Media Monday #284

Endlich habe ich – vorübergehend – meinen freien Montag zurück!🙂 Der wird allerdings heute weitgehend für Korrekturen drauf gehen. Das heißt für euch, dass es demnächst endlich neue Stilblüten (und auch einen neuen Bullshit-Eintrag) gibt, ich allerdings mir heute das Kommentieren weitgehend verkneifen werde, damit ich weniger abgelenkt von den Korrekturen bin. Eine Pause werde ich mir am Nachmittag trotzdem gönnen: erst eine halbe Stunde oder so laufen bei herrlichem Sonnenschein (und Kälte), und dann die erste Folge von Westworld (siehe Antwort 7).🙂

Jetzt aber erstmal der heutige Media Monday:

1. Wenn zu Nikolaus wieder die Nikolausgedichte von den Klassleitern eingefordert werden (, die dann „der Nikolaus‟ in den Klassen – Oberstufe, wohlgemerkt!😀 – vorliest), dann stöhne ich immer erst laut auf, obwohl es mir dann doch letztlich Spaß macht, meine selbst erstellte Vorlage an die aktuelle Klasse anzupassen. Natürlich reimen sich meine Gedichte!😉

2. Von The Lord of the Rings die Special Extended Edition zu kennen/besitzen, ist für den wahren Mittelerde-Fan (wie mich oder bullion oder pimalrquadrat) eine Muss!🙂

3. Mit meiner Vorliebe für den Nordwesten der USA scheine ich ja ziemlich allein da zu stehen, denn ich bin auf meiner Reise in Washington und Oregon nur wenigen Deutschen begegnet, ganz im Gegensatz zu letztem Jahr, als der Südwesten fast schon in deutscher Hand schien. Ich kann nur sagen: Washington und Oregon haben auch sehr, sehr viel zu bieten – schaut euch alleine diese Küste an!

4. Der Film/die Serie Arrival hat mich dazu angeregt, mit Musik von Max Richter im Ohr eine kleine Fototour zu machen.

5. Ender’s Game hat mich als Buch wahnsinnig begeistert, die Verfilmung jedoch hat mich weniger überzeugt.

6. Wenn es ums Thema Comics geht, gibt es einen klaren Favoriten bei mir: Calvin and Hobbes! Was habe ich die Bücher verschlungen. Schade nur, dass der Schöpfer Bill Watterson die Serie schon 1995 eingestellt hat. Ich muss endlich mal wieder einzelne Strips im Unterricht verwenden! Habe ich in meiner Anfangszeit noch öfter mal gemacht. Gerade zum Thema „Environment‟ gibt’s da einiges… Ansonsten las/lese ich eigentlich so gut wie keine Comics. Nicht mal *indeckunggeh* Asterix. Da kenne ich nur den Fränggischen Band…😀 Das ist so ähnlich wie bei bullion, der nur den fränkischen Tatort schaut (und damit leider außer etwas Lokalkolorit nicht viel geboten bekam bisher).😉

7. Zuletzt habe ich Folgen von Westworld zur Verfügung gestellt bekommen und das war für mich eine große und unerwartete Freude, weil ich nun noch reinschauen kann, bevor ich – hoffentlich – Ed Harris an der Stage Door gegenüber stehe!🙂 Ich bin tierisch gespannt, nach all dem Guten, was ich schon gehört habe!

 

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Neulich beim SNEAKen: Hell or High Water (David Mackenzie, USA 2016) – Kurzkritik

Als am Freitag Nacht die Opening Credits mit den Verleih- und Produktionsfirmen auf der Leinwand erschienen, war es mir schnell klar: Den Film habe ich schon gesehen – und zwar vor drei Monaten in Corvallis, Oregon. Enttäuscht war ich trotzdem nicht, denn der Film ist gut genug, um ihn auch beim zweiten Mal zu genießen. Vielleicht sogar noch mehr!

Ich habe ja damals auch eine Kurzkritik – live and direct from the USA – gepostet, die aber vielleicht viele übersehen haben, weil ich sie in meine „A Picture a Day“-Reihe eingereiht habe. Deswegen erlaube ich mir, mich selbst zu zitieren und noch ein paar Gedanken, die mir bei der zweiten Sichtung gekommen sind, hinzuzufügen.

