Media Monday #355

Keine Zeit für eine lange Vorrede – ich sollte schon längst im Bett sein. Da ich aber morgen NULL Zeit zum Schreiben haben werde, wollte ich meinen Beitrag zum Media Monday noch schnell raushauen. Er ist ungewohnt knapp ausgefallen… 😉

1. Jüngst habe ich über Twitter ein paar Sensies und Julius-Caesar-Gänger für meinen Blog bzw. zwei entsprechende Blogbeiträge (zu Julius Caesar und Sense8) begeistern können, und das hat mich sehr gefreut, weil mir beide Artikel sehr wichtig sind.

2. Geht es um das Thema Sense8, bin ich momentan höchst missionarisch und kämpferisch unterwegs. 😉

3. Spiele-Verfilmungen hatten wir doch letztens erst? 😉 Keine Spiele-Verfilmung, aber mit Gaming im Fokus: Ready Player One. Habe ich jetzt schon zweimal gesehen, und wenn er auch beim zweiten Mal im letzten Drittel etwas nachlässt bzw. man dort hätte etwas kürzen können, bin ich insgesamt recht begeistert, auch was die Darstellung des Spiels anbelangt. Die erste Challenge, das Rennen durch NYC, ist so grandios und rasant gefilmt, dass mir das richtig Lust darauf gemacht hat, mit dem Spielen anzufangen (werde ich aber sicher nicht ;)).

4. Die FX-Serie Legion muss man auch echt in der richtigen Stimmung „entdecken“, denn sie ist schon sehr abgefahren. Die zweite Folge der 2. Staffel hat mich fast etwas überfordert… Aber es war auch ärgerlich, dass ich sie nur auf dem Tablet schauen konnte, weil Sky Ticket auf meinem Computer nicht gelaufen ist. F*ck, ich brauche endlich einen neuen Fernseher!

5. Wenn bei mir/uns mal ein Spiel auf den Tisch/in die Konsole kommt, dann ist das Skat.

6. Diese ganze Euphorie bezüglich des nächsten Marvel- und des nächsten Star Wars-Films betrachte ich immer mit einer leichten Urskepsis, auch wenn ich inzwischen auf Avengers: Infinity War schon richtig Lust habe, v. a. weil ich mich auf ein Wiedersehen mit den tollen Menschen aus Wakanda (Wakanda Forever!) und den Guardians of the Galaxy freue. Außerdem schaut Steve a.k.a. Captain America einfach viel besser mit Bart aus. ❤ Und der neue Trailer zu Solo: A Star Wars Story hat mir auch schon ein wenig besser gefallen, wobei ich mich aber mit Alden Ehrenreich als junger Han Solo immer noch nicht recht anfreunden kann.

7. Zuletzt habe ich zwei Filme mit Saoirse Ronan gesehen und das war schön, weil ich Saoirse zuerst in Greta Gerwigs oscarnominierten Film Lady Bird in der Sneak Preview gesehen habe und mir dann Samstagabend im Heimkino Brooklyn angesehen habe. Lady Bird ist meines Erachtens der bessere Film, aber Saoirse ist in beiden Filmen bezaubernd.

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Nachgedacht meets Neulich beim BINGEWATCHING #6: Sense8 (Season 1+2)

I take everything I am feeling, everything that matters to me… I push all of it into my fist, and I fight for it. (Sun)

Wer mir auf Twitter folgt, ist wahrscheinlich seit einer Woche ziemlich genervt, weil ich fast nur noch etwas zu Sense8 poste oder retweete. Aber ich entschuldige mich nicht dafür. Denn: Ich kämpfe das erste Mal für die Fortsetzung einer Serie. Schon mehrere Male war ich Nutznießerin des Engagements anderer Fans: Bei Firefly hatten die Fans erreicht, dass es nach der Absetzung nach nur 14 Folgen noch einen Kinofilm gab – ich habe die Serie erst geschaut, nachdem der Film Serenity rausgekommen war. Als The Killing nach Staffel 2 das erste Mal gecancelt und dann doch weitergeführt, dann wieder gecancelt – und schließlich komplett von Netflix übernommen wurde, um die Geschichte von Sarah Linden (Mireille Enos) und Stephen Holder (Joel Kinnaman) in sechs Folgen zu Ende zu erzählen (mit einem Finale, bei dem bei mir Tränen flossen), habe ich einfach das Ergebnis jeweils erfreut zur Kenntnis genommen. Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass ich mich auch selbst für eine Fortführung einsetzen könnte (wobei in diesem Fall die Fans wohl gar keine so große Rolle gespielt haben, wie ich bei der Recherche festgestellt habe).

Dann kam Sense8. Ich habe euch ja schon vor kurzem einen begeisterten Einblick in die 1. Staffel gegeben. Und da schrieb ich am Ende: „Ich bin jetzt schon traurig, dass die Serie nur so kurzlebig ist…‟ Das klingt eigentlich wieder ganz so, wie ich bisher immer reagiert habe: „Die Serie wird abgesetzt? WTF?! ———- Schade, aber dann muss ich mir wohl etwas anderes suchen.‟

Dann sah ich die zweite Staffel. Und ich verstand, warum die Sensies (Sense8-Fans) so entsetzt und aufgewühlt waren, dass man sie mit diesem „Ende‟ hängen lassen wollte. Ich habe wirklich beim Ansehen der letzten Folge laut „NOOOOOO!‟ geschrien und war völlig fertig (werde nicht erzählen, was passiert ist – ihr sollt ja alle die Serie noch anschaun!!!). Nun wusste ich ja immerhin schon, dass es noch ein zwei- bis zweieinhalbstündiges (die Aussagen widersprechen sich) „Finale‟ (die Fans weigern sich, es so zu nennen, sie nennen es: Special) geben soll, von daher konnte ich ja etwas beruhigter sein. Trotzdem war es mir absolut unverständlich, wie Netflix so eine bedeutende Serie absetzen konnte. Und so war mir danach, mich auf Twitter mit Fans der Serie zu vernetzen und ihnen zu danken, dass sie dafür gekämpft haben, dass die Serie so nicht beendet wird.

Was daraufhin geschah, hätte ich so nicht erwartet: Etliche Sensies hießen mich im „Cluster‟ willkommen, manche folgten mir fast sofort (aus Deutschland, den Niederlanden, Kanada…) – und ich zögerte diesmal nicht, zurückzufolgen. So erfuhr ich auch, dass sie immer noch kämpften, damit es eben mehr als nur dieses Special gibt, nämlich eine ganze 3. Staffel oder am liebsten die ursprünglich geplanten fünf Staffeln. Das spornte mich an, diesmal auch mehr zu tun, als nur abzuwarten und dann entweder zu jammern und mich zu freuen. Ich wollte Teil dieser Gemeinschaft werden, die so leidenschaftlich für diese Serie kämpfte, nicht zuletzt weil das so sehr im Sinne dieser Serie ist! „I am also a We‟/„I am We‟ ist einer der zentralen Sätze aus der Serie, der beschreibt, dass wir gemeinsam weiterkommen und wir nicht das sehen sollen, was uns trennt, sondern das, was uns vereint. Und so unterschrieb ich eine Petition, stimmte bei diversen Umfragen zu den beliebtesten Serien und ships ab, kaufte mir ein Ticket für die Sense8 Con in Paris (30./31.3.2019) und machte beim Twitter-Aktionstag (14.4.) mit, an dem wir Netflix mit Tweets mit der Frage nach dem Veröffentlichungsdatum des Specials fragten und nach mehr Werbung dafür verlangten. Außerdem retweete ich fast alles zur Serie, das bei mir in der Timeline landet, ein Like bekommen eh alle, die etwas zur Serie posten. Es ist schon etwas zeitraubend und ich weiß nicht recht, wie lange ich das durchhalte, aber ich BRENNE für diese Serie von den Machern Lana & Lilly Wachowski (Matrix, Cloud Atlas) & J. Michael Straczynski und deren Botschaft.

