House of Cards: Season 1

Manchmal fragt man sich ja, wenn eine Serie so hoch gelobt wird, ob an dem Hype wirklich was dran ist. Bei House of Cards ist das Lob ABSOLUT berechtigt. Ich habe ein paar Folgen gebraucht, aber jetzt bin ich „completely hooked“!

Kevin Spacey. Dieser Mann bringt es fertig, dass man Frank Underwood gleichzeitig bewundert und verabscheut, dass man sich von ihm angezogen fühlt, obwohl man weiß, dass er über Leichen geht. Ich würde jederzeit bestreiten, dass mich mächtige Männer anziehen. Durchtrainierte Männer – ja. Männer, die tanzen können – ja. Schlagzeuger – ja. Tom, Benedict, Alex, Ryan – ja. Aber Kevin Spacey als machtgeiler, manipulativer Politiker? OH JA, das ist unglaublich sexy! Und wenn es dann noch zwischendrin mal eine Folge gibt, in der man den Eindruck bekommt, dass Underwood doch auch eine menschliche Seite hat, dass er einmal von Herzen spricht, statt kalt und berechnend, dann wird man wieder in die Irre geführt – bis er dann etwas tut, das alle Grenzen überschreitet… Aber ist Underwood der einzige, der nur auf seinen Vorteil aus ist und andere manipuliert? Nein, das gilt genauso für die Journalistin Zoe Barnes (Kate Mara) und Underwoods Ehefrau Claire (Robin Wright). Und für so ungefähr alle anderen „Players“…

Ich bin ja eher Amerikanistin als Anglistin und war schon begeistert von The West Wing, was mein Interesse an der amerikanischen Politik noch verstärkt hat. Nun übertreibt House of Cards sicherlich – oder hoffentlich – ein bisschen, was das wortwörtliche „Über-Leichen-Gehen“ anbelangt, aber es ist extrem spannend zu sehen, was alles hinter den Kulissen im Politikbetrieb abläuft – oder ablaufen könnte.

Was außerdem eine sehr interessante Idee ist, dass Underwood immer wieder direkt in die Kamera zu den Zuschauern spricht, sodass wir immer mehr über seine Absichten wissen, als seine Gegenspieler.

Absolute Empfehlung, aber Achtung: hoher Suchtfaktor!

 

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Eine Antwort zu House of Cards: Season 1

  1. bullion schreibt:

    Die Serie steht auch bei mir (kurz?) davor gesehen zu werden. Ich habe ja „The West Wing“ über alles geliebt und bin nun gespannt, was diese düstere und weniger idealistische Variante bringt. Was du schreibst klingt auf jeden Fall gut!

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