Random Crap #26: Minions an Bord!

Ich konnte heute bei REWE nicht widerstehen – und habe mir Passagiere für mein Auto mitgenommen (Fotoqualität nicht besonders, mein iPhone 3Gs ist halt auch schon etwas altersschwach… 😉 ):

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Media Monday #313

Ich muss nicht immer extra nach London fliegen, um ein Wochenende zu erleben, das so reich an schönen Erlebnissen ist! 🙂 Es begann am Freitag mit der Cinemerit Award-Verleihung im Rahmen des Filmfest München an Bryan Cranston und dem anschließenden Screening seines neuesten Films Wakefield. Es war ein schöner Abend mit einem gut aufgelegten Bryan Cranston und ein paar nette Begegnungen im Umfeld: Ein Freund meines jüngeren Bruders (sie hatten sich beim Theater- und Medienwissenschaften-Studium kennengelernt), den ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen hatte, war zufällig auch im Publikum – eine tolle Überraschung! Und danach fand mal wieder ein kleines bayrisch-österreichisches Bloggertreffen zwischen mir und butmadnorth statt. Samstag und Sonntag war ich dann in meiner fränkischen Heimat, um dort Musik in der Kirche zu machen (Neues Geistliches Lied), und habe wieder mal gespürt, warum ich das immer noch gerne mache, insbesondere in meiner Heimatgemeinde, denn es geht nichts über das Erlebnis, wenn du mit der Band in der Kirche spielst und die ganze Gemeinde so gut mitsingt, dass du dich selbst kaum mehr hörst – trotz Monitorboxen! 🙂 Das kommt dann so ein kleines bisschen dem nahe, wie es Robbie Williams geht, wenn Tausende Fans „Angels“ mitsingen… 😉 Und von einem sportlichen Erfolg kann ich auch noch berichten: Ich habe meinen 17-jährigen, seit frühester Kindheit Fußball spielenden (ergo sehr sportlichen) Neffen beim Tischtennis geschlagen: Wir haben drei Matchs/Matches/Matche (geht tatsächlich lt. Duden alles!) à drei Sätzen (alte Zählweise bis 21) gespielt und ich habe 2 zu 1 gewonnen! Ha, war ich da stolz!!! 😀

Ihr seht, mein Wochenende war toll! Und die Blogger-Woche fängt natürlich auch ganz toll mit dem Media Monday an:

1. Blogger-Treffen wie beispielsweise das noch zu organisierende „Fränkisch-bayrische Bloggertreffen‟ (Interessenten: bullion, mwj, Wortman, Gina Dieu Armstark, Singende Lehrerin) finde/fände ich toll, weil ich alle Genannten noch nicht kennenlernen durfte, es aber sehr gerne täte! (Das heißt übrigens nicht, dass damit die Liste der Blogger, die ich gerne live treffen würde, erschöpft ist! 😉 ) 😀 Allerdings werde ich den Verdacht nicht los, dass es bei dieser Frage um bereits bestehende „offizielle‟ Blogger-Treffen geht, sonst wäre Nummer 6 irgendwie redundant… ❓ 😉

2. Wochenendtage sind bei mir ja prädestiniert für Ausschlafen. Hat leider dieses Wochenende nicht ganz so gut geklappt… *gähn*

3. Wenn es ein Franchise gibt, das ich überhaupt nicht mag, dann nerven ewige Fortsetzungen insofern, wenn sie wertvolle slots im Programm des Kinos meines Vertrauens blocken. Das Cinema München hat nun mal nur einen Saal. Wenn da dreimal am Tag Transformers 25 oder Fast & Furious 48 läuft, gehen manch andere Filme unter.

4. Ließe man mir die Wahl zwischen Rollen-, Brett- oder Kartenspiel, fällt Rollenspiel schon mal weg, und bei den anderen beiden kommt es darauf an, mit wem gespielt werden soll und welche Spiele zur Auswahl stehen. Mit meiner Familie (das dürfte treuen Lesern bekannt sein, und das letzte Wochenende war da keine Ausnahme) wird es DAS Kartenspiel Skat, mit Freunden habe ich früher gerne Brettspiele gespielt, aber ich habe schon seit Jahren kein Brettspiel mehr gespielt.