Der Film um zwei Brüder (gespielt von Chris Pine und Ben Foster), die aus den richtigen Gründen das Falsche tun, fängt zwar gleich mit dem ersten Bankraub an, entwickelt sich dennoch zunächst recht gemächlich. Neben den Brüdern lernt man zwei (Texas-)Ranger kennen, den kurz vor dem Ruhestand stehenden Marcus (Jeff Bridges) und den indianisch-mexikanischen Alberto (Gil Birmingham). In dieser ersten Hälfte des Films wird auch klar, unter welchen desolaten Umständen viele in West-Texas leben (gedreht wurde allerdings in New Mexico).

Ab dem vierten Bankraub nimmt dann die Spannung enorm zu, Showdown inkl. Der Film hat viele Zutaten eines klassischen Western: Gesetzlose vs. Gesetzeshüter, Bankraub, Schießereien, Cowboys und Indianer… Aber sympathisch findet man Menschen auf beiden Seiten. Selbst als die Situation eskaliert, wünscht man niemandem den Tod. Aber die Taten haben Konsequenzen…

Stellenweise recht witzige Dialoge (aber sicher keine Komödie – beide Seiten erleiden Verluste), sehenswerte schauspielerische Leistungen, auch in Nebenrollen, tolle und gleichzeitig irgendwie trostlose Landschaft, passende (Country-)Musik, und das gute Drehbuch von Taylor Sheridan (Sicario) haben zu einem sehr gelungenen Kinoabend geführt. Ach, und Jeff Bridges war einigermaßen zu verstehen…😉

Eigentlich habe ich in knappen Worten alles wichtig erwähnt, merke ich beim Durchlesen. Ich möchte trotzdem noch mal ein paar Aspekte herausstellen, die eben dazu beitragen, dass der Film auch bei der zweiten Sichtung nicht nachlässt.

Erstmal: Jeff Bridges! Er hat für die Darstellung des Marcus eine Oscar-Nominierung verdient – und sei es nur für eine einzige Szene, in der er zeigt, was für ein begnadeter Schauspieler er ist. Alle anderen Rollen sind aber auch großartig besetzt.

Der Cinematographer Giles Nuttgens hat einen sehr guten Blick dafür, wie man auch den Verfall der gezeigten Region irgendwie schön finden kann. Ich mag so etwas ja auch selbst beim Fotografieren, deswegen gefällt mir das in diesem Film besonders. Die Landschaft wird auch ambivalent dargestellt: Einerseits sind diese Weiten breathtaking, aber gleichzeitig auch irgendwie bleak. Ich konnte mich auf jeden Fall kaum satt sehen.

Die Musik von Nick Cave und Warren Ellis, zusammen mit den Original Songs, passt perfekt zur Szenerie und fängt die Stimmung wundervoll ein.

Vor drei Monaten schwankte ich noch zwischen 7,5 und 8 Punkten – nach der zweiten Sichtung gehe ich mindestens auf 8 von 10 Punkten.

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Mit dem Fotoapparat unterwegs #22 meets I’m hooked! #23: Mit Max Richter im Westpark

Durch Arrival bin ich auf den Komponisten Max Richter aufmerksam geworden. Seine Musik ist größtenteils auf Amazon Prime zu hören und auch downzuloaden. Und so habe ich mir heute zunächst zu Hause den Score von Perfect Sense angehört und bin dann mit dem Score von The Leftovers im Ohr mit dem Fotoapparat im Westpark spazieren gegangen.

Was für ein Fest für die Sinne! Ich bin ja normalerweise jemand, der gerne ohne Musikberieselung spazieren oder laufen geht, doch Max Richter lieferte mir heute den perfekten Score zur Natur. Seine Stücke sind schnörkellos, unkompliziert, gehen leicht ins Ohr und kommen mir schnell vertraut vor. Und sie treffen mich tief ins Herz. Es durchströmt mich zugleich Melancholie und tiefste Lebensfreude. Ich will am liebsten nichts anderes mehr hören, Max Richter soll den Soundtrack zu meinem Leben schreiben…

Hört euch dieses Lied an (Von Anfang bis Ende – Das Stück steigert sich wie Bolero von Ravel!) und schaut euch dazu meine Fotos an – dann habt ihr vielleicht ein klein wenig eine Ahnung, wie mich dieser Spaziergang erfüllt hat.

