Media Monday #317

Nachdem mich am Freitag nach langer kopfwehfreier Zeit mal wieder eine Migräne erwischt hatte, sodass ich den ganzen Tag nur im Dunkeln saß, habe ich mich dafür am Wochenende vergleichsweise viel bewegt. Knapp 30 km Fahrradfahren am Samstag und 45 Minuten Laufen am Sonntag. Hoffe, ich bleibe etwas dran und nütze die ab nächstem Montag beginnenden Sommerferien nicht NUR zum Bloggen, Serien-, Filme- und Theaterstückschauen… 😉 Der Samstag war außerdem aufregend, weil mein Radiointerview zum Thema „Blogger Privat“ in der Sendung Trackback von Radio Fritz gesendet wurde (siehe 4.)

Jetzt läute ich aber die letzte Woche des Schuljahres mit dem Media Monday ein:

1. Serien mit „Bösewichtern“ als Protagonisten (bspw. Hannibal, Dexter, …) finde ich manchmal schwierig, Dexter habe ich z. B. nach wenigen Folgen abgebrochen (, was allerdings mit daran lag, dass ich die Serie auf Deutsch im Fernsehen sah). Wobei für mich in Hannibal irgendwie Will Graham der Protagonist ist (so wie Agent Starling in The Silence of the Lambs). Wo es für mich ganz gut funktioniert, ist bei House of Cards. Bei Kevin Spacey weißt du schon in der 1. Folge, dass der Typ über Leichen geht – und trotzdem verstehst du auch die Faszination, die von ihm für andere ausgeht. Am spannendsten ist es vielleicht, wenn sich jemand erst zum Bösewicht hinentwickelt, wie bei Breaking Bad, was es wohl vor dieser Serie in der Art noch gar nicht gegeben hatte. Wenn aus einer sympathischen Figur, deren Beweggründe man gut verstehen kann, ein Mörder wird und man als Zuschauer plötzlich nicht mehr weiß, welche Gefühle man Walter White entgegenbringen soll… Das ist schon große Fernsehkunst!

2. Die Reihe der neuen Planet of the Apes-Filme hat wirklich bahnbrechende Effekte, weswegen ich mir auch den neuesten Teil sicher ansehen werde. Sicher haben letztlich Peter Jackson und WETA (und Andy Serkis ❤ !) mit der Motion-Capture-Technik bei The Lord of the Rings dafür den Weg bereitet, aber wie echt die Affen in dieser Reihe aussehen ist schon nochmal ein ganz neues Level.

3. Ich habe ja schon ein ziemliches Faible für englisches Theater. OK, das ist die totale Untertreibung! 😀 Ihr sagt: Tell me something I don’t already know?! Ich bin ein offenes Buch, ich glaube fast, ihr kennt (fast) alle meiner Faibles, zumindest die, die ich öffentlich teilen würde… 😉

4. Ein Radio-Interview mit mir könne ja nicht gut werden, dachte ich so, doch dann habe ich es (im zweiten Anlauf) doch noch ganz gut hingekriegt – wurde mir zumindest gesagt. 😉

5. Dem Spiel ____ wollte ich ja schon immer eine Chance geben, allein ____ . Da habe ich einfach keine geheimen oder auch offenliegende Wünsche. Ich bin weder eine Gamerin noch jemand, der unentwegt Brettspiele etc. spielen möchte.

6. Grundsätzlich kann man sagen, dass ich in punkto Serien Produktionen von Amazon momentan noch präferiere, schließlich kriege ich die zum Nulltarif über meine Prime-Mitgliedschaft. 😉 Nein, ich habe immer noch kein Netflix-Abo.

7. Zuletzt habe ich in der Sneak Preview Trespass Against Us (Das Gesetz der Familie) gesehen und das war kein Meisterwerk, aber irgendwie trotzdem sehenswert, weil ich Brendan Gleeson und Michael Fassbender als kriminelles Vater-Sohn-Gespann zwar schon gerne zugesehen habe, aber der Film schon einige dramaturgische Schwächen hat.