5. Exklusive Streaming-Anbieter-Produktionen von Netflix gehen entweder ganz an mir vorüber (wie bisher Orange is the New Black, z. B.), oder ich muss sie mir auf DVD besorgen (wie z. B. House of Cards). Ihr fragt: Warum hast du denn Netflix immer noch nicht abonniert? Ganz einfach: Weil ich sonst in Gefahr geriete, meinen Lehrerjob als Nebenjob anzusehen… 😉

6. Blogger-Bekanntschaften im „Real Life“ zu treffen, ist eine der schönsten Nebeneffekte des Bloggen. Wie schon berichtet, habe ich schon 11 Blogger „in echt‟ getroffen, häufigster Treffpunkt, interessanterweise: London! 😀

7. Zuletzt habe ich Bryan Cranston live auf dem Filmfest München erlebt und seinen neuen Film Wakefield gesehen und das war ein schöner Abend, weil Bryan Cranston nicht nur unglaublich talentiert ist – was er auch wieder in Wakefield beweist -, sondern auch ein wunderbarer Erzähler und ein sehr sympathischer Mann.

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Wakefield (Robin Swicord, USA 2016): Filmfest München, 23.6.2017

Quelle: IFC Films

Am Freitag wurde Bryan Cranston im Rahmen des Filmfest Münchens der Cinemerit Award verliehen, wofür ich ca. eine Woche vorher mit viel Glück die letzte noch online zu buchende Karte erworben hatte. Es gab zwar dann an der Abendkasse auch noch Tickets, aber wer weiß, ob ich auf gut Glück hingegangen wäre… So habe ich mich tierisch darauf gefreut, Cranston noch eher live zu sehen als ich es erwartet hätte. Er spielt nämlich ab 4. November im National Theatre in Network (basierend auf dem gleichnamigen Film von Sidney Lumet aus dem Jahr 1976). Die Veranstaltung hat mich in meinem Wunsch, mir dieses Stück mit Cranston anzusehen, noch bestärkt.

Ich möchte in diesem Artikel allerdings nur Bryan Cranstons neuen Film (eine Indie-Produktion) besprechen, die Verleihung bekommt noch einen extra Artikel. Wobei, auf ein paar Äußerungen der Regisseurin (und Drehbuchautorin) Robin Swicord in ihrer Laudatio für Bryan Cranston, werde ich doch eingehen.

Robin Swicord schrieb das Drehbuch für diesen Film, der auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von E. L. Doctorow (2008) basiert, der wiederum eine Kurzgeschichte von Nathaniel Hawthorne(1837) adaptiert hat, und wollte eigentlich schon 2012 den Film drehen – und zwar ganz klar mit Bryan Cranston in der Hauptrolle. Der wiederum war zur damaligen Zeit einerseits mit noch voll mit Breaking Bad beschäftigt, zum anderen aber trotzdem noch nicht als Leading Man in Kinofilmen bekannt. Deswegen waren die Produzenten nicht so überzeugt. Erst als Breaking Bad auch in andere Länder verkauft wurde und da auch äußerst erfolgreich wurde (Swicord sprach speziell von Deutschland), und nun auch als Leading Man in Trumbo besetzt wurde, hatten die Produzenten ein Einsehen und Swicord bekam ihre „ice-cream“, wie sie Cranston in ihrer Laudatio bezeichnete.

Doch nun zum Film selbst, dessen Plot sich einerseits sehr schnell zusammenfassen lassen, der aber gleichzeitig schwer zu beschreiben ist, weil fast der ganze Film ein einziges Voice-Over ist, im Grunde genommen hört man fast die ganze Zeit über die Gedanken von Howard Wakefield. Dialoge von anderen Personen sieht man also auch meistens nur (Howard lässt sich dafür sogar auch oft die entsprechenden Dialogzeilen einfallen), die Perspektive Howards wird nie verlassen, um zu zeigen, wie die Familie mit seinem Verschwinden umgeht. Es gibt allerdings ein paar Rückblenden, wenn sich Howard erinnert, sodass dann immerhin Jennifer Garner auch mal zu hören ist.