Und warum brenne ich so dafür? Die folgenden Ausführungen sind weitgehend* spoilerfrei.

(* „weitgehend‟ bedeutet: Für Medienkonsumenten, die sich im Vorfeld grob über den Inhalt einer Serie oder eines Films informieren, und auch gerne vorab etwas über die Serie / den Film wissen wollen, sind das keine Spoiler, weil keine Plot-Twists verraten werden. Für jemand, der/die gerne völlig ohne Vorwissen an Serien und Filme rangeht, sind leichtere Spoiler vorhanden.)

  • Inklusion / Vielfalt

Wie schon in meinem Beitrag zu 1. Staffel erwähnt, werden hier Menschen „aus aller Herren Länder‟ und verschiedener sexuellen Identitäten repräsentiert (und zwar in ihrer tatsächlichen Umgebung – es wurde an Originalschauplätzen auf der ganzen Welt gedreht):

  • Riley (Tuppence Middleton) lebt in London, ist aber Isländerin. Sie arbeitet als DJ.
  • Will (Brian J. Smith) ist ein amerikanischer weißer Polizist in Chicago.
  • Nomi (Jamie Clayton) lebt in San Francisco, ist eine weiße Hacktivistin und eine Transfrau in lesbischer Beziehung mit der schwarzen Amanita (Freema Agyeman). (Die Schauspielerin ist tatsächlich auch trans.)
  • Lito (Miguel Ángel Silvestre) ist ein berühmter Action-Schauspieler in Mexiko (in Spanien geboren) und fürchtet um seine Karriere, wenn herauskommt, dass er schwul ist und in einer Beziehung mit Hernando (Alfonso Herrera) lebt.
  • Capheus (Aml Ameen in der 1. Staffel, Toby Onwumere in der 2.) ist Busfahrer in Nairobi, Kenia. Er lebt mit seiner an AIDS erkrankten Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Er wird eine Frau kennenlernen, die, wie sie sagt, sich nicht in das Geschlecht eines Menschen verliebt, sondern in die Person.
  • Sun (Doona Bae) lebt in Seoul, Korea, und arbeitet in der renommierten Firma ihres Vaters. Nebenher tritt sie in illegalen Martial-Arts-Kämpfen an und macht so ziemlich jeden Gegner platt.
  • Kala (Tina Desai) ist eine indische Wissenschaftlerin, die in Mumbai kurz vor der Hochzeit mit dem Sohn ihres Chefs steht.
  • Wolfgang (Max Riemelt) ist Deutscher und ist in Berlin durch seine Familie in organisiertem Verbrechen involviert.

Mehr Vielfalt geht kaum. Mein einziger Kritikpunkt ist diesbezüglich, dass sie alle (zu) schön und schlank und/oder durchtrainiert sind. Das finde ich tatsächlich etwas schade, dass man nicht auch in dem Bereich mehr Vielfalt zugelassen hat.

Nun sind ja die acht Sensates auch sehr unterschiedlich, was ihre Fähigkeiten anbelangt: Bei körperlichen Angriffen sind Sun, Will und Wolfgang („Fighting is easy. Fighting is what I do.‟) hilfreich, wenn es ums Hacken von Computern und Sicherheitssystemen geht, ist Nomi – zusammen mit Amanita und später noch Bug – die Ansprechpartnerin, Capheus kriegt jedes Auto kurzgeschlossen, Litos schauspielerische Fähigkeiten sind gefragt, wenn man mal jemanden belügen muss, Kala kann bei medizinischen und wissenschaftlichen Fragen helfen und Riley – nun, die kann durch ihre Kontakte Drogen herbeischaffen (das klingt jetzt nach keiner besonders positiven Eigenschaft, ist aber in diesem Fall nötig) und ist einfach auch das Herz der Sensates. Das sind aber nur die „Kernfähigkeiten‟ – in jedem Sensate steckt so vieles, von dem man dann oft überrascht wird.

  • Liebe & Sex

Die Chemie zwischen den Liebespartnern (von vornherein: Nomi & Amanita und Lito & Hernando) ist spürbar, die Liebe zueinander sichtbar und erlebbar. Bei den während der Serie entstehenden weiteren Paaren sind diese ersten Augenblicke des „Erkennens‟ und die weitere Entwicklung auch so greifbar, dass es mir schon schwer fällt ein Lieblingspaar (ship) zu benennen. Herlito (Hernando & Lito) ist eines meiner liebsten schwulen Paare auf Bildschirm oder Leinwand EVER: Die beiden lieben und begehren sich in einer Art und Weise, die schöner nicht sein kann. So möchte ich lieben und geliebt werden. Und wenn dann zwei solch attraktive Männer miteinander Sex haben… puh…

Ähnlich stark ist auch die Liebe zwischen Nomi und Amanita: so loyal und bedingungslos! Von den erst im Laufe der Serie entstehenden Beziehungen liegt mir zugegebenermaßen eine besonders am Herzen; die beiden sind aber (noch) nicht wirklich als Paar zusammengekommen. Vielleicht liegt mein besonderes Glühen für dieses ship daran, wie unterschiedlich die beiden sind, aber wie sehr doch die Anziehung zwischen ihnen ist, und zwar von dem Augenblick an, als sie sich das erste Mal ungeplant „besuchen‟.

Und der Sex!

Es gibt zwei „Orgien‟ in dieser Serie – und ich habe noch nie eine gesehen, die so ästhetisch-respektvoll und gleichzeitig hocherotisch in Szene gesetzt worden ist. Oft hängt solchen Szenen ja etwas Sündhaftes und Verbotenes an, hier wird absolute Nähe und Liebe gefeiert, Sex als die höchste und schönste Form von Intimität. Lust und Liebe vereint als etwas, das untrennbar miteinander verknüpft ist. Muss das in Gruppensex „ausarten‟? Im real life sicher nicht, aber bei den Sensates ist das die reinste Form von Liebe. Das ist sexy auf einer tausendmal höheren Ebene als jeder Porno.

  • Die Botschaft

Ach, eigentlich gibt es nicht DIE EINE Botschaft, sondern so viele! Und ich glaube, die lassen sich am besten durch Zitate aus der Serie ausdrücken:

The real violence, the violence I realized was unforgivable, is the violence that we do to ourselves, when we’re too afraid to be who we really are. (Nomi)

Dieses Zitat betont, dass das Mobbing / die Gewalt, das/die jemand erfährt, der anders ist als Andere (in diesem Fall: transgender oder homosexuell), weniger schlimm ist als das, was man sich selbst antut, wenn man nicht zu dem steht, was man ist, wenn man sich nicht traut, die Person zu sein, die man eigentlich sein will. Das lässt sich auf viele Situationen übertragen, nicht nur auf die sexuelle Identität. Trotzdem ist dieser Satz gerade in diesem Kontext wichtig – ich kann mir vorstellen, dass er bei Zuschauern, die sich in so einer Situation befinden, wirklich etwas bewirken kann, dass er Mut machen kann, sich zu outen.