 

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Neulich beim SNEAKen: Trespass Against Us (Dt.: Das Gesetz der Familie; Adam Smith, UK 2016)

Quelle: filmstarts.de

Viele Kritiker bemängeln, dass man nicht so recht weiß, worum es in dem Film eigentlich geht, dass ein roter Faden, ein nachvollziehbarer Plot fehlt. Und ja, das stimmt wohl. Ich versuche mich mal an einer eigenen Zusammenfassung:

Eine Gruppe von „fahrenden Kleinkriminellen‟ (leben irgendwo in der Pampa in Wohnwagen) unter der strengen Leitung von Colby Cutler (Brendan Gleeson) drehen ihre Raubstreifzüge, die immer kühner werden. Colbys Sohn Chad (Michael Fassbender) will für seine Frau Kelly (Lyndsey Marshal) und seine Kinder eigentlich den Ausstieg aus diesem Leben, kann sich aber nicht dem Einfluss seines Vaters entziehen. Immerhin schickt er seine Kinder in die Schule, damit sie – im Gegensatz zu ihm – Lesen und Schreiben lernen. Nach einem großen Coup, der es in die Medien schafft, ist die Polizei von Gloustershire unter Leitung von P.C. Lovage (Rory Kinnear) noch angepisster als vorher und versucht, Chad & Co dafür zur Verantwortung zu ziehen.

Mein erster Kritikpunkt ist gleichzeitig eigentlich ein Pluspunkt: Michael Fassbender sieht einfach viel zu gut aus für diesen Lowlife-Typen. Wie oft gab es Close-ups auf sein perfektes Gesicht mit den unwiderstehlichen Lachfältchen um die Augen! ❤ *sabberabwisch* So ein schöner Mann – dem kann auch das Leben im Trailerpark nichts anhaben. Weiß nicht, ob das realistisch ist. Andererseits finde ich es so verdammt großartig, dass Fassbender sich nicht auf seinem Hollywood-Ruhm ausruht, sondern in so einer Bandbreite aus völlig unterschiedlichen Filmen (von Blockbustern bis hin zu diesen kleinen Filmen, die von der Lotterie mitfinanziert werden) mitwirkt. Jetzt muss er nur noch wieder zurück auf die Theaterbühne (in London)…! 😉

Was wirklich etwas schwierig ist bei dem Film, ist die Frage, für wen denn nun eigentlich dein Herz schlagen soll als Zuschauer. Die Polizei scheidet aus. Rory Kinnear spielt den P.C. als richtigen Unsympathen, der mal eben die Kinder von Chad und Kelly für seine Zwecke benutzt. (Ich fand es mal wieder erstaunlich, wie sehr das Bild, das ich mir von Rory persönlich an der Stage Door machen konnte, von dem auf der Leinwand abweicht.) Die Truppe der Cutlers ist aber auch wenig liebenswert. Colby ist overbearing und nach wie vor (seinen Sohn Chad hatte er nicht auf die Schule geschickt) davon überzeugt, dass die Kinder in der Schule nur Mist lernen. Unsympathisch (wenn auch von Gleeson brillant gespielt). Was an Chad liebenswert ist, ist, wie er mit seinen Kindern umgeht, insbesondere mit seinem Sohn Tyson (Georgie Smith). Das ist außerdem auch ganz entzückend gespielt von Fassbender und Georgie. Aber dann bringt er seine Kinder auch in Situationen, die einfach gefährlich sind. Sie jagen z. B. in enormem Tempo einem Hasen übers Feld – im Auto: Chad gibt Gas, Tyson sitzt auf seinem Schoß und lenkt, das ganze Auto ist voll besetzt mit Erwachsenen und Kindern. Das macht den Kids natürlich riesigen Spaß, aber „responsible parenting‟ kann man das wohl kaum nennen.

Quelle: thesun.co.uk

Außerdem wünscht man sich, dass Chad sich endlich mal gegen seinen Vater durchsetzt, aber alle Ansätze dazu verlaufen im Sand. Gut, für mich hat Chad durch das Ende des Films schon an Sympathien gewonnen, aber die Frage bleibt: was ist die Botschaft des Films?