Ich zitiere ausnahmsweise zur Plotbeschreibung einmal den Text der Verleihfirma IFC Films:

What would your life look like without you in it? Outwardly, Howard Wakefield (Bryan Cranston) is the picture of success. He has a loving wife (Jennifer Garner) and two daughters, a prestigious job as a Manhattan lawyer, and a comfortable home in the suburbs. Inwardly, though, he’s suffocating. One day, something snaps and Howard goes into hiding in his garage attic. Leaving his family to wonder what happened to him, he observes them from the attic window—an outsider spying in on his own life. As the days of self-imposed isolation stretches longer than he planned, Howard begins to wonder: is it even possible to go back to the way things were? Driven by a tour de force, darkly comic performance from Breaking Bad’s Bryan Cranston, Wakefield is a provocative look at what it means to walk away from it all.

Bryan Cranston selbst sagte nach dem Screening (im Q&A-Panel anschließend), dass der Film sicher kein Mainstream-Film sei: Es gibt keine Schießereien, keine Action…

Ich denke, da hat er recht: Die Zuschauer sehen einfach Howard dabei zu, wie er seine Familie vom Fenster aus beobachtet, wie er immer mehr zum Penner verfällt, wie er sich Essensreste aus den Mülltonnen holt. Und sie hören seinen Gedanken und Selbstgesprächen zu, die in der Erkenntnis gipfeln: “I never left my family; I left myself.”

Swicord erklärt in einem Interview, wie das zu verstehen ist:

He is still there for his family. He is keeping a steady vigil over his family. Think whatever you like about him, but he didn’t leave. [Laughs]

He stayed there throughout all that hardship to keep an eye on them. He doesn’t feel from the inside that he actually left them. Like most of us, he doesn’t really know what he’s doing. But he is acting on these impulses and is following through them by baby steps.

Mit der Zeit wächst auch die Frage in ihm: Vielleicht ist meine Familie ohne mich besser dran?! Sollte ich nicht doch richtig verschwinden? Doch er merkt auch, wie einsam er mit der Zeit wird, insbesondere als er per Zufall mit zwei geistig behinderten Kindern bzw. Jugendlichen aus der Nachbarschaft Kontakt bekommt. Die Szenen mit den beiden gehören auch zu meinen Lieblingsszenen im ganzen Film, weil sie von einer, wie soll ich sagen, ja, von einer Zartheit sind, berührend und gleichzeitig auch irgendwie lustig.

Diese tatsächlichen Interaktionen von Howard mit Emily (Pippa Bennett-Warner) und Herbert (Isaac Leyva) bieten einfach auch eine willkommene Abwechslung vom allgegenwärtigen Voice-Over. So interessant es auch war, 109 Minuten lang Bryan Cranstons exzellentem, nuanciertem Spiel zuzusehen und seiner Stimme zu lauschen, es ist doch eine etwas eintönige Geschichte auf Dauer. Es hätte dem Film gut getan, etwas gestrafft zu werden – 80-90 Minuten hätten für die Geschichte locker gereicht.

Trotzdem hat mir der Film insgesamt schon ganz gut gefallen. Neben der Tatsache, dass Bryan Cranston einfach die Entwicklung dieses Mannes so überzeugend darstellt, fand ich den Film auch sehr schön fotografiert, da verschwindet etwa das Gesicht von Howard in der Dunkelheit, als er vom Fenster zurücktritt, oder eine Art Vogelwasserstelle aus Stein wird immer wieder ins Bild gerückt, die ich vermutlich auch für mich als Foto-Motiv entdeckt hätte. Außerdem kann der Film durchaus zum Nachdenken anregen – wer wollte nicht auch schon mal raus aus dem Trott? Ist es nachvollziehbar herausfinden zu wollen, wie sich der Partner verhalten, wenn man „wie vom Erdboden verschluckt würde“? Oder ist das krank? Sicher, der hier angebotene „Ausstieg“ ist nicht das sonst oft angebotene Modell (Into the Wild etc.). Aber immerhin kann Howard sagen:  “I never left my family.“