This is what life is: fear, rage, desire… love. To stop feeling emotions, to stop wanting to feel them, is to feel… death. (Sun)

Das ist ja eines meiner Lebensmottos, auch wenn Angst und Wut bei mir keine so großen Rollen spielen. Aber ich will FÜHLEN, selbst wenn es weh tut. Neulich hatte ich so einen „Anfall‟ von Traurigkeit, weil ich so Sehnsucht nach Nähe hatte. Ich bin ja nun seit ca. vier Monaten single, und grundsätzlich habe ich kein Problem damit. Ich führe ein erfülltes Leben, habe einen Job, der mir (meistens) Spaß macht, Hobbys, die mich glücklich machen und lerne immer wieder Menschen kennen, die meine Leidenschaften teilen und mein Leben bereichern. Trotzdem, ja, wünsche ich mir jemanden, mit dem ich noch mehr als das teilen kann. Und deswegen lasse ich diese Gefühle auch zu.

In the end, we will all be judged by the courage of our hearts. (Lito)

Auch ein Lebensmotto, das ich mir in meinem nun ja schon etwas fortgeschrittenem Alter zu eigen gemacht habe, indem ich Leute anspreche, bei denen ich verspüre, dass ich sie in meinem Leben haben will. Seien es BloggerInnen, die ich live treffen will, seien es Schauspieler an Stage Doors, seien es Menschen, die mir sonstwie im Leben begegnen. Ich habe keine Angst mehr vor Zurückweisung.

Nothing good ever happens when people care more about our differences than the things we share in common. (Capheus)

Vielleicht für mich die wichtigste Botschaft in unserer Zeit, in der die Gräben so tief sind, nicht nur zwischen verschiedenen Ländern und Systemen, sondern auch innerhalb eines Landes. Die politische Zerrissenheit in Europa (immer mehr rechtspopulistische Parteien) und den USA (der Weltanschauungskampf zwischen verbissenen Trumpanhängern und verbissenen Trumpgegnern lässt kaum Grautöne zu) scheint es nahezu unmöglich zu machen, Gemeinsamkeiten zu betonen, statt Unterschiede herauszustellen. So sehr ich Twitter z. B. auf der einen Seite schätze, weil es mir Möglichkeiten des Kontakts bringt, die ich vorher nicht hatte, so sehr bin ich oft schockiert ob des Hasses, den sich politisch gegnerische Parteien entgegenbringen und der ganz unverholen in die Welt getweetet wird. Das widerspricht meinem Naturell, und ich finde, man kann auch für „die gute Sache‟ kämpfen, ohne ausfällig zu werden und sich gegenseitig zu beschimpfen und zu beleidigen. Vielleicht ist es ein Stück weit auch eine naive Vorstellung, dass es möglich sein könnte, dass die Menschheit sich so entgegenkommen könnte, wie es sich Capheus wünscht. Ich versuche zumindest nach diesem Motto zu leben. Dazu gehört auch, Menschen anderer Herkunft, anderer sexueller Identität, anderen Glaubens zu akzeptieren und ihnen ohne Vorurteile gegenüberzutreten. Das mag nicht immer gelingen, und es gibt sicher auch Grenzen – etwa, wenn diese Menschen „missionarisch‟ auftreten und nur ihre Weltanschauung oder Lebensweise als die einzig Wahre ansehen -, aber als grundsätzliche Haltung finde ich dies essentiell in einer globalen Welt, wenn wir wirklich zusammenwachsen wollen.

4. Max Riemelt

Ja, ich gebe es zu: Es muss doch bei mir immer auch einen fangirligen Grund geben, warum mich eine Serie so ins Herz trifft! Diesmal ist es – zu meiner völligen Überraschung – ein deutscher Schauspieler! Max Riemelt habe ich vor einigen Monaten das erste Mal (bewusst) wahrgenommen, als ich mir den deutschen Film Freier Fall ansah, in dem es um eine schwule Liebe zwischen zwei Polizisten (gespielt von Hanno Koffler und Max Riemelt) geht. Ein toller Film, von dem es nun tatsächlich, mithilfe von Crowdfunding, noch ein Sequel geben soll.

Nun taucht er also in dieser internationalen Produktion auf – und ist einer der absoluten Lieblinge beim weltweiten Publikum, und bei mir. Er strahlt eine Intensität aus, die mich komplett in ihren Bann zieht. Sein Charakter Wolfgang ist ja durchaus zwiespältig, hat als Kind viel mitgemacht und einige Tote auf dem Gewissen. Trotzdem ist man auf seiner Seite und möchte ihm mit Kala sagen, dass er doch einen guten und schönen Kern hat (neben seinem schönen, aber nicht übertrieben trainierten Körper, den man auch in full frontal nudity bewundern darf).

Er ist bad-ass, aber hat einen soft spot, wenn es um seinen besten Freund Felix (Max Mauff) geht („He’s my brother. And not by something as accidental as blood… by something much stronger. By choice.‟).

Quelle: fanpop.com

Und: Er hat einfach ein unwiderstehliches Lächeln, das man zwar nicht allzu häufig zu Gesicht bekommt, aber dafür ist man dann umso mehr verzaubert… Habe mir schon mal zwei Filme mit ihm bestellt, um sein wirklich ENORMES Werk (er hat als Kind angefangen) nachzuholen. Davon habe ich Berlin Syndrome schon angesehen, der mich jetzt nicht umgehauen hat, aber in dem er auf jeden Fall eine andere Seite zeigen konnte. Ich stelle mir jetzt schon vor, dass ich ihn auf der Sense8 Con treffe (er war dieses Jahr auch dort, ich hoffe auf eine Wiederholung nächstes Jahr) – und das erste Mal einem Schauspieler, den ich mag, auf Deutsch sage, wie toll ich seine Arbeit finde. Kommt mir total seltsam vor irgendwie. Lustig!

FAZIT: Sense8 spielt auf der einen Seite total in mein Weltbild hinein – homophobe Menschen mit nationalistischen Tendenzen werden sicherlich nicht zu Fans dieser Serie werden – und hat mich auf der anderen Seite auch immer wieder exzellent in Spannung gehalten, sei es durch die Chemie zwischen den Figuren, die Orgien (ich werde so viele Klicks für diesen Artikel bekommen!!! 😀 ), sei es durch die exzellent choreografierten Kampfszenen und Verfolgungsjagden und die Suche nach den Hintergründen der Sensates. Die Serie hat durchaus auch kleinere Schwächen, trägt vielleicht manchmal etwas dick auf mit ihrer Botschaft der diversity, aber sie zeichnet das Bild einer globalen Welt, in der Brücken statt Mauern gebaut werden, und die Fans tragen dies weiter, indem weltweite Kontakte zwischen Sensies geknüpft werden. Dies gibt es sicher auch in anderen Fandoms, aber hier hat fast jeder Fan eine Identifikationsfigur aus seinem/ihrem Kulturraum und mit seiner/ihrer sexuellen Identität, was ich für absolut einzigartig erachte.

 

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Media Monday #354

Oh no. Ich hätte nicht mit Sense8 anfangen dürfen. Nach meinem Mammutschreibtag gestern (zu Julius Caesar) habe ich nun heute auch wertvolle Zeit damit zugebracht, mich für die ganzen netten Begrüßungen im Twitter-Fan-Cluster der „Sensies“ auf der ganzen Welt zu bedanken. Ich schreibe absichtlich nicht „vertrödelt“! Trotzdem hatte ich vorgehabt, am letzten Ferienwochenende nochmal richtig reinzuhauen, was das Korrigieren anbelangt – und das ist mir nun nicht ganz so gut gelungen. Ich werde jetzt allerdings gleich noch weiterarbeiten, konnte aber irgendwie die Finger nicht still halten und den Media Monday auf später oder morgen verschieben.

So here it is!

