Herr der Ringe – Live (Die Gefährten): Die Konzerte

Die Konzerte in München:

Montag, 25.3.13

 Wow, das Münchner Publikum ist deutlich euphorischer als die Franken! Gut, das ist eigentlich nichts Neues (ich darf das sagen, bin selbst Fränggin), aber nun hatte ich schon gedacht, dass der Applaus in Nürnberg gut war… Kann natürlich auch daran liegen, dass mehr Angehörige von Chormitgliedern da waren. 😉 Schon ein tolles Gefühl, wenn man so bejubelt wird! Leider war auch diesmal der Jubel (für den Chor) nur bedingt verdient, aber ich habe mir von Freunden sagen lassen, dass ihnen diesbezüglich nichts aufgefallen ist. Das ist ja immer der Punkt: der „gemeine Zuhörer“ merkt die allermeisten Fehler nicht.

 Die erste Hälfte hat auch größtenteils recht gut geklappt (mit einer großen Ausnahme, einer Stelle, bei der der Einsatz mitten in einem 6/4-Takt liegt), für mich persönlich hatte dieses Konzert nun auch das erste richtige Highlight: meine Lieblingsstelle „Daagh Boorz“ (Saruman vs. Gandalf) hat das erste Mal bei mir Herzklopfen ausgelöst, nach der Stelle fühlte ich mich total berauscht – ein irres Gefühl, wenn man sich quasi selbst in Ekstase gesungen hat! 🙂 Das ist auch sonst gar nicht so leicht, weil man den Gesamtklang des Chors im Konzert viel weniger gut hört als während der Proben.

 Apropos Hören: der Filmsound im Gasteig ist nochmal deutlich besser als in der Meistersingerhalle. Wir haben – bei ruhigen Stellen – wirklich fast jedes Wort verstanden. Schön! Manche Szenen wirken bei mir inzwischen völlig ohne das Bild sehen zu müssen – zum Teil sogar intensiver. Natürlich insbesondere die Szenen, die durch die intensive Musik enorme Spannung aufbauen, aber auch Szenen ohne Dialog und Musik – z. B. als sich die vier Hobbits vor dem ersten „Black Rider“ verstecken, oder in „Balin’s Tomb“, als durch Pippin („Fool of a Took!“) die Orcs „geweckt“ werden und man in der Tiefe die Trommeln hört. Da bin ich jedesmal richtig angespannt!

 In der zweiten Hälfte war Ludwig Wickis Gesicht leider ein paar mal anzusehen, dass wir intonationsmäßig nicht ganz richtig lagen. Ich finde das schon frustrierend und bin dann auch immer etwas verunsichert, weil ich zwar meine, richtig zu liegen, dass aber eben nicht mehr sicher bin… Und dann haben auch ein paar Leute falsch eingesetzt – was dann wieder für den gesamten Chor ärgerlich ist. Da nützt es dann wenig, wenn du persönlich richtig lagst…

Ich bin ja der Meinung, dass viele der Unsicherheiten daran liegen, dass wir bei jedem Konzert eine andere Besetzung haben: in Nürnberg waren wir am Donnerstag 70, am Freitag 76 Sänger, gestern waren wir 118! Dass das nicht gerade zu einem harmonischen Chorgefühl führt, ist eigentlich nicht so überraschend. Für folgende Projekte müsste das irgendwie anders organisiert werden – oder/und man muss halt noch mehr Proben abhalten. Und so wie’s aussieht, soll es ja im nächsten Jahr tatsächlich den zweiten Teil geben! Und zwar sowohl in München, als auch in Nürnberg (und wahrscheinlich dann auch wieder in Stuttgart)! Ich hoffe wirklich inständig, dass wir das als MünchenChor wieder machen dürfen – denn Wicki ist ja bisher nicht besonders zufrieden mit uns. Da aber das Publikum sehr wohl zufrieden zu sein scheint, und wir halt billig sind, wird es schon klappen… ICH werde mich auf jeden Fall sofort wieder anmelden!!! 🙂

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