Fazit: Ein interessanter, durchaus sehenswerter kleiner Film, der ein Showcase für Bryan Cranstons schauspielerisches Talent ist, der aber, um ein größeres Publikum zu erreichen, noch etwas mehr Abwechslung vom Voice-Over hätte bieten sollen und ruhig einen Tick kürzer hätte ausfallen können.

6,5-7 von 10 Punkten.

 

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Broadchurch Series 3 (Final Chapter)

Dieses Review enthält Spoiler zu Staffel 1+2.

Quelle: itvpresscentre

Ich weiß nicht, ob ich schon mal einen Film oder eine Serie gesehen habe, in der das Thema Vergewaltigung so würdevoll behandelt worden ist. Wie ich gerade in den Specials gesehen habe, haben sich die Macher der Serie sehr intensiv auf diese Staffel vorbereitet, in dem sie mit Organisationen, die sich um Opfer von sexueller Gewalt kümmern, zusammengearbeitet haben. Das merkt man gerade der ersten Folge an, in der der ganze Prozess gezeigt wird, den das Opfer Trish (Julie Hesmondhalgh) über sich ergehen lassen muss, nachdem sie die Vergewaltigung gemeldet hat. Das ist ganz schön hart, und doch wird der Vorgang so gedreht, dass das nicht ausgeschlachtet wird. Da sieht man auch mal nur, wie Trish die Hand der Begleitperson drückt. Das hat mich wirklich stark beeindruckt und bewegt, wie hier mit dem Thema umgegangen wird und wie auch ganz klar gemacht wird: Die vergewaltigte Frau trägt absolut keine Schuld daran, was durch die Aufklärung des Falls am Ende noch mehr betont wird.

Julie Hesmondhalgh als Trish; Quelle: Den of Geek

Dafür kommen die Männer in dieser Staffel nicht besonders gut weg, da hilft es kaum, wenn DI Hardy (David Tennant) über den Täter sagt: „He’s an abberation.‟ Die anderen Männer, die im Laufe der Ermittlungen in den Fokus geraten, sind Spanner, Fremdgeher, Stalker… Und gerade deswegen ist Alec Hardy auch so angepisst. An einem Punkt sagt er zu DS Ellie Miller (Olivia Colman): „It makes me ashamed of being a man.‟ Und ja, Männer – und zwar nicht nur der tatsächliche Täter – sind hier vielfach sexual predators, Pornos werden von Jungs auf dem Schulhof verteilt, Fremdgehen sogar z. Tl. von den Frauen als „Männer sind halt so‟ runtergespielt. Das sind vielleicht ein bisschen viele Männer „dieser Art‟ auf einen Schlag, aber Chris Chibnall, Executive Producer und Autor der Show, wollte ein Thema aufgreifen, das gerade in Großbritannien in den letzten Jahren sehr viel Präsenz in den Medien hatte. Was Chibnall vermeidet, ist es, Klischees über Opfer (jung und aufreizend) und Täter (soziale Außenseiter) zu perpetuieren. Und das macht für mich eben die Behandlung des Themas sexuelle Gewalt in dieser Staffel so überzeugend und wichtig.

Neben dem Hauptplot gibt es natürlich immer noch die Familie Latimer – drei Jahre nach der Gerichtsverhandlung gegen Joe Miller, die mit seinem Freispruch endete und der „Verbannung‟ aus Broadchurch durch die betroffenen Familien, scheint Beth (Jodie Whittaker) einen Weg gefunden zu haben, ihre Trauer und Wut in etwas Positives umzuwandeln, indem sie als ISVA (Independent Sexual Violence Advisers) arbeitet – und wird somit Teil des Hauptplots, weil sie Trishs ISVA wird. Mark Latimer (Andrew Buchan), dagegen hat immer noch massive Probleme, Dannys Tod und die Tatsache zu verarbeiten, dass sein Mörder auf freiem Fuß ist. Er lebt nicht mehr bei Beth und den Töchtern, denn während Beth versucht, im Jetzt zu leben, sieht er nur das Gestern. Die Geschichte der Latimers bekommt ein bittersüßes Ende zum Serienende, mit dem ich sehr zufrieden bin, weil es mir realistisch erscheint.