Was hat mir aber trotzdem gefallen? Neben dem Genuss, solchen Schauspielgrößen wie Brendan Gleeson und Michael Fassbender zuzuschauen, mochte ich den Einblick in so ein Milieu, das mir so fern ist, wie der Mond von der Erde. Außerdem fand ich die (Auto-)Verfolgungsjagden ganz gut gelungen – nicht zu vergleichen mit Baby Driver, aber doch sehr effektiv und einfallsreich. Erwähnt habe ich bereits, dass ich die Interaktionen zwischen Chad und seinem Sohn sehr liebenswert fand – das wirkte sehr natürlich – und Georgie hat in der letzten Sequenz (, die auf einem Baum stattfand) ganz außerordentlich gut gespielt. Diese letzte Sequenz fand ich dann auch ziemlich rührend und ein passendes Ende. Denn mitten im Film hatte ich mich zu meiner Freundin D. rübergedreht und gefragt: „Wie wird das nur ausgehen???‟ Mit dem Ergebnis war ich dann mehr als zufrieden, überhaupt war die allerletzte Einstellung perfekt, wenn auch ziemlich vorhersehbar in diesem Moment. Ich hätte den Film auf jeden Fall auch mit diesem Bild enden lassen. 🙂

Was ich zuletzt noch erwähnen sollte: Falls ihr vorhabt, den Film in Originalsprache anzusehen, schaut, dass ihr eine Vorstellung (oder DVD) mit Untertiteln erwischt! Wobei englische Untertitel in dem Fall z. Tl. wohl nicht mal helfen, weil da so Begriffe wie “jubby dim lad”, “worzel” und “ya proize div” (glücklicherweise bei einer Kritik im Guardian gefunden) fallen, die mir auch ausgeschrieben nichts sagen. Man bräuchte also eher eine Übersetzung…

Quelle: moviepilot.de

Sicherlich kein Meisterwerk, aber doch eine interessante Milieustudie mit toller Besetzung. 6 von 10 Punkten.

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Die Singende Lehrerin spricht – im Radio Fritz!

Trackback ist die Radioshow auf Fritz, die sich ausschließlich dem Internet widmet.

Und bei dieser Radioshow, die jeden Samstag ausgestrahlt wird, gibt es eine Rubrik, die „Blogger Privat“ heißt und in der jede Woche innnerhalb von ca. vier Minuten ein/e Blogger/in interviewt wird, der in der Vorwoche von einem Blogger-Kollegen / einer Blogger-Kollegin vorgeschlagen wurde.

Nun hatte schon bullion (am 25.5.) mich als zweite Wahl vorgeschlagen, was mich – bei aller Dankbarkeit – in leichte Panik versetzt hatte. Schließlich hat es einen Grund, warum ich einen BLOG habe, statt eines Vlogs oder eines Podcasts! Ich kann viel besser schreiben als reden – und mit fremden Menschen telefonieren ist mir meist ein Graus. (Ja, ich weiß, irgendwie passt das mit meinem Job als Lehrerin nicht so ganz zusammen, das mit dem Reden… Aber da bestimme ICH ja in der Regel die Inhalte und meistens stelle ICH die Fragen… 😉 ) Dazu kommt noch, dass ich meine Sprechstimme nicht besonders gerne höre, weil mein fränkisch gerolltes „r“ so prrrrominent ist… 😳

Dann aber wurde ich ein zweites Mal nominiert – und diesmal nicht als Ersatz, sondern als Erste Wahl von Zeilenende. Da konnte ich nicht länger nein sagen und habe mich der Herausforderung gestellt. Laut der Redakteurin Henrike kam das auch noch nie vor in der „Geschichte“ der Rubrik, dass jemand zweimal nominiert worden ist. Hach, bin ich toll! Hach, habe ich treue Leser!!! ❤ ❤

Nun sollte schon am Mittwoch das Gespräch (für die Ausstrahlung am Samstag) aufgezeichnet werden, von einem Vorgespräch (wie von anderen BloggerInnen berichtet) war keine Rede. Das hat mich schon mal recht nervös gemacht. Als dann Henrike anrief, haben wir nur kurz ein paar Worte gewechselt (es war auch ihr „erstes Mal“, was diese Sendung anbelangte), und dann ging es schon los. Mal abgesehen davon, dass ich unzufrieden mit meiner „Performance“ war (ich kann in so einer Situation einfach schlecht flüssig reden, schon gar nicht, wenn ich auf die Fragen nicht vorbereitet bin), war ich, als wir aufgelegt hatten, maßlos enttäuscht, dass das Thema, das Zeilenende in seiner „Laudatio“ betont hatte, gar nicht zur Sprache gekommen war: Meine Theatertrips und mein Fangirling! 😦 Klar, es geht auf meinem Blog vielleicht immer noch hauptsächlich um Serien und Filme, aber meine ganzen Begegnungen mit den Stars sind doch das, worüber ich vermutlich momentan am leidenschaftlichsten schreibe!