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Blogparade: Kill them off! 10 Most Hated Characters – Auswertung

Ein bisschen verwöhnt bin ich von der Beteiligung bei meiner letzten Blogparade  mit über 40 TeilnehmerInnen schon: Mit mir haben „nur‟ 20 Bloggerinnen und Blogger ihrer Mordlust gefrönt und eine Liste mit den Charakteren, die sie so richtig nervig, überflüssig, hassenswert finden, veröffentlicht. Zu reißerischer Titel diesmal?😉 Oder geht’s euch wie mir und ihr habt gerade einfach tierisch viel um die Ohren? Aber ich will mich gar nicht beschweren – sondern vielmehr den 19 TeilnehmerInnen herzlich danken!🙂

Insgesamt wurden 161 Namen genannt, davon entfielen allein 23 Stimmen auf neun Figuren aus Game of Thrones (Joffrey, Ramsay, Tyene, Sansa, The Waif, Viserys, Daenerys, Hoher Spatz und „The Winter‟)! Damit führt diese Serie mit einigem Vorsprung – nicht ganz unerwartet, schon allein, weil ja die Serie so eine Vielzahl von Charakteren hat.

Doch auch weitere Serien bzw. „Universen‟ präsentieren den Fans einiges an verachtenswertem oder schlicht nervtötendem Material:

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  • The Walking Dead: 13 Stimmen verteilen sich auf 6 Figuren (The Governor, Negan, Carl, Shane, Andrea, Carol)
  •  Fear the Walking Dead: je eine Stimme für Nick, Chris und Madison

Whedonverse (8):

  • Buffy: je eine Stimme für Dawn, Drusilla (serienübergreifend) und Kennedy
  • Angel: 4 für Connor
  • Agents of S.H.I.E.L.D.: Dr. Gemma Simmons

The Star Trek Federation (7):

  • ST:TNG: 2 Stimmen für Wesley Crusher + eine für seine Mutter Dr. Crusher, Q (serienübergreifend)
  • ST:DS9: je eine Stimme für Kai Winn und Gul Dukat
  • ST:VOY: Neelix

Dazu kommen:

  • 5 Nennungen für LOST
  • je 4 Nennungen für Doctor Who, Downton Abbey und Grey’s Anatomy
  • je 3 Nennungen für X-Files, The 100, Gossip Girl, The Gilmore Girls und Suits (und Scrubs – die kamen aber alle von einer Person)

Fragt sich jetzt: Ist es eigentlich ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, wenn eine Serie so viele hassenswerte Charaktere bietet?😉

Nun aber das, worauf ihr schon sehnsüchtig gewartet habt:

Die Top 5 der Most Hated Characters

Platz 5 (2 Nennungen):

Daniel Hardman (Suits), Wesley Crusher (ST:TNG), Negan (TWD), Shane (TWD), Andrea (TWD), Alison (Pretty Little Liars), Dan Scott (One Tree Hill), Sansa Stark (GoT), Victoria Grayson (Revenge), Alex Krycek (X-Files), Lisa Kimmel Fisher (Six Feet Under), Thomas Barrows (Downton Abbey), Carrie Mathison (Homeland)

Platz 4 (3 Nennungen):

The Governor (TWD), Carl (TWD), Megan Fisher (Wayward Pines), Vee (Orange is the New Black)

Platz 3 (4 Nennungen):

Connor (Angel) und Skyler White (Breaking Bad)

Platz 2 (5 Nennungen):

Ramsay Bolton

Platz 1 (10 Nennungen):

Joffrey Baratheon

Dass Joffrey das Feld anführt, ist jetzt nicht so die Überraschung. Ein paar andere Überraschungen aber gab es für mich schon. Hier die Charaktere bei denen ich laut aufschrie: NEIIIIN!