Ich habe heute durch die Specials erfahren, dass Chibnall mehr oder weniger unbewusst die Rolle der Ellie Miller für Olivia Colman geschrieben hat. Das verwundert kaum, denn Colman ist so natürlich als Ellie, dass man in Gefahr gerät, Figur und Schauspielerin als eins zu empfinden. Sie verkörpert diese Rolle, die das Bindeglied zum Zuschauer ist, so überzeugend, dass sich ihre Empfindungen, etwa die Abscheu angesichts dessen, was da manche Verdächtigen von sich geben, auf den Zuschauer überträgt. Ihre Empathie mit all jenen, die schwer zu tragen haben, ist zu jeder Zeit offenbar und macht die Figur Ellie Miller zu einer meiner liebsten Frauenfiguren in einer Serie.

Quelle: BT TV Online

Und das Team Hardy/Miller zu einem meiner liebsten Ermittler-Duos! Die beiden ungleichen Ermittler haben so eine gute Chemie zusammen, ohne dass da unterschwellig eine sexuelle Anziehungskraft da ist. Sie sind beste Freunde – und beide mit Ecken und Kanten, und wenn die beiden zusammenarbeiten, ist nicht immer alles harmonisch. Ich werde das Team vermissen, auch wenn ich es durchaus gut finde, wenn Serien nicht ewig weiterverlängert werden, sondern zu einem guten Ende geführt werden. Der Schöpfer der Serie hatte die Serie offenbar von vornherein als Trilogie angelegt, was meine Kritik an Staffel 2 etwas zunichte macht.

Neben dem sensiblen Umgang mit dem Thema sexuelle Gewalt und den Schauspielern, besticht die 3. Staffel wieder durch atemberaubend schöne Aufnahmen der Natur und der Ortes. Erstmal wurden Drohnen eingesetzt, die noch ganz andere Kamerabewegungen und -shots erlaubten. Die Bilder in Verknüpfung mit der Musik des jungen isländischen Komponisten Ólafur Arnalds bleiben im Gedächtnis haften. Chibnall meinte im Interview, dass eins seiner Hauptanliegen für die Umsetzung seiner Idee in der Serie war, dass die Serie besser aussehen sollte und besser klingen sollte als andere Krimiserien. Das ist ihm gelungen! Ein gelungener Abschluss einer außergewöhnlichen Krimiserie! 8 von 10 Punkten!

 

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Media Monday #312

Irgendwie ein komisches Gefühl: Ich habe heute alle 69 Arbeiten im Fachabitur und Abitur Englisch nach den Sitzungen mit den Zweitkorrektoren abgegeben und die Noten eingetragen – fertig. Dann war ich heute Nachmittag so platt, dass ich erstmal vorm Fernseher eingeschlafen bin und mich dann sogar noch ins Bett gelegt habe. Und das, obwohl ich jetzt wirklich Kapazitäten frei hätte für allerlei Aktivitäten! Naja, ich hoffe, das Gefühl der Erschöpfung wird bald dem der Erleichterung weichen! 🙂

Tja, deswegen bekommt ihr meinen Media Monday heute auch reichlich spät (und ungewohnt kurz gefasst 😮 ):

1. Fragt man mich nach meinem Lieblings-(Computer-)Spiel, bekommt man keine aktuelle Antwort. Ich habe das letzte Mal wohl so um 2003 herum ein Computerspiel gespielt (ein HdR-Spiel, vermutlich The Lord of the Rings: The Return of the King).

