USA 2016: A Picture (or two) a Day #3 (Seattle)

Schon komisch: Ich war mit diesem Tag so unzufrieden (v.a., weil ich ihn mir unnötig schwer und anstrengend gemacht habe… :-\  ), und bei der Durchsicht der Fotos zeigt sich, dass zumindest die Ausbeute an schönen Bildern durchaus beträchtlich ist. Immerhin hat sich die Mühe gelohnt! :-) 

Hier das klassische Touri-Foto:

Der Olympic Sculpture Park hat mich zwar insgesamt eher „underwhelmed“, aber: Rote Gartenstühle aufgereiht vor dem Meer (das war KEINE Skulptur!😉 ) – das ist doch nach meinem Geschmack! :-) 

So, ob ich die nächsten 5 Tage Internetzugang haben werde, weiß ich nicht. Aber ich werde fleißig weiter fotografieren! :-) 

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USA 2016: A Picture (or two) a Day #2 (Deception Pass)

Wie soll ich mich nur auf ein Bild festlegen bei einem langen Tag voller unterschiedlicher Eindrücke? Selbst mich auf zwei zu beschränken, fällt mir schwer… Ich glaube, ich werde euch vielleicht doch immer zwei Fotos zeigen: Eins, das zeigt, wo ich gewesen bin – heute war das (nach der Führung durch die Fertigungshallen von Boeing 747, 777 etc., bei der man nicht fotografieren durfte): 

Deception Pass State Park (Whidbey Island, WA):

Und eins, das mir aufgrund des Motivs besonders gut gefällt, abseits der klassischen Sights:


Ach, mir gefällt’s schon wieder hier! :-) 

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USA 2016: A Picture a Day #1: Delicious Kirkland?

Aaaah, ich hasse Kirkland! Erst finde ich ewig das Motel nicht (die angebliche offline-Navi-APP hat natürlich nicht funktioniert – und ich war so dumm, sie vorher nicht auszuprobieren :-\ ), und dann gibt es hier in der Ecke mehr Läden, die Reifen und anderes, was man fürs Auto braucht, verkaufen, als Supermärkte…😦 Und überhaupt: So viel Verkehr!!! *nerv*

So bin ich letzten Endes für meinen Nacht-Snack (Ortszeit ~19:00, für mich ist es schon 4:00 nachts!!! :O ) zum kleinen 7eleven. Auch wenn der Laden irgendwie schmuddelig und trotzdem teuer war – das Stück Pizza war sehr lecker:

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Nachgedacht meets Die Freitagsfrage (#19): Raus aus dem Alltag – für immer?

Ich habe gerade das Buch Laufen. Essen. Schlafen. von Christine Thürmer (geb. in meiner Heimatstadt Forchheim) gelesen und es gehen mir widersprüchliche Gedanken durch den Kopf… Für diejenigen unter euch, die Christine „German Tourist‟ Thürmer nicht kennen: Sie ist 2004 ihren ersten „Thruhike‟ gewandert: den Pacific Crest Trail (PCT), von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze, 4277 km in fünf Monaten. Vorher (und für kurze Zeit auch wieder danach) war sie eine äußerst erfolgreiche Geschäftsfrau. 2007 (mit Anfang 40) stieg sie dann komplett aus einem „normalen‟ Leben mit Job und Wohnung aus – und wandert, radelt und paddelt seitdem durch die ganze Welt.

In ihrem Buch beschreibt sie ihre Erlebnisse auf den drei Weitwanderwegen, die die USA von Nord nach Süd (oder umgekehrt) durchqueren. Sie ist damit eine derjenigen thruhiker, die sich mit der Triple Crown schmücken dürfen, d.h. sie hat alle drei Trails komplett geschafft. Grizzly-Bären oder Klapperschlangen sind auf diesen Hikes noch die kleinsten Gefahren; Wasserknappheit, Unterkühlung und gefährliche Abstiege über Schneefelder oder Durchquerungen von Flüssen sind weitaus (lebens-)gefährlicher. Aber: The trail provides – so heißt das „Mantra‟ der thruhiker – und so hat German Tourist jede Menge Anekdoten von hilfreichen trail angels (machen es sich zur Aufgabe, die thruhiker zu unterstützen, mal als Chauffeure zum Supermarkt und/oder zur Post, mal mit Essen, mal mit einer Unterkunft inkl. Duschen und richtigen Betten) und anderen „Engeln‟, die ihr auf ihren Wanderungen begegnet sind.