  • Dr. Gemma Simmons (Agents of S.H.I.E.L.D.): Ich liebe Fitz/Simmons!
  • Alex Krycek (X-Files): Oh Mann, fand ich den damals heiß! Puh!😳
  • Jess Mariano (The Gilmore Girls): Vielleicht bin ich da nun auch im Nachhinein positiv voreingenommen, weil mir der Schauspieler Milo Ventimiglia auch in Heroes so gut gefällt… Klar war er kein einfacher Typ, aber ich mochte ihn trotzdem.
  • Alice Morgan (Luther): Sie und Luther haben so eine prickelnde Chemie – heiß! War auf meiner Liste mit den besten Bösewichten aus Serien.
  • Moriarty (Sherlock): :-o Ähm, ich verweise hier nur auf die Auswertung der Blogparade mit den besten Bösewichten! Nicht nur ich liebe ihn – er landete bei den Serienbösewichten auf Platz 1!❤
  • Drusilla (Buffy/Angel): Herrlich durchgedreht psychopathisch – sie und Spike waren mal ein creepy, aber tolles Paar!
  • Gul Dukat und Q (DS9+TNG): Zwei ganz unterschiedliche Bösewichte, die dabei aber auch sehr vielschichtig sind – ich liebe beide!

Wenn ihr übrigens wissen wollt, wie Stepnwolf seine Hass-Kandidaten „entsorgen‟ würde, lest es HIER nach. Da die meisten sich tatsächlich an die von mir favorisierte Vorgabe, Beispiele aus Serien zu liefern, gehalten haben, wurde DER wohl meist gehasste Charakter OF ALL TIMES nur einmal genannt: Jar Jar Binks. Der Name MUSS hier einfach genannt werden – danke @mwj! Da ich ja z. Zt. sehr im Kingkiller-Chronicle-Fieber (Buchreihe von Patrick Rothfuss) bin, habe ich mich gefreut, dass pimalrquadrat – wie erwartet und irgendwie auch erhofft😉 – auch Figuren aus der Literatur genommen hat und dabei Ambrose Jakis (alias „Jackass‟:mrgreen: ) aus eben dieser Reihe genannt hat. Indeed!

Nochmals herzlichen Dank an alle TeilnehmerInnen!❤

Und ich gebe nochmal die Frage zurück an euch: Welche Nennung überrascht euch? Wen hättet ihr auf den vorderen Rängen erwartet? Ich freue mich auf eure Kommentare!🙂

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USA 2016: Oregon Coast #2 (Indian Beach)

Nachdem mich die Küste Oregons schon mit dem Erkunden des ersten – nahezu menschenleeren – Strands Crescent Beach für sich gewonnen hatte, wollte ich mehr vom Meer und entschloss mich, nachdem ich wieder zurück zum Parkplatz an Ecola Point gewandert war, noch die eineinhalb Meilen zum Indian Beach zu fahren.

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Dieser Strand war nun deutlich bevölkerter, was zum einen natürlich der Tatsache geschuldet war, dass es dort einen Parkplatz gibt und man nur wenige Meter zum Strand runterlaufen muss.

Zum anderen… schaut selbst, dann wird es eh klar!

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Schon allein die Reflektionen auf den mit einem dünnen Film Wasser überzogenen Sandbänken im Zusammenspiel mit den Wellen und dem von Wolken durchzogenen Himmel luden dazu ein, sich einfach nur dieser Schönheit hinzugeben und keinen Gedanken an Alltag zu verschwenden.

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Das dann auch noch kombiniert mit den Felsformationen, da fehlen dann langsam die Worte.

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Überhaupt – diese Basalt-Felsen! Man muss sich nur vorstellen: Sie entstanden vor 15-16 Millionen Jahren aus Lavaströmen… Faszinierend, dass das Meer sie in all diesen Millionen Jahren nicht komplett abtragen konnte.

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Ja, ich gebe zu, der Felsen mit dem „Tor“ hatte es mir besonders angetan.😉

Auf den Felsbrocken, die gerade „auf dem Trockenen saßen“, konnte ich eine Vielfalt an Muscheln bewundern.

Eine Liebe von mir kennt ihr noch nicht (wahrscheinlich auch, weil ich noch keinen Eintrag zu Sylt veröffentlicht habe,): Leuchttürme! Man hätte auch eine Tour zu allen Leuchttürmen in Oregon machen können (dazu gibt es Reiseführer), aber leider hatte ich dafür zu wenig Zeit. Dieser hier war nur durch den Zoom der Kamera etwas näher herzuholen. Ich kann mir immer gar nicht so recht vorstellen, wie man auf so eine Felseninsel einen Leuchtturm bauen kann!