1. Über Julius Caesar zu schreiben, hat mir jüngst enorme Freude bereitet, denn diese Theaterinszenierung des Bridge Theatre hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen – und ich bin auf diesen Artikel auch sehr stolz, weil er, glaube ich, meine Begeisterung mal wieder ganz gut ausdrückt. Leider habe ich dazu bisher nicht viel Resonanz bekommen, aber das liegt bestimmt auch daran, dass es ein sehr, sehr langer Text ist und noch dazu auf Englisch. 😮 Ich hoffte irgendwie darauf, dass so auch ein paar englischsprachige Theaterfans, die meinen Link auf Twitter finden, das mitlesen können. Und ja, vielleicht sogar der ein oder die andere Schauspieler/in aus dem Stück…

2. Regelmäßig am häufigsten gelesen werden bei mir auf dem Blog ja – momentan – der Media Monday und früher *seufz* meine Blogparaden. Meine Blogparade 6×6 ist immer noch absoluter Spitzenreiter und bleibt somit mein erfolgreichster Blogeintrag mit 3.771 Hits. Ich sollte endlich mal wieder eine Blogparade starten – am besten irgendwas mit „Sex‟ im Titel. Hach, außerdem müsste ich meine Liste von damals updaten, nachdem ich Sense 8 gesehen habe. ❤ ❤ ❤

3. Strange Weather ist ein großartiges Road-Movie, nur schade, dass der Film mit Holly Hunter und Carrie Coon bei uns nur auf dem Filmfest München gelaufen ist. Die mittelmäßigen Kritiken werden dem Film auch nicht gerecht. Aber mehr dazu hier.

4. Gelegentlich bereue ich es ja, dass ich so lange damit gewartet habe, Netflix auszuprobieren. Ich wäre gerne von Anfang an (2015) ein „Sensie‟ gewesen und Teil des Sense8-Fan-Clusters, das ich heute auf Twitter kennengelernt habe. Ich bin noch nie so warmherzig in ein Fandom aufgenommen worden! ❤

5. Die Netflixserie Sense8 könnte man ja beinahe als Genre für sich bezeichnen, schließlich ist das eine Mischung aus Martial-Arts-Revenge-Thriller, Bollywood-Romanze, Gangster-Drama, Coming-Out-Drama, Hacker-Krimi, Familientragödie, politisches Drama. Das Ganze versehen mit Sexszenen, bei denen es nur so knistert, ach was: brennt (hetero – lesbisch – schwul – trans – pan)! Nicht zu vergessen ist die ganze Prämisse ja auch irgendwie Science Fiction und eine andere Sichtweise auf Globalisierung und Individualität. Also ehrlich, in welches Genre soll man diese brillante Serie der Wachowskis &  J. Michael Straczynski stecken?

6. Bei dem Wetter könnte man ja beinahe schon wieder über Open Air-Kino nachdenken. Ich für meinen Teil verzichte darauf ja meistens, weil es so wenige OV/OmU-Vorstellungen gibt. Aber zwei meiner schönsten Kinoerlebnisse hatte ich tatsächlich im Open-Air-Kino: 1997 The English Patient auf Santorin in einem wunderhübschen kleinen Outdoor-Kino, mit kleinen Tischchen, auf denen romantische Lämpchen standen – und vor Beginn des Films lief tatsächlich Musik von Pat Metheny. ❤ Und dann war da noch das grandiose Erlebnis, den bildgewaltigen Film The Fall (von Tarsem Singh) auf der Seebühne im Westpark München (Kino, Mond & Sterne) zu sehen. Da war es mir (fast) egal, dass der Film nicht in OV war – ihn in dieser Kulisse zu sehen und mit soooo vielen Menschen (das Wetter war ideal), hat mich sehr glücklich gemacht. Ansonsten war der Film ja beim Mainstream-Publikum eher durchgefallen.

7. Zuletzt habe ich Sense8 bis zum Ende der 2. Staffel bingegewatched und das war bittersweet, weil die Staffel mit einem absolut schockierenden Cliffhanger aufhört und ich mir gar nicht vorstellen wollte, wie es den Fans ergangen sein muss, die das letztes Jahr erlebt haben und die dann von Netflix hörten: Die Serie wird gecancelt. Umso mehr bin ich stolz auf die weltweite Community der Sensies, die dafür gekämpft haben, dass die Serie so nicht zu Ende geht. Nun wird es zumindest einen über zweistündigen Abschluss der Serie geben, aber es schmerzt so oder so, dass diese herausragende Serie abgesetzt wird. Ich habe bei einer Abstimmung von USA Today dazu geschrieben:


Und dann habe ich entdeckt, dass es eine Sense8 Convention in Paris gab – und nächstes Jahr (30./31.3.) wieder geben wird. Ich habe mich wohl noch nie so schnell dazu entschlossen, auf eine Con zu gehen (bei Theater bin ich das ja gewöhnt 😉 )! Und ich freue mich jetzt schon darauf – nicht nur auf die SchauspielerInnen, sondern genauso darauf, die Fans kennenzulernen, mit manchen von denen ich heute schon auf Twitter Bekanntschaft gemacht habe. Leute, es hat mich erwischt! Lasst euch anstecken! ❤

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Theater in London 2018 #3: Julius Caesar (William Shakespeare) – The Bridge Theatre 16.02./24.03./27.03./28.03. + NT LIVE 22.03.2018

When I booked the ticket for February 16, I did not anticipate that this would be a play I would see four times live (and twice via NT LIVE) – in the span of two months. The decision to book two tickets for my friend Friedlvongrimm and I was based on a number of factors:

First, Ben Whishaw was in it, who I had seen in Against at the Almeida Theatre last year and whose capabilities as a Shakespearean actor I had marveled at in Richard II (The Hollow Crown). (Unfortunately, I never saw his breakthrough role of Hamlet.)

Second, it was at The Bridge Theatre, the new theater right next to Tower Bridge, in which I had already seen Young Marx with Rory Kinnear and which is just too beautiful to resist.

Third, there were quite cheap „Promenading tickets‟ in the „Pit‟, which is why I thought Friedlvongrimm, who was going to join me on my trip, first and foremost to see the Broadway musical sensation Hamilton, might be happy to come along. Plus, being in the pit sounded intriguing and quite fitting for a play featuring the Romans.

But I couldn’t have imagined quite what an impact that play would have on me. Since I saw, nay experienced the play four times from the pit, it is a bit difficult to keep all my memories apart. I’m mainly going to give an account how the first time hit me and how I felt the subsequent times.

February 16

The performance has a quite unusual pre-show (at least that’s what it felt like the first time, afterwards it became clear it was actually already part of the performance) for a Shakespeare play: In the middle of the pit, there is a small stage on which we spot a simple drum set, some mics, two amps for guitar and bass. I knew there would be a band, but I wasn’t quite sure why… The whole place seemed ready for a rock concert, there were people who sold buttons and baseball caps, others sold drinks, not exactly what you’d expect from a Shakespeare play. Then again, it actually fits perfectly and gets the crowd exactly into the right mood.

The first time we position ourselves right at the edge of the stage (next to where the guitar player would stand), which, in hindsight, wasn’t the best idea, both regarding the sound (I did not hear the singer’s voice, as I mainly got blasted away by the amp of the guitar) and where we ended up later when the play started and new stages appeared out of the ground. But it is a perfect spot to get a good look at the band members: closest to us, Zachary Hart on the guitar, then there were Fred Fergus on the drums, Kit Young on the bass and Abraham Popoola on the vocals.

This was actually taken during my second time.

And I love watching the other audience members, too: There are some young girls (17-18 years old?) who enthusiastically sing along, a father (about my age maybe) who clearly enjoys himself while his teenage daughter looks quite unimpressed, and simply people of all ages and backgrounds. It feels like a crowd that Shakespeare would have wanted to be there. I already love the play. The set list: „Rock’n’Roll Star‟, „Roar‟ (yes, by Katy Perry!), „Eye of the Tiger‟ – when suddenly Mark Antony (David Morrissey) in a track suit storms the stage and makes the whole audience clap along and cheer (including those sitting in the galleries) -, „Seven Nation Army‟ and „We’re not gonna take it‟. The „mob‟ is ecstatic, so it isn’t difficult to make us all boo when someone cuts off the electricity of the band and wants to send us all home. We realize, Ah, this is already part of the play! And more than willingly we join the band in their „Caesar! Caesar‟ chants. I’m already completely and utterly enthralled!