Was sie dabei über sich erfährt – und das wird ihr erst so richtig beim zweiten Trail, dem Continental Divide Trail (CDT) klar -, sind zwei Dinge: Sie wandert am besten allein und sie will nicht in ihr altes Leben zurück, sondern weiterwandern. Und so kommt es ihr recht, dass ihr, noch während sie unterwegs ist, gekündigt wird…

Ich habe das Buch in den letzten Tagen förmlich verschlungen, sozusagen als Einstimmung auf meinen USA-Urlaub. An drei Stellen, an denen der PCT mal an eine Straße stößt, komme ich auf meiner Reise vorbei: Cascade Locks (Oregon, am Columbia River), Snoqualmie Pass (Washington, auf dem Weg zwischen Yakima und Seattle) und White Pass (WA, vom Mt. Rainier kommend, wenn ich gen Westküste fahre) – vielleicht werde ich mal anhalten und schauen, ob ein paar thruhiker unterwegs sind. Von der Zeit her würde es ungefähr passen – für Leute, die von Süden nach Norden wandern. Reizen würde es mich schon, mal ein paar „echte Exemplare‟ zu sehen – und evtl. ein paar Worte mit ihnen zu wechseln. Der PCT ist übrigens auch der Trail, auf dem der Film Wild (basierend auf dem Buch einer Amerikanerin) spielt. Allerdings habe ich den nicht gesehen, die Landschaft wird auch laut Wikipedia-Eintrag weniger thematisiert. Dafür sieht man einen Teil des Appalachian Trails (AT) in dem Film A Walk in the Woods (Picknick mit Bären), den ich in der Sneak Preview gesehen habe und der mich schon fasziniert hat, auch wenn der Film an sich kein Meisterwerk ist.

Dieser Film – und nun das Buch von Christine Thürmer, das ein Geschenk einer Freundin war, haben bei mir eine gewisse Neugier und auch ein Stück weit Sehnsucht ausgelöst. Nicht unbedingt, mich nun auch auf den PCT oder AT aufzumachen. Ich bin da Realist: Weder mein Körper (leider immer noch so gut wie völlig untrainiert), noch mein Geist (ich habe z. B. Höhenangst) würden das vermutlich aushalten. (Wobei sich Thürmer ja hauptsächlich durch Schokolade ernährt hat…😉 – das würde eigentlich dafür sprechen: Berge von Schokolade essen und trotzdem abnehmen, weil man täglich 33 km läuft. Klingt doch toll!😉 )

Aber – und vielleicht kennt das ja der ein oder die andere von euch – manchmal male ich mir schon aus, wie es wäre, wenn ich aus meinem jetzigen Leben total ausbrechen würde, zumindest für ein Jahr vielleicht. Schließlich habe ich keine Kinder und könnte es mir somit leisten (nicht in finanzieller Hinsicht gemeint – leider – , im Gegensatz zu Christine Thürmer), ein halbes Jahr durch, sagen wir, Neuseeland zu fahren und aus meinen dabei entstehenden Blogeinträgen ein Buch zu schreiben oder einen Bildband mit meinen Naturaufnahmen herauszugeben… Oder – was um ein Vielfaches teurer wäre, obwohl es so nah wäre – ein Jahr in London leben, mir ALLE Theaterstücke ansehen, die mich interessieren, und dabei beste Freundin von Nicola Walker werden (und angesehene Theaterkritikerin). Oder als Statist in Vancouver bei allen möglichen Filmen und Serien mitspielen – und an drehfreien Tagen in den Provincial Parks und National Parks von British Columbia wandern und fotografieren…

Da gäbe es schon – mehr oder weniger verwirklichbare – Träume für ein (temporäres) Aussteigen. Doch so radikal wie dies Thürmer getan hat, ist das wirklich etwas, das bewundernswert ist? Ist das echte Selbstverwirklichung oder reiner Egoismus? Mit einem Partner lässt sich so ein Lebensstil kaum vereinbaren, mit Kindern schon gar nicht. Alte Freunde, die Familie sieht man alle paar Monate oder Jahre mal wieder, „Heimat‟ – was wäre das dann? So sehr ich solche Aussteiger um ihren Mut bewundere, so sehr ich z. B. diese Glücksmomente beim Anblick von Natur, die Thürmer auch beschreibt, kenne und auch immer wieder nach solchen Momenten suche, ich bin dann doch auch jemand, der gerne auch wieder zu Hause ist. So sehr ich manches Mal über den Alltag schimpfe – er gibt mir doch auch Halt. Noch dazu habe ich als Lehrerin sowieso keinen Job, in dem jeder Tag gleich aussieht.