Als ich das in einer anschließenden Mail erwähnte, meinte Henrike zuerst, dass sie fand, dass Serien und Filme einfach näher an dem Zielpublikum des Radiosenders seien. Gaaaanz falsche Antwort mir gegenüber! 😀 Naja, to cut a long story short (as if! 😀 ), ich habe noch einen zweiten Aufzeichnungstermin bekommen – und diesmal stiegen wir mit meinen Theatertrips ein. 🙂 Was bin ich doch für eine Diva! 😮 😳 Wenn ich berühmt wäre, hätten es die Journalisten echt schwer mit mir… 😀

Mit dem Ergebnis bin ich nämlich auch nicht ganz zufrieden, da leider meine Antwort auf die Frage, wie ich auf meinen Blognamen gekommen bin, durch den Schnitt so verstümmelt wurde, dass die Erklärung dazu, was Herr der Ringe – Live to Projection ist, gar keinen Sinn mehr macht. Denkt euch an der entsprechenden Stelle nach: „Da wird der Film gezeigt, und die Musik (ich dachte eigentlich, ich hätte Musikspur gesagt, kann mich aber auch täuschen) wird weggelassen“ Folgendes: „… und wird dann live dazu gespielt.“ Und mein Fangirling wird ziemlich stark auf Benedict Cumberbatch reduziert, aber ihr wisst ja, dass mein Fangirl-Herz viel größer ist und für viele weitere Schwärme Platz hat! ❤ 😉

Lange Einleitung, kurzer Radioauftritt, hier nachzuhören, ca. ab Minute 21:15. Ach, und „Elanor“ ist sozusagen mein Künstlername 😉 :

 

 

 

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Spider-Man: Homecoming (Jon Watts, USA 2017) – Kurzkritik

Kurzkritik bedeutet hier wieder, dass ich keine Inhaltsbeschreibung liefere – die gibt es ja zu Hauf anderweitig nachzulesen.

Ich gebe zu, Michael Keaton in einer Comic-Verfilmung als Bösewicht zu sehen, hat mich schon mit großer Freude erfüllt und Spider-Man: Homecoming zu einem Must-See für mich gemacht. Nicht nur, weil er als Batman berühmt wurde und dies in Birdman „aufarbeiten‟ durfte, sondern auch, weil ich ihn habe letztes Jahr zufällig im Theater in London getroffen habe. Das Seltsame ist nur: Es kommt mir inzwischen – gerade, wenn ich ihn mir so auf der Leinwand ansehe – so unreal vor, dass ich tatsächlich mit ihm geredet haben soll. War es vielleicht nur ein Doppelgänger? Habe ich das nur geträumt? Nein, er war es – und es ist einfach so, dass es ein sehr cooles Gefühl ist, ihn im Kino zu sehen. Außerdem: Er verkörpert endlich mal wieder einen Comic-Bösewicht, der a) eine einigermaßen nachvollziehbare Motivation hat, b) nicht gleich die ganze Welt zerstören will und c) keine eigenen Superkräfte hat. Der Bösewicht hat mir also schon einmal gefallen – noch dazu ist die spannendste Szene zwischen Held und Bösewicht nicht eine, in der gekämpft wird.

 

Wie sieht es mit dem Held aus? Spider-Boy (Tom Holland), äh: Spider-Man darf hier noch richtig boy sein. Er ist 15, und sieht nicht nur so aus, sondern verhält sich auch seinem Alter entsprechend: Er ist begierig darauf, Teil der Avengers zu werden, hey, schließlich ist das voll cool! Und ja, er will auch den Menschen helfen, weil es richtig ist, aber, hey, es macht halt auch verdammt Spaß, sich durch die Straßen von New York zu hangeln. Es zeigt sich außerdem: Manhattan eignet sich prima dafür, in den Suburbs wird es schon etwas schwieriger… (SEHR lustige Szene!) Dass er sich dabei auch etwas übernimmt, ist eigentlich nicht weiter verwunderlich für einen 15-jährigen, pubertierenden Superhelden, der noch dazu das Mädchen Liz (Laura Harrier) erobern möchte, das eine Schwäche für Spider-Man zu haben scheint. Das Leben in der Schule wird auch ganz gut eingefangen, ohne allzu klischeehaft zu wirken, die Reaktion seines besten Freundes, Ned (Jacob Batalon) als der erfährt, dass Peter Spider-Man ist, auch absolut altersgemäß.