But what’s happening now? People are shouting at us „Back! Back! Move! Move!‟ Lo, and behold: the stage rises from the ground, and we also have to make way for Caesar (David Calder) and his people, and I’m just like: Whoah! When the stage has come to its final height, we are allowed to step right next to it. But I’m beginning to realize that this won’t be the last time that we have to move. The whole logistic and technical aspects of this production keep me quite occupied and I sometimes have difficulty concentrating on the actors who are speaking. I keep thinking: That’s so awesome how they DO this! Especially until Caesar’s assassination, some lines get lost for me while I’m looking at other things, the audience or other actors who are not currently in the spotlight but are still fully immersed in their characters. The first time I get a little emotional is when Portia (Leaphia Darko) appears on stage. She feels terribly neglected by her husband Brutus (Ben Whishaw) and her despair is palpable. But Brutus remains absent, cannot bring himself to tell her what he, Cassius (Michelle Fairley) and the others are up to.

Then comes the day of the assassination – when the first shots are fired (this is a modern production, thus guns instead of knives), Caesar’s security men (some of them formerly seen on stage as the band members) shout at us „Get down! Get down!‟ just like in real life. Everyone is cowering on the ground while watching the last breaths of Caesar and his words „Et tu, Brute?‟ My heart is beating fast and I marvel, once again, at how brilliant this producion is.

What follows are two breathtaking speeches at Caesar’s funeral: One by Brutus, containing one of my favorite lines „Not that I loved Caesar less, but that I loved Rome more.‟ He is clearly a charismatic speaker and seems to convince the crowd (many actors have now integrated into the crowd and keep playing from there shouting comments, agreeing, disagreeing – it’s amazing to have people directly behind you suddenly shouting a comment). But then Mark Antony is allowed to speak, and, while he says that he is not a great speaker like Brutus, he sways the mob by speaking from his heart. I’m very close to him when he keeps speaking from Caesar’s coffin and hands around Caesar’s blood-stained vest – I even hold it in my hands. Close to us, during all of these speeches, stands Zachary Hart, formerly known as the guitarist, mourning. His eyes are sad and red, he is completely in his role and it breaks my heart to watch him. This is acting at its best! Acting while everyone is focused on those in the spotlight. I was deeply impressed (and was so lucky to be able to tell him that more than a month later).

Things get out of hand after Caesar’s burial: a civil war breaks out – and suddenly there are gunshots all around us, fires are burning, it „rains down‟ debris (I took a few souvenirs, see the first photo) and ashes onto the stage parts. We’re in the middle of a war zone. It would be chilling if I wasn’t so amazed by how they managed to pull this off. I’m fascinated but not wholly IN the play (that will come on my later visits).

When all of Caesar’s assassins are dead and the play ends with a great victor’s pose by Caesar’s heir Octavius (Kit Young), the crowd erupts into applause and cheering that would be worthy of any rock concert. I see glowing faces all around me. When the „security people‟ who have moved us all around throughout the play get on stage, they get a big round of applause as well – so very well deserved!!!

On our way out we see that Sir Ian McKellen and Roger Allam have seen the play from the gallery – it makes our evening even more special. I’m so keen on getting to the stage door – but we have to get our coats and bags first… (read about encounters at stage door and in the foyer here). While we’re waiting we start talking about what we’ve just experienced and the three things that come to my mind right away are these: First, I HAVE to see it again and this time get immersed in the words much more, now that I know what’s happening with the stage. Second, I HAVE to take my students to the NT LIVE broadcast. Third, I WANT to co-coach the drama group led by my colleague a little and get them to speak some dialogue from the audience – OMG, I want to make people see how awesome and immersive and for everybody theater can be! When I meet Adjoa Andoh at the stage door I tell her that I’ve never experienced anything like that before. She asks whether that is a good thing, which I vehemently affirm. (Side note: I did bring in some ideas to the drama group and keep trying to stress how important it is that they keep acting while other people on the stage are doing their lines.)

I’ve felt so inspired and full of energy, my love for theater lifted to a whole new level since then. So what I did on my way home – while still at Heathrow Airport – was buy a ticket for my next trip to London im March. And then I told the drama group and the 13th graders that I teach English about my experience and invited them to come along to the NT LIVE broadcast. Not all of them came along in the end, but, all in all, it was about 24 students and one colleague.

NT LIVE (March 22)

While, of course, the immersive experience cannot be translated to the screen, the broadcast still was done quite beautifully, with cameras also shooting from the pit, so that you got a tiny glimpse into how people in the pit saw the play. Unfortunately, the sound in the cinema in Neufahrn was too low, so that you didn’t really get the feeling of being there with the live audience. (I even went out and complained but nobody fixed that.)

Still, the broadcast – shown here with subtitles – helped me to focus on the dialogues and monologues without being distracted by what was going on around me. The subtitles were extremely helpful, too, so that I could really memorize some of the lines and felt like understanding the play now completely. Of course, my students (and my colleague, who does not have as much practice in English) found the language really difficult, even the best of my students struggled with Shakespeare’s English. But even so, they were impressed by the production and the actors‘ performances. Some of the students from the drama group were really enthusiastic afterwards, one girl told me a few days ago that she had researched the play and The Bridge Theatre because she wanted to know more about it. Mission accomplished!

March 24/27/28

Why I ended up seeing the play not only one but three more times, can be read in Many Meetings #1 and #2.

Now, the main question for me was, would I be able to focus more on the acting than on the technical aspects of the production while experiencing it for the second time from the pit? I was. Knowing a bit better where to stand in the concert to get a good spot afterwards, led me to always being right next to the stage in the first row, being as close to the actors as I’d ever been anywhere anytime before. This exhilarated me and kept me involved even more than the first time round. Now I started to appreciate the actors‘ performances even more.

Julius Caesar production shots by Manuel Harlan The Bridge Theatre

Ben Whishaw’s Brutus displays vulnerability, intelligence (he reads a book about Stalin, nice touch!), nobility (in the best sense of the word) and determination. I also liked the tenderness he shows for Cassius (Michelle Fairley) and Lucius, his aide (Fred Fergus). I felt like I understood what was going on in his mind and heart (something I have struggled with with others of Shakespeare’s characters, most currently – and consistently – with Macbeth). It’s not by accident that Ben Whishaw has risen to the top so quickly! There were two particularly special moments for me regarding Ben: Once he came from behind in the crowd and pushed me aside a little to speak to Caesar from right next to me. Wow, it doesn’t get any closer than this, was what I thought! And then there was this slightly spooky moment before Caesar was killed. Caesar was speaking while the conspirators were still standing at the foot of the stairs leading to his throne. I first looked at Caesar, then at Brutus, who suddenly turned his head and looked right at me. It was a little bit disconcerting because his look was rather, hm, let’s say, strict. I felt as if I had done something to invoke Brutus‘ anger. Creepy but cool…

Julius Caesar production shots by Manuel Harlan The Bridge Theatre

The choice to give Cassius a different gender and have her played by Michelle Fairley works perfectly. I must admit that I haven’t read the play nor had I seen another production before, so I can’t compare her performance to any other. I did like her emotional performance a lot – it brought me close to tears a number of times, most notably when she and Brutus meet for the last time and he denies her a hug. That hurts her so deeply and I could completely empathize with her. A truly mesmerizing performance!

