Singende Lehrerin

Tagebuch einer singenden, film-, serien- und theaterverrückten Lehrerin

Media Monday #145

Seit letztem Montag war ich nicht sonderlich aktiv, zumindest was meinen Blog anbelangt, was u. a. daran lag, dass ich keine besonders große Lust hatte (und habe), den Film aus der letzten Sneak Preview am Freitag zu besprechen. Es lief The LEGO Movie. Auf IMDb und Metacritic überschlagen sich förmlich die guten Kritiken – ich dagegen finde schon das Konzept, Lego-Bausteine und -Figuren DIGITAL zu animieren irgendwie „totally beside the point“.

Gut also, dass ich mit dem Media Monday #145 die neue Woche aktiv beginnen kann.

Media Monday #145

 

1. Ausschlaggebend, um mein Interesse an einem Film (wahlweise auch: Buch) zu wecken, ist zumeist die Besetzung (ich würde ja so gerne „Cast“ schreiben, aber seitdem ich im Duden erfahren habe, dass man tatsächlich das Cast sagt, vermeide ich den Begriff – für mich ist das nämlich der Cast…). Ein Vampirfilm mit Tom Hiddleston und Tilda Swinton? Sehen muss! Ein Film mit Kate Winslet oder Cate Blanchett oder Jennifer Lawrence? Da weiß ich schon mal, dass die schauspielerische Leistung spitze sein wird. Benedict Cumberbatch und Michael Fassbender in einem Film? Her damit!

Ähnlich wichtig ist der Regisseur. Ein neuer Film von Quentin Tarantino oder Joss Whedon (früher auch: von Peter Jackson)? Tickets sofort kaufen! James Cameron bringt einen neuen Film raus? Die Special Effects müssen auf der großen Leinwand gesehen werden (Abzüge beim Plot werden hingenommen…)! 

2. Auf den ersten Blick abstrus scheinende Genre-Verquickungen können zu einem richtig geilen Film führen (z. B. From Dusk Till Dawn).

3. Channing Tatum mag ja schauspielerisches Talent besitzen, aber was er noch viel besser kann, ist TANZEN. Wie er sich in Magic Mike auf der Bühne bewegt hat, war absolut professionell und heiß! Sensationell! Sonst gibt er mir ja nicht sooo viel, aber wenn er tanzt, werde ich schwach…

4. Meinem Mitmachen bei den Live-to-Projection-Aufführungen von HdR-Die Gefährten und HdR-Die Rückkehr des Königs trauere ich noch immer hinterher, denn es war ein wahrgewordener Traum, aktiv Teil von (Film-)Mittelerde zu werden (sehr ausführlich in meinem Probentagebuch beschrieben – siehe Kategorie „Singen“). Wenn ich jetzt die Musik aus diesen beiden Teilen anhöre, kommen mir immer wieder die Tränen – auch, weil ich nach den letzten enttäuschenden Erfahrungen (bei Gladiator-Live to Projection wurde unser Chor nach vier Proben durch einen anderen Chor ersetzt, weil wir zu wenige waren) befürchte, dass das Friedhelm Schnitzler Musikmanagement nicht mehr von München Musik für solche Projekte angefragt werden wird.

5. Das/die Filmplakat(e) zu Sherlock Holmes (2009) mit Robert Downey Jr., das bei unserem Kino bestimmt schon ein halbes Jahr vor Kinostart hing, hat damals so hohe Erwartungen geschürt, dass ich unglaublich enttäuscht war, als dann der Film in der Sneak Preview kam und mich total gelangweilt hat.

6. Her konnte mich endlich mal wieder mit einem ungewöhnlichen Plot überraschen, denn sowohl Ausgangslage (Mann verliebt sich in Betriebssystem) als auch Entwicklung der „Beziehung“, inklusive der Reaktionen der Umwelt, waren erfrischend originell.