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Und nun noch ein letztes Bild, das ein bisschen die enorme Kraft der Wellen zeigen sollte. Es gibt sicher tausende Fotos von viel höheren „Fontänen“ (noch dazu war der Wellengang ohnehin nicht so stark), aber ich war trotzdem recht glücklich, diesen Moment einfangen zu können, wenn das Meer auf den Felsen trifft.

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So langsam spürte ich das, was ich zu Beginn meines ersten Beitrags zu Oregons Küste beschrieben habe: Ich war übersättigt von all dieser Schönheit, die über alle Sinne da über mich hereingebrochen war. Trotzdem musste ich mich zwingen, dem Meer den Rücken zu kehren und ins Auto zu steigen, um mich in Richtung meines Motels aufzumachen (das war noch ganz schön weit weg – ich kam dort auch erst an, als es schon dunkel war…).

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USA 2016: Oregon Coast #1 (Crescent Beach)

Die wilde Schönheit der Küste Oregons hat mir den Atem geraubt und mein Herz mit so viel Glücksgefühl erfüllt, dass es fast zerbersten wollte. Klingt übertrieben? Ich bin vielleicht zu wenig Schriftstellerin, um mit Worten ausdrücken zu können, was diese Küste mit mir gemacht hat. Aber es war definitiv so, dass ich mich am Ende des Tages förmlich von so viel Schönheit, Sonne und Wolken, Wind, Geräuschen und diesem Geruch von Meer wie erschlagen fühlte.

Schon der erste Blick von Ecola Point (im Ecola State Park) Richtung Süden verschlug mir den Atem (der große Fels im Hintergrund, kurz bevor die Küste kaum mehr sichtbar ist, ist übrigens der berühmte Haystack Rock von Cannon Beach, der südlich des Crescent Beach liegt):

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Das musste ich mir genauer ansehen, auch wenn das Wetter nicht soo einladend schien. So machte ich mich auf den Weg, der zum Crescent Beach (im oberen Bild zu sehen) führte. Die Warnung „Experienced Hikers Only“ war sicher etwas übertrieben – ein Hinweis, nur mit festem Schuhwerk unterwegs zu sein, hätte letztlich gereicht. Gut, der Abstieg zum Strand am Schluss war dann doch relativ steil, aber insgesamt war das kein übermäßig anspruchsvoller Wanderweg.

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So ging es durch Wald und am Rande der Klippen entlang.

Unten am Crescent Beach angekommen, dachte ich: Einen schöneren Ort kann es kaum geben.

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Und so begann mein Foto-Marathon… Ich konnte mich nicht satt sehen, und hatte das Gefühl, ich muss all dies fotografisch festhalten. Da sich außerdem das Wetter und damit die Lichtverhältnisse ständig änderten, konnte ich die Kamera kaum aus den Händen legen. Dabei fehlt natürlich so viel auf den Bildern: Das Geschrei der Möwen, das Rauschen des Meeres, der Wind in den Haaren, der salzige Geschmack auf der Zunge…

Vielleicht hört ihr ja hier das Rauschen:

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Ein paar Details am Rande:

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Selbst ohne Felsen im Blick, sorgten Wolken und Wasser für wunderschöne Stimmung:

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Aber ich gebe es zu: Ich konnte den Blick nicht von den Felsen wenden. Und als dann die Sonne immer mehr ihr Gesicht zeigte, schoss ich weitere Bilder.

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Im Hintergrund wieder der Haystack Rock

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So langsam machte ich mich dann auf den Rückweg – denn noch war ich nicht satt. Ich wollte noch den Indian Beach sehen! Demnächst entführe ich euch dann dorthin…🙂

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Media Monday #283

Und schon wieder ist das Wochenende rum… Diesmal saß ich im Grunde genommen nur am Schreibtisch – aber nicht etwa um Beiträge für meinen Blog zu schreiben!:-/ Na gut, doch, am Freitag habe ich die Fragen eines Liebster Awards beantwortet. Aber ich will nicht klagen – ich gönne mir schon auch immer wieder etwas zwischendurch: die Sneak Preview am Freitag, eine Folge Heroes zum Snack am Nachmittag, am Abend einen Krimi mit meinem Freund.