Julius Caesar production shots by Manuel Harlan The Bridge Theatre

As I now saw David Calder’s Caesar a lot better than the first time, I fell completely under his spell. David Calder is a god of acting! I could just watch his face for hours on end and it would keep me utterly enthralled. It is the first time that I saw him live on stage and I’m in awe of his greatness. I can’t put this in less cheesy-sounding words.

Julius Caesar production shots by Manuel Harlan The Bridge Theatre

Ah, David Morrissey! How I hated him as The Governor in The Walking Dead, to the point that I could not really separate the man from the role anymore. I even decided not to go see the NT LIVE broadcast of Hangmen (stupid me!!!) because I thought I couldn’t stand watching him for such a long time. Well, as I told David in the foyer after my third time, he’s cured me of my hatred of him. He’s incredibly good as Mark Antony, his best moments when he’s mourning Caesar. Bravo!

Julius Caesar production shots by Manuel Harlan The Bridge Theatre

Possibly my favorite of all of them because she made me laugh every single time: Adjoa Andoh as Casca. The way she delivered her lines was so decidedly un-Shakespeare-like that I wanted to cheer every single line of hers! I’m glad I got the chance to tell her that in person. Even a single „No!‟ would elicit the audience’s laughter!

But also those with smaller roles kept me captivated. I have a particularly soft spot for the band members.

Fred Fergus is simply adorable as Lucius, he sometimes seems a bit clueless but then again he is the most loyal of Brutus‘ friends – literally till death. What made me appreciate Fred’s performance was especially a scene in which Brutus tells Cassius about the death of his wife Portia. Lucius is eaves-dropping and slowly falls apart as Brutus mentions (not in name but it is clear he means Lucius) that Lucius wasn’t there to prevent her from killing herself (the way I understood this line: „And, her attendants absent, swallow’d fire‟). In my second, third and fourth viewing I always ended up opposite Lucius in the scene and could never resist watching him becoming increasingly sad and despaired – while everyone else in the audience was watching Brutus and Cassius. (As a side note: Michelle Fairley is also fantastic in that scene!) And then: He sings himself to sleep! How can you not love this character?

Ever since my first time, I always tried to catch Zachary „Zach‟ Hart in whatever he was doing. I don’t know, I do have a heart for musicians, but that’s not all. He had a number of smaller roles, sometimes he was simply one of Caesar’s security men, but it felt like he was around constantly, always completely immersed in his role, caring for the safety of others when a security man, mourning Caesar’s death as a citizen of Rome and as Philo, being on the watch as Claudius in Brutus‘ army… What really touched me was a moment in my last viewing. This was the matinee on March 28 and there were what felt like 100 young students (my guess is 12- to 14-year-olds, some maybe even younger) in the pit. Before Caesar was killed, Zach – as security man – was standing at one corner of the stage, which at that point was at ground level, and noticed how a particularly small boy tried to see Caesar but really couldn’t because Zach was standing in his way. So Zach motioned to the boy to go past him so he could see. In a way this had nothing to do with acting skills but with human warmth. Yet, it is a real skill to remain in your role and still notice what is happening around you – and then act on it if necessary. This was a small moment on the sidelines but something I will keep in my heart as much as all the big moments on stage. (Not to forget the moment when he moved me forcibly, but with care, to the other side of the stairs… This was after I had already met him twice after the shows and, thus, it felt weirdly intimate.)

The other members of the band also did a marvelous job: Kit Young’s reaction as Octavius to Mark Antony touching his arm as if they were buddies and his final victory pose are something to remember, and Abraham Popoola’s deep voice and imposing figure as Trebonius were very impressive.

Leaphia Darko has only that one scene as Portia, but she absolutely nails this scene, as I’ve mentioned earlier (she later appears as a citizen of Rome), Wendy Kweh as Calpurnia shines in her big scene with Caesar (she later is Varro in Brutus‘ army), Leila Farzad’s big moment as Decius Brutus is in the same scene, when she convinces Caesar in a quite seductive way that Calpurnia’s nightmare of the Romans drinking from Caesar’s wounds is actually a good omen. Mark Penfold (Soothsayer, Caius Ligarius, Lepidus), Nick Sampson (Cinna), Hannah Stokely (Metellus Cimber), Rosie Edie (Marullus, Artemidorus) and Sid Sagar (Popilius Lena, Flavius) are all marvellous too, even if their parts are smaller. But it’s a real ensemble piece, which also comes across when you consider that instead of leaving the theater right after the performance, most actors stay in the foyer to have a drink together (or with friends). You can tell that the actors feel comfortable with each other and support each other. I guess that is another reason why this production feels so special to me. I just feel a quite strong connection to the cast, particularly those I’ve met, and have promised myself to watch out for future projects of the involved actors. I’ve already acted on this promise and bought a ticket for Kit Young’s next engagement at the Donmar Warehouse.

To sum up, every play that I’m going to see from now on will have a lot to live up to. I certainly have no wish to see any other production of Julius Caesar, at least not any time soon, because I feel that Nicholas Hytner has managed to make me understand the play by letting me become a part of it as no other production – of Shakespeare or otherwise – has done so far. I have experienced Julius Caesar, not merely seen it. I’ve become part of the narrative if you like. It feels like this could be the future of theater – a type of theater that also young people can relate to. The matinee with the many kids was the best proof. Yes, in the beginning they had to be shushed a number of times, but seeing their faces – eyes and often mouths wide open – later on when „the action‟ had started, made me so happy. And what is the narrative, what is the message? To me, it is not a simple one. I’ve read elsewhere that Hytner’s production firmly stands on Brutus‘ side. To me, someone who hasn’t studied Shakespeare in detail (as a student I was more interested in contemporary literature, preferably from the US), the message of the play I’ve seen basically is: Be careful what you wish for. No one wants a tyrant, a dictator, but you should have a good plan if you want to change the leadership of your country. It won’t help if what follows after the removal of a (potential) dictator, is civil war and chaos. Plus, it doesn’t give a simple answer as to what is charismatic and what is populist. At least that’s how I felt. I felt touched by both Brutus‘ and Mark Antony’s speeches, which is confusing. Especially nowadays it seems like there is only black & white. You’re either for us or against us. What the other side says is evil and stupid. I didn’t feel that way in Julius Caesar – I could see both sides had their points. I mourned with both sides. I don’t know if that was the intention but that’s how it felt to me.

If you still have the chance to see a recorded version of the NT LIVE broadcast, DO THIS! For example, at the Cinema München on April 16.

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Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #88: 5 Serienwelten, die ich nur sehr ungern verlassen habe

Lalala, ich habe nur 88 Wochen gebraucht, bis ich mich endlich dazu aufraffen konnte, bei Goranas Reihe mitzumachen. 😮 Dabei gab es schon sooooo viele tolle Themen! Vielleicht war ich ja auch eifersüchtig, nimmt die liebe Gorana mir doch dadurch quasi wöchentlich Ideen für eine potentielle Blogparade weg! Pah! 😉

Jetzt aber doch. Denn heute geht es um:

5 Serienwelten, die ich nur sehr ungern verlassen habe

Da bin ich doch mit Herzblut und Herzschmerz dabei! Wobei es auch ganz schön schwierig wird, mich auf fünf zu beschränken (wie immer bei mir). Die Reihenfolge drückt keine Wertung aus.

