Media Monday #148 – verspätet

Nach dem gefühlt längsten Montag aller Zeiten – über 13 Stunden „im Auftrag der Schule unterwegs“ (frei nach Blues Brother); und das nach ca. fünf Stunden Schlaf – war ich auch gestern noch so fertig, dass ich erst heute dazukomme, die Fragen von Wulf zu beantworten. Keine Ahnung, ob das „erlaubt“ ist, noch mit zwei Tagen Verspätung teilzunehmen, aber ich finde die Fragen zu interessant, um den Media Monday #148 einfach ausfallen zu lassen.

Media Monday #148

1. Die beste Film-Szene, die in Berlin spielt, ist bestimmt aus Der Himmel über Berlin von Wim Wenders, auch wenn ich mich kaum noch daran erinnern kann..

2. Zusammen mit gleichgesinnten Freunden in der Sneak Preview entweder weit vor Bundesstart einen guten Blockbuster zu  sehen (so geschehen mit The Dark Knight 2008) oder dabei einen außergewöhnlichen Film zu sehen zu bekommen, von dem man noch nichts (oder nicht viel) gehört hatte (so z. B. Babel 2006 oder Slumdog Millionaire 2008), ist für mich der perfekte Filmeabend.

3. Die Musik von Howard Shore macht einen nicht unbeträchtlichen Teil der Faszination von der Herr-der-Ringe-Trilogie aus, weil sie in den unterschiedlichen Themen für die verschiedenen Völker etc. genau die richtigen Assoziationen und Gefühle weckt. Wie regelmäßige Leser meines Blogs wissen, habe ich die Musik ja schon selbst gesungen und dadurch noch einen viel tieferen Einblick darin bekommen, wie genau Howard Shore das durchdacht hat.

4. Wie ich Filme schaue und erlebe, hat sich durch das Internet/die sozialen Netze vor allem dahingehend verändert, dass ich mich nicht mehr nur – wie als Kind und Jugendliche – darauf beschränke, Ausschnitte aus der Fernseh- oder Kinozeitschrift auszuschneiden, um sie in ein Heft zu kleben und mit 1-3 Sternen zu bewerten, sondern meine Kritik hier im Netz mit anderen teilen kann und gleichzeitig auch mehr unterschiedliche Kritiken dazu einholen kann. Tatsächlich gehe ich aber fast mit weniger Infos in die Filme rein als früher, weil ich mir selbst eine „Spoiler-Sperre“ auferlegt habe, und meist weder Trailer noch Kritiken vorab lese.

5. Folgendes klingt vielleicht ein bisschen so, als tue ich so, als sei ich ganz selbstlos. Sicher habe ich auch viele Träume, aber entweder sind sie zu fangirlig 😉 , oder zu privat, also wünsche ich mir etwas für meinen Bruder.

Wenn ich die Chance hätte, zu erleben, wie mein Bruder mit seiner Band Your Careless Spark (siehe meine Einträge hier , hier und hier) vor einem RICHTIG GROSSEN Publikum spielt und die Fans – wie bei Robbie Williams – laut seine besten Hits mitsingen, ginge damit ein Traum für mich in Erfüllung.

6. Nicholas Cage scheint die besten Tage hinter sich zu haben, weil – mit Ausnahme von Kick-Ass – die letzten Jahre sein Name in der Besetzungsliste quasi ein Garant für mittelmäßige bis schlechte Filme war.

7. Zuletzt gesehen habe ich am Montag die Durchlaufprobe des Theaterstücks „Und dann gab’s keines mehr“ (Agatha Christie), das in Kooperation von Theatergruppe und Chor/Band (musikalische Leitung: ich) am Freitag aufgeführt werden wird und das war spannend und anstrengend, weil man schon gesehen hat, welche Arbeit alle Beteiligten da hineingelegt haben und es das erste Mal war, dass wir gemeinsam geprobt haben. Es war aber auch noch lange nicht perfekt, und es strengt ganz schön an, die Verantwortung dafür zu haben, dass dann am Aufführungstag das Publikum auch etwas zu sehen und hören bekommt, das ihm gefällt!


7 Gedanken zu “Media Monday #148 – verspätet

  1. Hach, sehr schön! Das mit den TV-Zeitschriften habe ich damals auch so gemacht: Ausgeschnitten, geklebt, auf der alten Schreibmaschine meiner Mutter sogar eine Kritik geschrieben und in einen Ordner gepackt. Ist beim Umzug nur leider irgendwie verschüttet gegangen…

    1. Da stellt man fest, wie früh da schon die Weichen gestellt werden, und wie wenig man sich letztendlich verändert. Ich muss mal das nächste Mal, wenn ich bei meinen Eltern bin, auf dem Dachboden schaun, ob da der Schnellhefter noch irgendwo liegt. Da wir eher eine „Sammler-Familie“ als eine „Wegwerf-Familie“ sind, stehen die Chancen gar nicht so schlecht… 😉

  2. Hmm, interessante Antworten. Aber wenn für dich schon „Babel“ und „Slumdog Millionaire“ unbekannte Filme sind, musst du aber noch viiiiiiiel viiiiiiel nachholen 😀

    1. Da hast du mich wohl missverstanden. Zu dem Zeitpunkt, als die damals in der Sneak Preview kamen, wusste man hierzulande noch gar nichts über die Filme. Insbesondere bei „Slumdog“ war das so.

      1. Ich bin wahrscheinlich zu jung, um mich dran zu erinnern, aber ich glaubs irgendwie nicht, weil sich Inarritu und Boyle damals beide schon Namen gemacht haben, aber kann mich auch täuschen 🙂

  3. Der ganze Film „Der Himmel über Berlin“ ist die beste Filmszene zu und über Berlin. 😉 Obwohl mir „Oh Boy“ als neuerer Vertreter der Berlin-Ansichten und -Mentalitäten auch äußerst gut gefallen hat.

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