Gleichwohl träume ich tatsächlich davon, mal ein Sabbatjahr einzulegen, um nur Dinge zu tun, die ich will. Ein Jahr nochmal „frei‟ sein irgendwie. Geist und Körper pflegen, physische und psychische Blockaden lösen. Reisen. Fotografieren. Schreiben. Und vielleicht hat mich da Thürmers Buch und ihre Geschichte ein bisschen bestärkt, diesem Traum nicht aufzugeben.

Wie geht es euch damit? Einige meiner Leser/innen sind ja noch recht jung – da denkt man vielleicht weniger ans „Aussteigen‟ als ans „Aufsteigen‟ – aber diejenigen unter euch, die schon eine ganze Weile im Berufsleben stehen: Habt ihr hin und wieder das Gefühl, mal eurem bisherigen (Berufs-)Leben entfliehen zu wollen? Oder vielleicht hat ja jemand von euch sogar schon Ähnliches durchgezogen? Ich würde mich über Gedanken und Geschichten von eurer Seite freuen!🙂

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52 Schlüsselwörter – eine Film-Challenge (August #32-35)

Da ich ja Ende des Monats noch in den USA weile, lasse ich euch heute schon an meiner Augustausgabe der Filmchallenge von Hotaru teilhaben – 52 Wochen hat das Jahr, 52 Begriffe hat Hotaru ausgelost, zu denen uns Filme einfallen sollen, die wir damit verbinden. Lest auch gerne meine Beiträge vom Januar, FebruarMärz, AprilMai Juni und Juli dazu.

#32 – Spiel

Tja, wie einfallslos – da fällt mir einfach der Film The Game von David Fincher ein, an den ich mich aber kaum noch erinnern kann. Ich weiß nur, dass Sean Penn und Michael Douglas mitspielten, die gerade in einer Hochphase waren, und dass Michael Douglas‘ Charakter in ein Spiel hineingezogen wurde, dass sein Leben auf den Kopf stellte. David Fincher hatte vorher mit Se7en Maßstäbe gesetzt, die The Game vielleicht nicht ganz halten konnte, aber ich fand den Film damals schon ziemlich cool, auch die Auflösung.

#33 – Tür

Da gäbe es sicher eine ganze Reihe von Horrorfilmen, in denen eine Tür oder mehrere Türen eine Rolle spielen, aber irgendwie will mir die Tür von Bilbos Höhle (sowohl in The Lord of the Rings als auch in The Hobbit) nicht aus dem Kopf gehen. Durch sie herein kommen im Hobbit ein Trupp ungebetener Zwerge und Gandalf, die Bilbo dazu bewegen durch eben diese Tür auf eine unerwartete Reise zu gehen (Hobbits sind ja in der Regel eher „häuslich‟) und in LotR verlässt Bilbo an seinem 111. Geburtstag wiederum durch diese Tür seine Höhle und später auch Frodo, der aber schon bei seiner ersten Reise von Anfang an viel mehr Gefahren ausgesetzt ist. Irgendwann hoffe ich, vor dieser Tür in Neuseeland stehen zu dürfen. Ich hoffe, sie konservieren Hobbiton ordentlich…

#34 – Haus

Auch hier sehe ich vor dem inneren Auge Szenen aus Horrorfilmen: Blitze, die den Himmel erleuchten über einem gruselig wirkenden Haus in schwarz-weiß, Menschen, die sich angesichts der Geräusche von quietschenden Dielen oder Türangeln, erschrecken, Geister, die durch langgezogene und spärlich beuchtete Gänge huschen… Aber das scheint mir alles zu offensichtlich. Ich nehme statt dessen ein Haus, das in den Bergen Norwegen steht, eingefügt in die Landschaft und mit einer gleichzeitig schlichten und beeindruckenden Architektur, und in dem sich das Kammerspiel von Ex Machina abspielt.