  1. Sunnydale (Buffy The Vampire Slayer): Na gut, vielleicht doch meine absolute Nummer Eins. Schon so oft darüber geredet, neben meinem oben verlinkten Artikel auch bei einer Blogparade zu den besten Serienepisoden. (Darf ich hier noch Firefly zufügen? Ist doch auch von Joss Whedon… 😉 )
  2. Battlestar Galactica: Ich habe erst vor wenigen Wochen meinen Rewatch beendet und bittere Tränen vergossen. Ach, hätten sie doch (New) Earth nie gefunden und sich nicht alle von einander getrennt. „SO SAY WE ALL!“, hieß es doch immer… 😥
  3. Deep Space Nine: Ja, nochmal Science Fiction. Die Crew auf der Raumstation ist mir besonders ans Herz gewachsen, zumal auch das Serienfinale ordentlich ans Herz ging. Ich hätte mir soooooo sehr einen Film mit dieser Besatzung gewünscht!
  4.  Pawnee (Parks and Recreation): Erst weit nach Beendigung der Serie entdeckt. Die Liebe musste erst wachsen, aber dann war sie so groß, dass ich am Ende am Boden zerstört war, Ich liebe, liebe, liebe diese Comedy-Serie und all ihre Protagonisten. Ich folge (fast?) allen Schauspielern auf Twitter. Und ich habe mich in Adam Scott verliebt. ❤
  5. The West Wing: Auch erst viel zu spät entdeckt, dafür dann in einem Rutsch durchgeschaut und dabei sowohl sehr viel über amerikanische Politik gelernt als auch Charaktere und deren Darsteller ins Herz geschlossen. Hat einen besonderen Platz in meinem politisch interessierten Herzen.

Es gibt noch sooo viele andere Serienwelten, bei denen ich am Ende sehr, sehr traurig war, mein Herz für Serien ist einfach zu groß… 😉

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Neulich beim BINGEWATCHING #5: Die Netflix-Serien Altered Carbon (S1) und Sense8 (S1)

Ich habe mich eigentlich für den Probemonat bei Netflix angemeldet, weil ich gedacht hatte, dass dort sicher die 8. Staffel (Teil 1) von The Walking Dead läuft, die ich vor der Walker Stalker Con (WSC) (17./18.3.) doch noch ansehen wollte, nur um dann festzustellen, dass es die auch nur bis inkl. 7. Staffel dort gibt. Noch schnell ein Lockangebot von Sky Ticket abgeschlossen, damit ich dann dort auf den aktuellen Stand kam, doch dann wollte ich natürlich auch mein Netflix-Probe-Abo nützen. Und nachdem ich dann mit TWD durch war und am Freitag Abend vor der WSC einen Tweet von Jeffrey Dean Morgan gelesen habe, in dem er Netflix für Altered Carbon dankte und Joel Kinnaman darum bat, es doch etwas langsamer angehen zu lassen, was das Ausziehen anbelangte, weil er den Rest der Männer doch recht lächerlich dastehen lässt,

habe ich kurzer Hand die erste Folge noch im Hotelzimmer angesehen (ähm, auf meinem Nokia 8) und war sofort gehooked!

Altered Carbon (Netflix, created by Laeta Kalogridis, 2018-)

Quelle: IMDb Copyright: Netflix

Also erstens: Ja, holy hell, Joel kann man sich schon ansehen, wenn er nackt und halb nackt rumläuft. Tut den Augen nicht weh, nein. ❤ Aber viel wichtiger: Wie habe ich diese Stimme und diese Körperhaltung seit The Killing vermisst! Klar, ich habe den ein oder anderen Film mit ihm zwischendurch gesehen, von Robocop (naja) über Run All Night (Nein, mit Liam Neeson!) und Child 44 (mit Tom Hardy, ganz OK) bis hin zu Suicide Squad (konnte ich nicht „objektiv‟ so schlecht finden wie alle anderen Menschen, weil Joel in Army-Klamotten einfach hot ist 😳 ). Das war für mich alles nicht vergleichbar mit seiner Rolle des Stephen Holder in The Killing. Altered Carbon ist nun ein tolles Vehikel, um ihn mehr ins Rampenlicht zu bekommen!

Denn die Serie bietet für Sci-Fi-Fans beste Unterhaltung. Ich fühlte mich sofort an die Welt von Blade Runner / Blade Runner 2049 erinnert – und das ist für mich schon mal ein erstes Qualitätsmerkmal. Rein optisch (ich habe die anderen Folgen dann nicht mehr auf dem Smartphone angeschaut) schon mal ein echter Leckerbissen.

 

Quelle: IMDb Copyright: Netflix

Die Prämisse ist auch sehr spannend: In dieser Zukunft trägt man ein Speichermedium (cortical stack) im Genick, auf das das Bewusstsein mitsamt der Erinnerungen gespeichert wird. Wenn der Körper stirbt, kann das Bewusstsein dann mit diesem stack in eine neue „Hülle‟ (sleeve) übertragen werden, aber auch die sleeves können reproduziert werden, sodass Reiche quasi unsterblich werden – und das sogar mit ihrem eigenen Körper, so z. B. der arrogante Laurens Bancroft (James Purefoy, nach seinen Ausflügen in die amerikanischen Südstaaten in Hap & Leonard mal mit seinem ursprünglichen britischen Akzent). Man kann außerdem sozusagen in die Cloud zwischenspeichern, sodass man auch nicht völlig stirbt oder alles vergisst, wenn der stack zerstört wird. Die Idee finde ich gleichzeitig faszinierend und spooky. Sie spielt mit dem Traum der Unsterblichkeit, der die Menschheit irgendwie immer zu beschäftigen scheint.

Dazu gibt es auch hologramm-artige Figuren, die im Grunde genommen Computerprogramme sind, sich aber als Personen materialisieren können. Spätestens seit dem Holo-Doktor auf der Star Trek Voyager wurde bewiesen, dass solche Figuren sehr viel Spaß machen können, und so ist es auch mit Poe (die Assoziation mit Edgar Allen Poe ist gewollt), der mit viel Witz von Chris Conner dargestellt wird.

Großer Pluspunkt sind aber auch die starken Frauenfiguren, die es in dieser Serie gibt – von der Polizistin Kristin Ortega (Martha Higareda) über Takeshi Kovacs‘ (Kinnaman) Schwester Reileen (Dichen Lachman, Dollhouse) bis hin zur Anführerin Quellcrist Falconer (Renée Elise Goldsberry), um nur eine Auswahl zu nennen. Überhaupt tauchen eine Menge bekannte Gesichter (aus Serien wie Bones, Buffy, Battlestar Galactica, Hawaii Five-0) auf – und diese Gesichter sind außerdem sehr diverse.

Eine rundum gelungene Sci-Fi-Serie mit charismatischen Hauptdarstellern, cooler Optik und interessanter Story. 9 Punkte!

Sense8 (Netflix, created by The Wachowskis & J. Michael Straczynski, Season 1, 2015)

Quelle: IMDb Copyright: Netflix

Endlich, endlich! Schon seit ich von der Serie immer wieder gelesen habe, wollte ich diese sehen, doch Netflix hat sie bisher einfach nicht auf DVD rausgebracht. Also habe ich – ganz im Einklang mit dem Abstimmergebnis meiner Umfrage bei Twitter (naja, nur 13 Teilnehmer…) – nach Abschluss von Altered Carbon (und nach Rückkehr aus London und Forchheim) nun innerhalb von vier Tagen die ganze erste Staffel (12 Folgen) gebingewatched. Wow!

Erstmal ein Geständnis vorweg: Ich hatte überhaupt nicht mitbekommen, dass aus den Wachowski Brothers inzwischen sozusagen Sisters geworden waren. 😳 Warum das relevant ist? Nun, eine von den acht sogenannten sensates ist Transgender und wird auch von einer Transgender-Frau (Jamie Clayton) gespielt. Das ist auf jeden Fall schon mal interessant.