Klingt doch alles super, oder? Ja, der Film ist unterhaltsam, zeigt viel Humor und ist stringent erzählt. Tony Stark (Robert Downey Jr.) spielt nur eine sehr kleine Rolle, Happy Hogan (Jon Favreau) scheint meistens eher genervt, wenn Peter ihn anruft. Das ist OK, denn der Film ist – ein weiterer Vorteil, wie ich finde – wirklich ein Stand-Alone Film. Im Grunde genommen braucht man keinerlei Vorkenntnisse aus dem MCU, auch wenn die Anknüpfung an Captain America: Civil War zu Beginn des Filmes sehr gut gelungen ist (und sehr witzig ist). Und auch das Ende hat mir gut gefallen, sowohl der Ausgang des Endkampfs als auch das, was danach noch folgt.

Und doch: Irgendetwas hat mir gefehlt. Etwas, das diesen Film von der zuletzt davor gesehenen Comic-Verfilmung Wonder Woman (oder auch dem MCU-Vorgänger Captain America: Civil War) unterscheidet: Es fehlt ihm emotionale Intensität. Die Bedrohung ist im Grunde genommen dann doch zu schwach. An einzelnen Stellen blitzt schon echte Gefahr auf, am stärksten in einer Szene im Auto, in der es keine unmittelbare physische Bedrohung gab (für mich die beste Szene im Film), und gegen Ende hat man schon ein wenig das Gefühl, dass es zumindest Peter klar wird, dass es um Leben oder Tod geht, aber ich habe nie ernsthaft um die Charaktere gebangt. Bei so einem Stand-Alone Streifen geht es ja auch meistens um eine Reifung des Protagonisten, da passiert zwar schon ein bisschen was, aber es ist jetzt auch nicht so die riesige Entwicklung festzustellen. Es ist ja auch keine Origin-Story, da er ja schon in Civil War aufgetreten ist.

Trotzdem bringt der wirklich junge Spider-Man doch ein wenig frischen Wind in die Truppe der älteren Superhelden. Definitiv ein Film für einen unterhaltsamen Kinoabend, der einen aber auch nicht allzu nachhaltig beschäftigen wird (und der Marisa Tomei unterbeschäftigt – trotzdem bekam sie Szenenapplaus).

7 von 10 Punkten

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Media Monday #316

Ich bin total müde (Grund siehe 7.), habe schon eeeeeeewig gebraucht, um die heutigen Lückensätze des Media Monday zu füllen (und sprachlich ist das heute nicht gerade brilliant). Deswegen geht’s ohne weitere Vorrede gleich los!

1. Um mich an eine Serie zu binden, bedarf es eigentlich nur ____ . Nein, das „nur‟ passt nicht. Denn selbst wenn ich schreibe: „… bedarf es eigentlich nur einer guten Chemie zwischen den Charakteren‟, stimmt das nicht, denn irgendwann reicht mir das alleine nicht mehr, wenn das Drehbuch dafür nix taugt. Bones & Seeley und Castle & Beckett mögen ja bis zum Schluss eine gute Chemie gehabt haben, ich bin aber weit vor dem Schluss ausgestiegen, weil die Storys mir nichts mehr gegeben haben. Es reicht aber auch nicht, „nur‟ ein gutes Drehbuch zu haben, wenn es z. B. niemanden im Cast gibt, den ich sympathisch finde. Die Mischung muss passen, so abgedroschen das klingt. Es gibt bei mir nicht DIE eine Zutat, die mich süchtig macht.