#35/Schriftsteller/in

Na gut, hier komme ich doch nicht um Horror à la Stephen King herum: Misery. Wenn ich so über meine Freundin D. so mitkriege, was in den Fandoms so abgeht und wie da etwa Schöpfer oder Drehbuchautoren von Serien mit dem Tod bedroht werden, nur weil sie etwas anderes schreiben als die Fans sich erhoffen, dann hat dieser Film nach dem Buch von Stephen King mehr Aktualität denn je, denn hier hält ein Fan ihren Lieblingsautor gefangen und zwingt ihn, die Figur „Misery“, die er im letzten Buch einer Reihe sterben ließ, wieder zum Leben zu erwecken.

Welche Assoziationen habt ihr bei diesen Begriffen? Eigentlich könnte man mit diesen vier Begriffen eine reine Horror-Edition herausgeben: Welche Filme würdet ihr für diesen Fall nennen?

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Media Monday #268

Eigentlich sollte ich guter Dinge sein, weil ich Ferien habe und das Wetter gerade mal wieder ganz gut ist – aber ich habe gerade wieder so massiv mit Kopfschmerzen/Migräne zu kämpfen, dass meine Stimmung etwas gedämpft ist. So bin ich gestern Abend um 23:00, statt mich an die Bearbeitung des Media Monday zu machen, noch zu einem flotten Nachtspaziergang durch die nur vom Mond beschienenen Felder hier bei meinen Eltern in Forchheim aufgebrochen. Ein bisschen gruselig, nur die eigenen Schritte und das Rauschen der Maisfelder zu hören und die Umgebung nur schemenhaft zu sehen…

Aber ich bin natürlich wohlbehalten (allerdings weiterhin mit Kopfweh) wieder angekommen und reiche nun den Media Monday „nach“ (ist ja eh grad erst Montag Nachmittag).

1. Kenny Baker ist mir auf Anhieb nur durch seine Verkörperung von R2-D2 in Star Wars bekannt. Dadurch allerdings hat er sich sicher in gewisser Weise unsterblich gemacht, auch wenn man sein tatsächliches Aussehen vermutlich eher nicht vor Augen hat. Rest in peace!

2. Meine liebste Neuentdeckung des Jahres, was Comedy-Serien anbelangt, ist Community. Hey, wenn es am Greendale Community College so einen Kurs wie „Is Nicolas Cage a good actor or a bad actor?“ gibt oder Jokes über Liam Neesons Filmauswahl (z. B. The Grey) gemacht werden, es außerdem Anspielungen auf so ungefähr jedes popkulturelles Phänomen gibt, dann fühle ich mich richtig wohl und lache immer wieder laut los. NOCHMAL danke an all diejenigen, die diese Serie mir gegenüber mal erwähnt hatten, z. B. in Blogparaden.

3. Meine schlimmste Sneak Preview dieses Jahres (bisher), war Dirty Grandpa.

4. Spannende, bewegende, faszinierende Serien und Filme kann ich mir eigentlich immer angucken, auch wenn draußen die Sonne scheint. Denn:

:mrgreen:

5. Playing by Heart (Leben und Lieben in L.A.) ist eine Art Geheimtipp, die ich immer wieder gerne nenne, denn das ist ein traurig-schöner Episodenfilm (mit Gillian Anderson, Jon Stewart, Sean Connery, Angelina Jolie, Ryan Philippe etc), der viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat und zudem irreführender Weise als „sexy comedy“ beworben wurde (und in Deutschland dann auch noch diesen furchtbar kitschigen Titel bekommen hat).

6. Wenn jemand meine Faszination/Begeisterung für Joel Kinnaman in Kampfanzug nicht teilt, hat er/sie vielleicht weniger Spaß beim Ansehen von Suicide Squad (siehe 7.).😀

7. Zuletzt habe ich in der Sneak Preview am Freitag Suicide Squad gesehen und das war anregend, weil ich mir die ganze Zeit gedacht habe, „My God, Joel is SOOOO hot in this movie!“ (und ja, ich denke – insbesondere, wenn ich gerade Filme/Serien im O-Ton sehe – oft auf Englisch!😉 ).😀 Aber auch sonst haben mich die Metahumans ganz gut unterhalten – warum der Film soooo schlecht bewertet wird, verstehe ich (als Nicht-Comicleser) nicht so ganz. Aber lest selbst nach in meiner Kritik.

