Thor: The Dark World 3D („dt.“ Untertitel: The Dark Kingdom; Alan Taylor, USA 2013)

Zunächst mal finde ich es schön, dass dieser Film doch tatsächlich eine gute Woche vor dem US-Start bei uns angelaufen ist. Vielleicht, weil der Film – neben Asgard und anderen Königreichen – auch in London, also im Vereinigten Königreich spielt (und auch z. Tl. in UK gedreht wurde)? Zur Abwechslung wird mal nicht New York in Schutt und Asche gelegt…

Nun, ganz so viel Zerstörung wie etwa bei The Avengers wird in London im Sequel von Thor nicht angerichtet, aber der Dunkelelf Malekith (Christopher Eccleston) versucht auf jeden Fall – mit Hilfe einer speziellen Macht mit dem Namen Aether (die Form ist schwer zu erklären) -, aus dem Vereinigten Königreich auf der Erde – und allen anderen Königreichen des Universums (insgesamt neun) – eine „dark world“ zu machen, was letztlich eine komplette Zerstörung bedeuten würde. Das überall auf einmal zu erreichen geht jetzt gerade gut, weil etwas eintritt, das es nur ganz selten gibt, die sog. „convergence“ aller neun Königreiche (realms): alle Reiche sind sozusagen auf einer Linie und deswegen durchlässig, was zu ganz netten Effekten beim Showdown am Schluss führt.

Thor (Chris Hemsworth) versucht, die Zerstörung zu verhindern und Jane Foster (Natalie Portman), die durch ihre wissenschaftlichen Untersuchungen mit hinein gerät in diesen Kampf, zu retten. Zum Teil können aber auch Jane und ihre wissenschaftlichen Mitstreiter (Stellan Skarsgård wieder als Dr. Erik Selvig) beim Showdown behilflich sein, Jane ist also nicht nur die „damsel in distress“. Da es ums Ganze geht, wird sogar Loki (Tom Hiddleston), der im Gefängnis in Asgard sitzt, reaktiviert… Kann Thor ihm trauen?

Fangen wir gleich mit Loki an: er hat – mal wieder – mit die besten Lines und bringt diese auch herrlich trocken und sarkastisch rüber. Nicht ohne Grund liebe ich diesen ambivalenten Charakter – und Tom Hiddleston in der Rolle! Schade nur, dass er im ersten Teil des Filmes nur recht wenig Screentime hat – ich finde ja, dass der Film deutlich gewinnt sobald Loki mehr einbezogen wird.

Aber gut, der Titelheld ist nun mal Thor, und nicht Loki (ich will ein Spin-Off!). Der wird auch wieder optisch und schauspielerisch überzeugend von Chris Hemsworth dargestellt, auch alle anderen Rollen sind, wie auch schon im ersten Teil, gut besetzt. Eine Änderung bei den Asgardians gibt es: Fandral wird jetzt von Zachary Levi dargestellt, ich nehme an, dass Josh Dallas, der den Charakter im ersten Film verkörpert hatte, sich wegen seiner tragenden Rolle als Prince Charming in der Serie Once Upon A Time nicht für den Film frei nehmen konnte. Schade, aber verständlich: seine Rolle in der erfolgreichen Serie ist doch weitaus größer als die des Fandral im Film. Ansonsten werden alle Charaktere wieder von den selben Schauspielern dargestellt, so z. B. Odin von Sir Anthony Hopkins, Frigga von Rene Russo oder Heimdall von Idris Elba (diesen konnte ich nun noch mehr schätzen, nachdem ich die erste Staffel der BBC-Serie Luther gesehen habe – ein großartiger und überaus gut aussehender Schauspieler!).

Ungefähr die erste halbe Stunde fand ich etwas, sagen wir: zäh, auch wenn es das nicht ganz trifft. Irgendwas hat mir gefehlt. Danach – und spätestens als Loki mehr zu sagen und zu tun hat – nimmt der Film gut Fahrt auf und punktet dann vor allem durch sehr witzige Dialoge und kraftvolle Kampfszenen.  Es gibt aber auch tragische, emotionale Momente, die mich zwar nicht zu Tränen gerührt haben, die aber trotzdem gelungen sind. Außerdem ziehe ich die Szenen auf der Erde meist vor – so ging es mir schon beim ersten Film -, weil dabei die Action auch irgendwie glaubwürdiger wirkt.

Noch ein Wort zum 3D: weitgehend überflüssig. Im Gegensatz zu Gravity bringt hier das 3D – laut Wikipedia wurde der Film nachträglich in 3D umgewandelt – keinen großen Gewinn. Ja, da fliegt einem schon mal Thors Hammer entgegen, aber das muss man nicht unbedingt in 3D haben. Vielleicht schau ich mir den Film nochmal in 2D an, um das zu verifizieren…

Insgesamt auf jeden Fall sehr unterhaltsam – mit ein paar großartigen kleinen Einfällen, um die Fans zu erfreuen! Und wie immer bei Marvel gilt: bis zum Ende des Abspanns sitzen bleiben!

7,5 von 10 Punkten.

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