dann werden die meisten wohl antworten ohne.

    Ist aber irgendwie blöd, denn dann geht ihnen der hier nämlich auch durch die Lappen: http://content.hollywire.com/sites/default/files/ryan-gosling-glasses.jpg

    (Sabberlätzchen reich‘)

    😉

    • singendelehrerin schreibt:

      *tupf*

      Ich hab gar nichts gegen Männer mit Bart und/oder Brille. So einen Dreitagesbart z. B. ziehe ich meistens einem glattrasierten Gesicht vor.

      Aber du brauchst dich gar nicht als Gleichstellungsbeauftragter für Männer hier „aufspielen“ 😉 – Fakt ist, dass das Klischee mit dem bebrillten Mauerblümchen viel weiter verbreitet ist als das, was du nennst.

      Ach, und danke, dass du mir erklärt hast, dass das ein „dramaturgischer Trick“ ist – boah ey, echt jetzt, oder was? 😛

      • Libertarian Anonymous schreibt:

        „Trick“ halt deswegen, weil das mit der Brille teilweise auf Suggestion beruht – im Unterschied zu Veränderungen wie Make-Up oder Frisur. Obwohl, bei den Frisuren gibt’s ja auch eine Frisur mit „Symbolcharakter“, noch schlimmer als eine Brille: Den Dutt. 😉 Da gibt’s sogar eine „King of Queens“-Folge dazu…

        Warum momentan so zickig, macht sich der Sneak-Preview-Entzug langsam bemerkbar…? 😉

  4. bullion schreibt:

    Die Brillensache ist tatsächlich ein wenig nervig. Allerdings wird dieses Klischee heute auch bewusst klischeehaft übertrieben eingesetzt, was ich schon wieder witzig finde. Aber ich finde Frauen mit Brillen auch attraktiv bzw. auch nicht mehr oder weniger als ohne… und Männer sowieso, aber was red ich? Bin ja selbst Brillenträger. Mit Bart. Hmm… so irgendwie macht mir der Eintrag gerade keinen Mut… 😉

  5. mwj schreibt:

    Du Glückliche! Du hast die Zeit einen Mittagsschlaf zu halten! Das habe ich bestenfalls am Freitag, wenn überhaupt.

    Zu 6. Hättest du wie ich auch nur zwei Filme gemacht? 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Bzgl. Mittagschlaf: oft krieg ich das nicht unter, und wenn, dann muss ich die Arbeit halt dann abends erledigen. Aber heute fühl ich mich eh etwas kränklich. 😦

      Und ja, ich hätte auch nur zwei Filme aus dem „Wälzer“ gemacht.

  6. katrindoerksen schreibt:

    Achja, Fluch der Karibik und der gute Johnny. Schade drum, der erste Film der Reihe war ja wirklich noch ganz hübsch.
    Und vielen Dank übrigens für die Erwähnung der Brillenmädchen! Yeah, hier sitzt auch eins! Aber das gibts es ja wirklich immer wieder von „Plötzlich Prinzessin“ und Co bis zu dieser Telenovelas mit Alexandra Neldel. Wenn sie dann „hübsch werden“, ist die Brille immer wie von Zauberhand verschwunden. Und dann wundern, wenn kleine Mädchen verschweigen, dass sie die Schrift vorn an der Tafel nicht lesen können.

  7. oldboyrap schreibt:

    2. Er spielt doch immer noch viele „normale“ Rollen.
    3. „Cloud Atlas“ anschauen, beste!
    4. Das Problem ist einfach, dass alle Mädchen schön sind 😀 Somit ist für mich dieser Charakter der absolut unglaubwürdigste in jedem Film – das Mädchen, für das sich kein Junge interessiert. Mädchen haben aber, soweit ich denken kann, IMMER jemand, der ihnen hinterhergafft 😀
    5. „Gladiator“ hab ich glaub direkt nach dem Sehen komplett vergessen. Total belanglos für mich, der Film.
    6. Bis heute nicht gesehen, weil ich den ersten Hobbit echt schrecklich fand.
    7. Ist ein guter Schauspieler, was an ihm „influential“ sein soll… ka 😀

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