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Neulich beim SNEAKen: Suicide Squad 2D (David Ayer, USA 2016) – Kurzkritik (spoilerfrei)

Quelle: kino.de

Manchmal kann man mich ja leicht um den Finger wickeln: Man nehme Joel Kinnaman (The Killing) und stecke ihn eine Uniform, gebe ihm eine Waffe in die Hand und sage ihm, dass er sich auf keinen Fall rasieren soll. Dann reiche man mir (und meiner Freundin D.😉 ) bitte ein Sabberlätzchen…😳😉 Ja, vielleicht kann ich darum den Film nicht so „objektiv‟ bewerten, denn ich liebte einfach jede Szene, in der er dabei war und freute mich, dass er dem Suicide Squad zeigen durfte, wo’s lang geht – auch wenn Viola Davis als „Oberchefin‟ Amanda Waller noch viel mehr bad-ass war als er.

Ach so, es geht doch aber eigentlich um die Supervillains (Metahumans), die das Suicide Squad bilden? Mag sein, aber gerade, weil Kinnaman als Rick Flag in vielen Reviews nur am Rande besprochen wird und ich gestern Nacht sogar in einer User-Kritik auf Metacritic gelesen habe, man hätte doch bitte Rick Flag aus dem Film rauslassen sollen, wollte ich betonen, dass er für mich mit ein Hauptgrund war, warum ich den Film so genossen habe. Das kann vielleicht nur verstehen, wer Joel Kinnaman als Stephen Holder in The Killing gesehen – und geliebt hat.

Nun aber zu den Metahumans aus dem Suicide Squad. (Dazu eine Vorbemerkung: Ich lese keine Comics, von daher habe ich keinerlei Vorstellungen, wie die Charaktere aussehen oder handeln sollten.) Es macht richtig Spaß Will Smith als Deadshot und Margot Robbie als Harley Quinn zuzusehen! Ich bin ja kein so großer Fan mehr von Smith, und Margot Robbie fand ich bis jetzt auch nicht sooo interessant, aber in diesen Rollen haben mich beide absolut überzeugt. Gerade Robbie scheint diebischen Spaß an der Rolle gehabt zu haben – und Smith ist am besten, wenn seine Filmtochter mit ins Spiel kommt. Dass er mit Kindern als Gegenpart gut umgehen kann, hat er ja schon häufig bewiesen. Die anderen Mitglieder fallen dagegen etwas ab, obwohl Jay Courtney als Aussie Boomerang doch einige Lacher von uns geerntet hat, wenn er z. B. schon wieder eine Dose Bier leert. Er hat mir hier auch besser gefallen als in Terminator Genisys, obwohl er hier weniger Screentime hat. Jay Fernandez als Diablo hat erst gegen Ende sein Potential ausschöpfen dürfen, allerdings hat er für den Ausgang des Films dann doch enorme Wichtigkeit. Die weiteren Mitglieder hatten alle auch mal ihre Momente (sie wurden auch alle zu Beginn des Films einzeln vorgestellt, was auch ein paar Cameos von anderen DC Comichelden miteinschloss), mit einer Ausnahme: Adam Beach als Slipknot kam – ohne vorherige Einführung – einfach noch zum Team dazu, nur um es als erster auch wieder zu verlassen. Das ist definitiv eine Schwachstelle im Film.

Fast vergessen: Da ist ja noch der Joker, gespielt von Jared Leto. Etwas eklig, definitiv durchgeknallt, aber hier einfach nicht der Gegenspieler, und irgendwie für den Plot nicht essentiell, außer für Harley natürlich.

Damit es tatsächlich bei einer Kurzkritik bleibt:

Pluspunkte: Die passende Besetzung, die witzigen Dialoge, die Chemie zwischen den Figuren, die Handlung gut eingebaut in die Zeit nach Supermans Tod (Ende Batman vs Superman), Joel Kinnaman als Soldat❤ .

Minuspunkte: Nicht alle Charaktere gut eingeführt, die Bösewichte mit überdimensionalen Ausmaßen und Zielen (Hauptsache, der nächtliche Himmel ist mal wieder von Blitzen und Lichtstrahlen erhellt), das Ende z. Tl. nicht konsequent genug.

Nicht so gut wie Deadpool, auch etwas schwächer als The Guardians of the Galaxy (auch wenn ich zur selben Bepunktung komme), aber für mich bei weitem nicht so schlecht, wie die Kritiker ihn bewerten (40 von 100 bei Metacritic). Ich klaue als Fazit vom „Kollegen‟ von Hitfix:

‚Suicide Squad‘ Won’t Save The World, But It Just Might Save DC

7,5 von 10 Punkten. (mind. 0,5 gehen hier an Joel Kinnaman😉 )

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