Und jetzt gönne ich mir – und euch – den aktuellen Media Monday:

1. Wenn ich daran denke, dass jetzt schon wieder die Vorweihnachtszeit beginnt, freue ich mich zum einen, weil das bedeutet, dass meine nächsten London-Theatertrips (und der Filmstart von Rogue One) näher rücken. Zum anderen graut es mir aber auch ein wenig, weil bis dahin noch so viel Schulisches erledigt werden muss und ich doch eigentlich heuer ein paar Fotobücher als Weihnachtsgeschenke digital erstellen wollte. Nur wann?

2. Normalerweise mag ich Filme mit/von M. Night Shyamalan ja sehr gerne (ja, auch The Lady in the Water und The Happening), aber mit The Last Airbender (Die Legende von Aang) hat sie/er echt ins Klo gegriffen, denn das war mit Abstand der wohl schlechteste Fantasy-Film, den ich je gesehen habe. Aber am Freitag habe ich den neuen Trailer zu Split gesehen – und ich kann es kaum erwarten, diesen Film mit James McAvoy als Mann mit 23 Persönlichkeiten (!) zu sehen. Der Trailer sah so creepy aus, dass meine Freundin D. gesagt hat, dass sie sich diesen Film wohl nicht im Kino anschauen wird… Im Guardian steht:

Split goes all-in on McAvoy slipping from persona to persona, and luckily he’s got the acting chops to sell it. With only minor costuming changes he morphs from an angry clean freak to a flamboyant fashion designer to a precocious kid.

I know James can pull it off!❤

3. The Hobbit: The Desolation of Smaug ist eine der enttäuschendsten Verfilmungen überhaupt, denn diese Verfilmung bleibt wohl die einzige Literaturverfilmung, die mich richtiggehend wütend gemacht hat. Dem habe ich mir damals auch Luft gemacht. Wer hier schon länger mitliest, wird die Augen rollen, weil ich darauf immer wieder rumreite…😉

4. Das Product Placement in Filmen ist mir ziemlich egal. Ich halte mich für relativ immun dagegen.

5. Wenn es um hochwertige und großartige Serien geht, schaue ich mich äußerst selten im deutschen Fernsehen um. Allerdings muss ich zugeben, dass die Agentenserie Deutschland 83 doch sehr gut gelungen ist. Und das ist tatsächlich eine RTL-Produktion!😮 Fängt die Stimmung in den 80ern sehr gut ein, hat interessante und vielschichtige Charaktere, die von großartigen Schauspielern gespielt werden, und eine spannende Story rund um das Able-Archer-Manöver. Ein paar Kleinigkeiten gab es, die ich nicht ganz stimmig fand, aber insgesamt wirklich sehenswert!

6. Forrest Gump ist auch nach Jahren noch so gut wie beim ersten Mal.

7. Zuletzt habe ich in der Sneak Preview Vaiana (engl. OT: Moana) gesehen und das war unterhaltsam, weil der Film eine liebenswerte und entschlossene junge Heldin hat und mit sehr amüsanten Charakteren aufwartet – vom Halbgott Maui bis hin zum trotteligen Hahn, der auf alles pickt, nur nicht auf Essbares. Zu Beginn war ich erstmal etwas genervt, dass das wieder so ein Disney-Musical-Film ist, aber dann waren die Gesangseinlagen schon ganz nett und eingängig, z. Tl. auch recht witzig. Übrigens hat Lin-Manuel Miranda (der Schöpfer der hochgelobten Broadway-Hits In the Heights und Hamilton) die Songs mitgeschrieben. Bei der Besetzung dieses Films, der sich um Legenden über Polynesien rankt, wurde sehr darauf geachtet, passende Schauspieler mit Herkunft aus dem Pazifik zu finden – von Hawaii bis Neuseeland. Na gut, mal abgesehen von dem Hahn, der von Alan Tudyk „gesprochen‟ wird (nein, es ist kein sprechender Hahn)…

Lohnt sich – nicht zuletzt wegen des Kurzfilms davor!🙂

Zuletzt noch eine kleine Eigenwerbung: Meine „Kill Them Off!“-Blogparade läuft noch bis Mittwoch! Macht doch noch mit!🙂

 

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