2. Wer der neue Doctor (Who, Anm. d. Red.) wird, hat mich eigentlich weniger interessiert, weil ich kein Whovian bin. Allerdings finde ich die Nachricht, dass mit Jodie Whittaker eine Frau die nächste Reinkarnation wird, ziemlich interessant, zumal ich Jodie Whittaker in Broadchurch klasse fand! Wer weiß, vielleicht wird es ja Jodie schaffen, dass ich doch noch Doctor Who schaue?! 😉

3. Das Erlebnis, als ich Das Schweigen der Lämmer 1991 im Kino sah, ist mir lang im Gedächtnis geblieben, denn bis zu diesem Zeitpunkt war das der spannendste Film, den ich je gesehen hatte. Ich war von Anfang an, als Clarice Starling durch den Wald lief, komplett angespannt und diese Spannung hat nie nachgelassen. Ich kann mich nicht bei vielen Filmen aus dieser Zeit so genau noch an das Seherlebnis erinnern, weswegen dieser Film zu meinen Lieblingsfilmen gehört und Anthony Hopkins als Dr. Hannibal Lecter einfach meine Liste der Film-Villains anführen musste!

4. Der Trend, überall Selfies zu machen, trägt meiner Meinung nach dazu bei, dass die jungen Leute (z. B. neulich unsere Abiturient*nnen) viel besser wissen, wie sie ein perfektes Fotolächeln aufsetzen. Sie sehen sich ja ständig dabei. Ich dagegen muss solche Selfies machen (ich habe tatsächlich immer noch kein Selfie-fähiges Smartphone, wird sich aber in den Sommerferien ändern)…

… und wenn mich mal jemand von vorn fotografiert, sieht das oft nicht so gut aus…

5. Im dritten Quartal dürfte meines Erachtens Dunkirk einen Kinobesuch wert sein, schließlich hat Edgar Wright (Regisseur des definitiv „kinobesuchwertigen“ Baby Driver!!!) aus Australien getwittert, dass man sich den Film unbedingt im Kino ansehen soll. Und für mich gilt zusätzlich: Es spielen Cillian Murphy ❤ und Tom Hardy ❤ mit. Außerdem: Auch wenn ich nicht alle Christopher Nolan-Werke gleich gern mag, bildgewaltig waren sie alle, also ab ins Kino! (Aber dabei Baby Driver nicht vergessen! 😀 )

6. Poker ist eines dieser Spiele, die ich nie erfolgreich spielen könnte, weil ich es einfach nicht schaffe, ein Pokerface aufzusetzen. Mir würde man sowohl ein gutes, als auch ein schlechtes Blatt sofort ansehen… Ich bin einfach ein offenes Buch! 😉

7. Zuletzt habe ich eine Wanderung von der Talstation der Herzogstandbahn auf den Martinskopf gemacht und das war anstrengend und schön, weil ich zwar beim steilen Aufstieg geschnauft habe ohne Ende, aber der Blick von oben auf den Walchensee und die Alpen war dann doch wunderschön! (Leider sind meine Fotos gar nicht so schön geworden… :-/ Das Licht hat irgendwie nicht gepasst.) Trotzdem noch ein „Selfie“:

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Random Crap #27: Legion erhält keine Nominierung bei den Emmys!

So sehr ich mich für die vielen Nominierungen für Westworld freue (22!), die Tatsache, dass Legion KOMPLETT leer ausgegangen ist, enttäuscht mich maßlos!!! 😦 Was ist da los? Warum wird diese fantastisch innovative Serie – und zwar in allen Bereichen: Drehbuch, Kamera, Musik, Set-Design – einfach so übergangen???

Ist ja letztlich nur eine Comic-Verfilmung? Rechtfertigt das den Ausschluss? Nicht klassifizierbar als Drama oder Comedy? Come on! Wenn Transparent bei den Komödien eingeordnet wird, dann kann man das bei Legion doch auch? (Auch wenn ICH beide als Drama klassifizieren würde.)

Für mich hätte es die Serie verdient, in den Bereichen „Outstanding Writing“, „Outstanding Directing“, „Outstanding Production Design“, „Outstanding Cinematography“ und „Outstanding Music Composition“ (immerhin wurde Max Richter für TABOO nominiert) nominiert zu werden.