7. Zuletzt gelesen habe ich, dass Martin Freeman diesen Sommer als Richard III und Benedict Cumberbatch im Sommer 2015 als Hamlet auf der Bühne in London stehen werden,  und das war aufregend, weil ich beide unglaublich gerne einmal live erleben möchte – und dies wohl auch tun werden kann, weil sie jeweils auch während der Sommerferien spielen werden.


23 Gedanken zu “Media Monday #145

  1. Ja, „Sherlock Holmes“ mit Downey Jr. ist zwar ganz nett und unterhaltsam, aber ziemlich überschätzt und bestenfalls Mittelmaß.

  2. „Magic Mike“ fand ich sehr unterhaltsam und ja, Channing Tatum kann definitiv tanzen. Wenngleich ich bei ihm dennoch nicht schwach werden würde. 😉

    Mit der Vorstellung von Martin Freeman als Richard III. habe ich gerade leichte Schwierigkeiten, umso mehr ein Grund, es sich anzusehen. Weißt Du, ob es davon auch wieder eine Kino-Übertragung für Daheimgebliebene geben wird?

    1. Zu Channing Tatum: wenn er mich „antanzen“ würde, hätte ich schon Schwierigkeiten zu widerstehen. Ich habe früher selbst viel getanzt (NICHT (explizit ;)) erotisch, sondern das, was man früher Streetdance genannt hat), von daher hab ich eine Schwäche für Männer, die sich gut bewegen können…

      Ich fürchte, da Richard III weder im National Theatre noch (mit Freeman) von der Royal Shakespeare Company aufgeführt wird, dass es davon keine Übertragung geben wird.

  3. Bei HER war ich auch am hadern, ob ich den Plot im aktuellen Media Monday erwähnen wollte. Fand ich auch sehr schön und erfrischend. Vor allem ist es endlich mal Film, der in der Zukunft spielt und keine Dystopie entwirft. Auch ganz besonders über die Bildgestaltung. Das war mal eine sehr schöne Abwechslung.

  4. Was? Der Duden behauptet, es heisst „das Cast“? Warum denn bitte? Weil es auch „das Ensemble“ heisst? Das ist aber auch keine deutsche Übersetzung. Und wenn man es mit „die Besetzung“ übersetzt… ja, dann müsste es doch „DIE Cast“ heissen! 😉

    Eigentlich ist es aber doch Unfug, Begriffen aus einer Sprache, die keine unterschiedliches, grammatisches Geschlecht bei Artikeln kennt, entsprechende Artikel im Deutschen mit dem Anspruch der Allgemeingültigkeit zuzuordnen, es sei denn, der Fall ist eindeutig – weil es z.B. eine weibliche und eine männliche Variante gibt (Actress/Actor z.B.)

    Und: Ich würde auch „der Cast“ sagen, weil es am besten klingt. 😉

    1. Ich finde auch, dass am logischsten eigentlich „die Cast“ wäre – analog zu „die Besetzung“, was ja unsere Mitsneakerin auch immer sagt. Trotzdem möchte ich immer „der Cast“ sagen. Ich glaube, irgendwann im Rahmen einer meiner Artikel hier wollte ich mich mal vergewissern, wie man das eigentlich korrekt sagt/schreibt und war bitter enttäuscht: http://www.duden.de/rechtschreibung/Cast (wobei die Worterklärung eigentlich nicht nur das, was wir uns unter Cast vorstellen, nämlich die Schauspieler, beschreibt).

      Immerhin darf ich weiterhin „der Blog“ sagen – da geht nämlich tatsächlich beides: http://www.duden.de/rechtschreibung/Blog 🙂

      1. „DER gesamte Stab von Mitwirkenden an einem Film“… aber dann soll es „das Cast“ heissen?

