Neue deutsche Rechtschreibung?! #2

In der letzten Schulaufgabe vor dem Fachabitur (12. Klasse) habe ich bei der Aufgabenform Mediation (Fragen zum englischen Text müssen auf Deutsch beantwortet werden) folgende Perlen deutscher Rechtschreibung gefunden:

Privatsfähre

vorfährts

foran

 

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6 Antworten zu Neue deutsche Rechtschreibung?! #2

  1. filmschrott schreibt:

    Hach, ich liebe ja das deutsche Rechtschreibreformkauderwelsch – hm, kurz überlegen, geht das bei der singenden Lehrerin als Wort durch? – aber manchmal frage ich mich dann doch, ob du nicht statt die 12. eher Klasse 1.2 unterrichtest.
    Aber danke für diese grandisosen Wortbildungen, die mir – und das ist kein Witz – schon hin und wieder geholfen haben, die ein oder andere Wortkonstruktion für meinen Roman zu entwickeln.

    • singendelehrerin schreibt:

      Oh, die Fehler – ich meine: Wortneuschöpfungen – meiner Schüler inspirieren dich für deinen Roman?! Wow! Das muss dann aber schon in die Widmung rein… 😉

      Gegen Neologismen oder typisch deutsche „Wortmonster“ wie „Rechtschreibreformkauderwelsch“ habe ich gar nichts! Ich liebe es, wenn jemand kreativ mit Sprache umgeht, auch wenn ich insgesamt da den englischsprachigen Raum als noch kreativer empfinde. Ich lese halt auch kaum deutschsprachige Autoren. Aber diese langen Wörter sind ja schon eine Spezialität des Deutschen. Ganz witzig dazu: Ich habe mal dem TIME Kolumnisten Joel Stein (er hat einen wunderbaren Humor) eine Fanmail geschrieben, in dem ich ihm u.a. dafür gedankt habe, dass er mich die englische Sprache noch mehr lieben lässt, als ich es ohnehin schon tue. Seine Antwort (ja, ich habe tatsächlich eine bekommen!) war, dass bei ihm von meiner „very flattering“ Mail am meisten hängengeblieben ist, dass ich durch ihn die englische Sprache noch mehr liebe „even though our words are so short“. Was für ein herrlicher Seitenhieb auf diese Tendenz der Deutschen, solche Wortschlangen zu bilden!

      • filmschrott schreibt:

        Zum Roman inspirieren ist vielleicht etwas übertrieben. Aber im Internet stößt man ja immer wieder über solche Worte, bei denen man erst mal denkt, wie traurig es eigentlich ist, dass die Leute es nicht besser wissen. Und dann formt sich daraus manchmal eine kleine Idee. Ob diese dann letztlich umgesetzt wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
        Aber alleine aus einem Wort wie Privatsfähre ließe sich wohl eine ganze Geschichte bilden.

  2. Nummer Neun schreibt:

    Privatsfähre ist aber schon richtig, oder? So wie Privatjet!

    • singendelehrerin schreibt:

      Naja, dann müsste man dann doch das ’s‘ wegstreichen… 😉 Leider wäre es dann aber ein inhaltlicher Fehler: „Die Privatfähre der Kinder ist in Gefahr“ passt leider nicht so GANZ in den Kontext des zunehmenden Internetkonsums der Kinder und Jugendlichen in Entwicklungsländern…

  3. mwj schreibt:

    Ich wollte schon immer mal mit einer Privatsfähre fahren 🙂

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