Was mich aber am wütendsten macht, ist das Übergehen von Aubrey Plaza! Ich zitiere mich selbst:

Aubrey Plaza ist mind-blowing in ihrer Rolle als Lenny! Ich kenne Aubrey noch nicht aus sehr vielen Filmen (am ehesten habe ich sie noch als Beth in dem Zombie-Film Life After Beth in Erinnerung), aber ich wage trotzdem zu behaupten, dass diese Darstellung eine career-defining performance ist! Wow, kann diese Frau bösartig und gleichzeitig sexy sein! Wer noch zögert, weil mein Dan-Stevens-Gesabbere halt typisch fangirly ist: schaut die Serie (auch) wegen Aubrey Plaza an. Phänomenal – sie MUSS für einen Emmy und Golden Globe nominiert werden – PLEASE!!!

WTF?!? Wie kann diese Performance übersehen werden?

Liebe Macher von Legion: Lasst euch durch diesen Schlag ins Gesicht nicht entmutigen! Bisher ist das die beste Serie, die ich in diesem Jahr gesehen habe – can’t wait to see more! ❤

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I’m hooked! #29: Brothers & Sisters

Quelle: Wikipedia

Ja, ich weiß, ich bin 10 Jahre zu spät dran! 😳 Eigentlich wollte ich damals immer mal reingucken in diese Erwachsenen-Familienserie, schon allein weil Calista Flockhart aus Ally McBeal, einer meiner Lieblingsserien, mitspielte, aber es hat mich nie genügend interessiert, um mir DVDs zu bestellen.

Nun aber ist die Serie in OV auf Prime inklusive (zu Beginn gab es sie, glaube ich, nur auf Deutsch), und nach eher schwererer Kost, wie American Gods (weiß immer noch nicht recht, wie ich die Serie bewerten soll) und der 2. Staffel von Preacher (der Level an Blut und Gedärm nervt mich gerade irgendwie) war mir nach etwas „seichterem“.

Und was soll ich sagen: Anscheinend habe ich genau diese Serie gerade gebraucht! Sie erfindet sicher nicht das Rad des Fernsehens neu, es ist ein klassisches Familiendrama, aber bei fast jeder Folge stehen mir Tränen in den Augen und innerhalb von nur zwei bis drei Folgen sind mir die Walkers schon so ans Herz gewachsen, dass ich sie am liebsten in Dauerberieselung ständig bei mir haben möchte:

  • Sally Field als Mutter Nora Walker ist sensationell gut, mal manipulierend und unsensibel, dann wieder voller Herz und Witz.
  • Calista Flockhart ist Kitty, das politische schwarze Schaf der Familie, denn sie ist nicht nur – als Einzige der Familie – Anhängerin der Republikaner (spielt zunächst in der George W. Bush-Ära), sondern vertritt diese Meinung auch noch sehr öffentlich im Fernsehen.
  • Rachel Griffiths sehe ich seit Six Feet Under immer gern, und auch als Sarah kann ich sie nur lieben. ❤
  • Matthew Rhys hat sich mit seiner Rolle als der schwule Sohn Kevin wahrscheinlich für seine jetzige Erfolgsrolle in The Americans ins Spiel gebracht. ❤ (Verflixt, die Serie muss ich auch endlich mal weitergucken!)
  • Balthazar Getty ist einer dieser Schauspieler, die ich irgendwie vom Gesicht her kenne, aber bei denen ich beim besten Willen nicht sagen kann, woher (ach, sieh an, er hat bei Alias mitgespielt!). Er spielt Tommy.
  • Dave Annable, der den jüngsten Sohn Justin spielt, der seit seinem Einsatz in Afghanistan sein Leben nicht so recht in den Griff bekommt, kannte ich noch gar nicht, lerne ihn aber gerne kennen.

Dazu kommt noch ein Supporting Cast, der sich sehen lassen kann.

Und was hat mich neben den Schauspielern so gehooked?

Familie – und zwar eine Familie, bei denen es sich meistens um die Erwachsenen dreht. Eine Familie, in der sich gestritten wird, in der aber auch jeder im Notfall an der Seite der anderen ist.

Und Emotionen, die vom Fernseher überspringen und mich berühren. Schöne Gefühle und weniger schöne, aber immer irgendwie echt wirkende.

Vielleicht einfach ein Guilty Pleasure, an das ich wenig Ansprüche, wie herausragende Kameraarbeit, ausgefallene Ausstattung, innovative Schnitte o. ä., stelle. Ich will einfach den Walkers weiter zuschauen, weil ich sie mag. Manche mehr als andere, aber auch innerhalb von Familien versteht man sich ja nicht mit allen gleich gut. 😉

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