        Weitere Begründung dafür gibt es aber nicht. Die Duden-Redaktion – auch solche teutonischen Gschaftlhuber… !!! Wahrscheinlich ist der Sinn an solch unlogischen Regeln einfach der, dass es möglichst viele Leute falsch machen, was wiederum ein Argument für die Benutzung eines Dudens ist…

        Ich nehme mir ja persönlich sowieso das Recht heraus, unsinnige und unlogische Grammatik- und Rechtschreibregeln bewusst NICHT zu befolgen. 😉

        1. Als Lehrerin muss ich mich (leider) an die geltenden Regeln halten – und entsprechend korrigieren. Denn auch in Geschichte oder bei der Mediation vom Englischen ins Deutsche herrscht „Korrekturprinzip Deutsch“, d. h., es müssen auch in diesen Fächern sprachliche Fehler angestruchen werden. Natürlich dürfte ich in meiner Freizeit schreiben wie ich will, aber besonders sinnvoll ist das dann auch nicht, wenn ich mich dann ständig umgewöhnen muss.

  5. Den Lego-Film digital zu erstellen, ist bei einem Projekt dieser Grössenordnung recht einfach nachvollziehbar. Es ist viel effizienter und kostengünstiger, und es sieht besser aus.

    Bei CGI muss man nur Keyframes erstellen – der Rest wird vom Computer gerechnet. Bei Stop-Motion muss jeder Einzelschritt per Hand gebaut werden. Bei CGI lassen sich viele Dinge algorithmisch lösen – z.B. die Wellen und deren Bewegung auf dem Meer oder Explosionen. Bei Stop-Motion müsste auch das per Hand gebaut werden. Und: Bei CGI kann man sich wiederholende Objekte kopieren – egal ob Fenster von Gebäuden, Ampeln… unterm Strich ist die Menge an Arbeit, die man da spart, immens.

    Und das Ergebnis ist perfekt. Das ist Stop-Motion nicht, angefangen von der Oberflächenqualität der Objekte bis hin zur Unmöglichkeit einer hinreichend exakten Positionierung von einem Frame zu nächsten.

    1. Das ist uns sicher allen klar, dass Stop-Motion ungleich aufwändiger gewesen wäre! Ich glaube, an dem Wallace & Gromit – Spielfilm hat Aardman Animations fünf Jahre gearbeitet! Außerdem kann man die Mimik in Stop-Motion kaum so hinkriegen wie über CGI. Trotzdem wäre es FÜR MICH logischer – und interessanter – gewesen.

    1. EINEN Beitrag? *lol* Guggst du hier: https://singendelehrerin.wordpress.com/category/singen/ Ich habe letztes Jahr meinen Blog damit begonnen: https://singendelehrerin.wordpress.com/2013/03/14/herr-der-ringe-live-die-gefahrten-ein-probentagebuch/

      „Die Rückkehr des Königs“ war allerdings schon Ostern 2011, da hatte ich nur einen Abschlussbericht geschrieben. Schade, denn RotK war eigentlich noch intensiver vom Erlebnis, auch wenn das nur zwei Konzerte waren. Der Teil ist einfach musikalisch viel spannender und abwechslungsreicher. Ach ja… *schwelg*

  6. Große Schauspieler auf den Brettern, die die Welt bedeuten – ja, so etwas würde ich auch gerne einmal sehen. Ist bestimmt noch einmal etwas ganz anderes. Bitte auch um einen ausführlichen Bericht!

  7. Ja, bei Tarantino geh ich auch einfach so ins Kino. Und der Vampirfilm mit Ms. Swinton und Mr. Hiddleston war schon nett anzuschauen, weil auch so unblutig und so fantastisch fotografiert. 🙂

    1. Ja, ich fand die Farbgebung und die Kamera-Einstellungen auch so toll! Schön, dass noch jemand außer mir „Only Lovers Left Alive“ gesehen hat! 🙂

      Danke übrigens fürs Folgen! 🙂

      1. Jim Jarmuschs neuer wurde nicht nur gesehen, der ist bisher in diesem Jahr sogar mein Lieblingsfilm. 🙂 Und bitte, hatte ich bisher irgendwie vergessen, anzuklicken. *Asche über Haupt*

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