Aber ohnehin sind die acht Hauptcharaktere so unterschiedlich, wie es nur geht. Sie leben in den USA (Chicago und San Francisco), Mexico City, GB (London)/Island, Indien (Mumbai), Kenia (Nairobi), Deutschland (Berlin) und Südkorea (Seoul), es gibt einen Cop, der immer noch heimgesucht wird von einem ungelösten Mordfall aus seiner Kindheit; eine DJane, die ein schreckliches Trauma erlitten hat; eine lesbische und transgender Hacktivistin; einen Schauspieler, der sich noch nicht öffentlich dazu bekannt hat schwul zu sein; eine Wissenschaftlerin und gläubige Hinduistin, die kurz vor der Hochzeit steht; einen Busfahrer, der versucht Geld für die AIDS-Medikamente seiner Mutter zu verdienen; einen Safe-Knacker, der aus einer Familie kommt, die in organisiertes Verbrechen involviert ist; eine Geschäftsfrau, die sich nur wohlfühlt, wenn sie bei illegalen Kickboxing-Matches den Gegnern ordentlich aufs Maul hauen kann.

Sie alle sind weit davon entfernt, perfekt zu sein oder ein rundum glückliches Leben zu führen. Und dann bekommen sie plötzlich „Besuch‟ von einander – obwohl jeder in seiner Stadt bleibt. Natürlich fragen sie sich erstmal, ob sie wohl verrückt werden, doch mit der Zeit nehmen sie diese Gabe an und helfen einander auch in brenzligen Situationen. Zunächst sind das Vorfälle, die jeweils nur das jeweils eigene Leben betreffen, doch bald wird klar, dass ihr ganzer cluster in Gefahr ist…

Ich verstehe, warum diese Serie so glühende Fans hat, die es sogar durch ihr Engagement geschafft haben, dass es nach Absetzung der Serie nach Staffel 2 noch einen Abschlussfilm geben wird. Mich hat die Serie auch voll erwischt, schon allein mit dieser weltumspannenden Verbindung dieser acht so unterschiedlichen Charaktere. Noch dazu wurde tatsächlich überall an den Schauplätzen gedreht, was diese Serie bestimmt unglaublich teuer gemacht hat, schließlich gibt es ja acht Orte auf verschiedenen Kontinenten. Das ist faszinierend, sich vorzustellen, wie das logistisch alles gelaufen ist. Und es ist bewundernswert, dass wirklich mit einheimischen SchauspielerInnen gearbeitet worden ist. Zwar sprechen alle (meistens) Englisch, aber der Deutsche wird z. B. von Max Riemelt (ein weiterer sehenswerter Film mit ihm: Freier Fall) dargestellt und sein Onkel von Sylvester Groth. Egal, wie oder ob es eine Aufklärung am Ende gibt, wie diese Verbindung entstand bzw. wo diese Menschen (, wenn es denn welche sind,) herkommen, was der Gegenspieler will… etc. Allein für dieses Konzept liebe ich die Wachowskis und Straczynski! Es gäbe so vieles, was ich herausstellen könnte, aber ich möchte denjenigen, die diese Serie noch nicht kennen, die Chance geben, sie selbst zu entdecken. Nur eins vielleicht: Folge 6 ist unfassbar sexy! 😳 ❤ 😳 Überhaupt ist die Chemie zwischen den Figuren (nicht nur zwischen den acht Hauptcharakteren) unglaublich intensiv und förmlich greifbar.

Ich bin jetzt schon traurig, dass die Serie nur so kurzlebig ist… 😥 Tolles Konzept, perfektes Casting, spannender Plot! 9 von 10 Punkten!

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Media Monday #353

Es ist unglaublich, wie viel ich in den letzten gut zwei Wochen erlebt habe. 😮 Ich werde es wohl nie schaffen, dass alles auch schriftlich „aufzuarbeiten“… Aber ich gebe mir Mühe und habe auch schon zwei Artikel (Many Meetings #1 und #2) zu London verfasst – ich gelobe, dass noch mehr folgen werden, auch wenn ich in der zweiten Ferienwoche nun ordentlich ranklotzen muss, um meine Korrekturen zu erledigen (und sonstigen „Kram“).

Hab heute auch schon gut vorgelegt, aber trotzdem habe ich mir heute noch einen spontanen Kinoabend mit Adoring Audience gegönnt (siehe 7.), schließlich ist ja Feiertag. 🙂 Deswegen kommt der heutige Media Monday auch erst kurz vor Schluss!

1. An so einem verlängerten Wochenende treffe ich gerne Familie und/oder Freunde. Freitag bis Sonntag wieder viel Skat gespielt und Sonntag Abend und heute Abend Kultur mit Freunden. Am Sonntag war das STAR WARS: Eine neue Hoffnung live in concert. John Williams‘ Musik zu Star Wars ist einfach legendär! Da nahm ich in Kauf, dass der Film auf Deutsch gezeigt wurde…

2. Zombies und andere Wiedergänger haben es mir durchaus angetan. The Walking Dead bleibt ein Dauerbrenner (auch wenn es deutliche Abnutzungserscheinungen gibt, aber: Negan & Lucille! ❤ 😀 ), aber auch die „Light-Version‟ von Zombies in iZombie finde ich reizend, und Zombiekomödien wie Shaun of the Dead oder Zombieland können mich köstlich amüsieren. Für Vampire habe ich eh ein großes Herz (Ausnahme: Vampire, die in der Sonne glitzern)… Das geht so weit, dass ich auch schon Seminararbeitsthemen zu Zombies und Vampiren gestellt habe! 🙂

3. Joel Kinnaman ist aus meinen persönlichen Favoriten absolut nicht mehr wegzudenken, schließlich hat er mich nach The Killing jetzt wieder in Altered Carbon absolut weggeblasen. Zugegebenermaßen ist seine Filmauswahl nicht immer so gut gewesen, aber in diesen beiden Serien ist er für mich unwiderstehlich und, nein, nicht in erster Linie wegen seines durchtrainierten, inzwischen ziemlich muskelbepackten Körpers. Ich sterbe für seine Stimme und seine Körperhaltung… ❤ (und er spielt auch einfach gut in dieser fantastischen Serie).

4. Es ist ja bei mir/uns regelrechte Tradition, dass wir zu dritt freitags in die Sneak Preview (OV) gehen. Allerdings waren wir aus diversen Gründen (Walker Stalker, London, Ostern bei den Eltern) jetzt schon vier Wochen nicht und haben dabei u. a. Ready Player One verpasst (MIST!).

5. Diese ewigen Aprilscherze im Netz (und auch sonstwo) haben mich dieses Jahr kaum tangiert. Ich habe tatsächlich nur einen auf Twitter gesehen, über den ich kurz gestolpert bin, den man doch recht schnell als solchen identifizieren konnte: „Shane will return to The Walking Dead!‟

6. ____ ist ja eine dieser Meldungen, von der ich mir wünschen würde, es wäre mehr gewesen als bloß ein schlechter Scherz, schließlich ____ . Da fällt mir nichts ein, das tatsächlich als Scherz gemeint gewesen ist. Was ich toll fände, wäre allerdings, wenn sich Lin-Manuel Miranda mit Joss Whedon zusammen tun würde und ein Buffy-Musical schreiben würde…

7. Zuletzt habe ich The Florida Project mit Adoring Audience gesehen und das war wie ein Sittengemälde der amerikanischen Unterschicht, weil man einfach über die Kinder einen sehr interessanten Einblick in das Leben derer bekommt, die da in den Motels nahe Disney World in Florida hausen. Ständig in Gefahr, die Miete nicht mehr aufbringen zu können, so nah am Touristenziel und doch so weit davon entfernt. Und: das Mädchen, das Moonie spielt (Brooklynn Kimberly Prince), ist einfach DER HAMMER!!! ❤

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