2. Patty Jenkins hat mit Wonder Woman eine/s der den besten DCEU-Film geschaffen, schließlich habe ich das HIER behauptet. 😉 Hemator hat das noch viel ausführlicher begründet, sein Artikel ist sehr lesenswert!

3. Leider enttäuschend, was Disney in/mit Pirates of the Caribbean angestellt haben, denn sie haben es geschafft, dass eine Figur, die ich absolut liebte, sich in eine Hassfigur verwandelte, sodass ich mir den neuesten Aufguss allerhöchstens ansehen werde, wenn er irgendwann auf Amazon Prime gelandet ist.

4. Meine Begegnung mit Michael Keaton ist und bleibt unvergessen, auch wenn ich inzwischen manchmal in Frage stelle, ob ich das nur geträumt habe bzw. ob das vielleicht nur ein Doppelgänger war. Einer dieser „Zu-gut-um-wahr-zu-sein‟-Momente…

5. Ich möchte ja unglaublich gerne mal Hobbiton und andere Mittelerde-Drehorte in Neuseeland besuchen, immerhin habe ich diesen Traum, seitdem sie HdR-Trilogie im Kino lief. (Und nein, bullion, ich habe nicht bei dir abgeschrieben! 😉 ) Leider muss ich wohl warten, bis ich in Rente bin – oder doch ein Sabbatjahr nehmen.

6. Ist die Rede von Kultfilmen, denke ich persönlich ja immergerade an Brazil, weil das einfach einer der ersten „schrägen‟ Filme jenseits des Blockbuster-Mainstreams war, die ich gesehen habe, und ein Lieblingsfilm meines älteren Bruders, der damals meinen Film- und Musikgeschmack maßgeblich beeinflusst hat. Außerdem verbinde ich Jonathan Pryce auch immer noch am meisten mit dieser Rolle, egal in wie vielen anderen Rollen ich ihn inzwischen gesehen habe (zuletzt absolut GROSSARTIG in TABOO!).

7. Zuletzt habe ich die ersten drei Folgen der 3. (und letzten) Staffel von Broadchurch angesehen und das war wieder toll, weil die Rollen, die David Tennant und Olivia Colman da spielen, den beiden einfach wie auf den Leib geschneidert sind. Oder umgekehrt: Beide spielen ihre Rollen einfach so gut, dass man Schauspieler und Figur ganz schwer voneinander trennen kann. Ich freue mich so, dass ich im August endlich Olivia Colman auf der Bühne erleben darf (übrigens, für alle Joss Whedon-Fans: zusammen mit Olivia Williams aus Dollhouse!) 🙂 David Tennant habe ich ja schon „abgehakt“ (was keineswegs heißt, dass ich ihn mir nicht jederzeit wieder anschauen würde! 😉 ). 🙂

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Random Crap #25: Geschenke für ein Fangirl!

Da ich ja an meinem Geburtstag in London war, habe ich gestern noch Geschenke von meiner Freundin D. bekommen, die schon sehr genau weiß, was mein Fangirl-Herz begehrt! ❤ 😀

Übersetzt heißt das „I am Groot.“ natürlich „Happy Birthday!“ :mrgreen:

Ob er wächst, wenn ich ihn gieße? 😉

Außerdem hatte D. mir ein knapp 30-minütiges Audio-File zusammengeschnitten aus lauter Soundbits und Songs von Schauspielern, die ich mag. Zu meiner Schande habe ich nicht alle erkannt. 😮 Nicht mal Ryan Gosling (YT bietet auch nur das Audio):

😳

Aber diesen hier schon:

Und als Abschluss gab es eine Gute-Nacht-Geschichte von Tom Hardy (dessen Stimme ich NATÜRLICH erkannt habe):

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Wonder Woman 3D Dolby Atmos (Patty Jenkins, USA/China/Hongkong 2017) – Kurzkritik

Quelle: Warner Brothers

Zur Info: „Kurzkritik‟ bedeutet bei mir immer, dass ich keine Zusammenfassung der Handlung liefere.

Quelle: Warner Bros

Gal Gadot is a wonder! ❤ Ernsthaft: Ich habe mich während des Filmes immer wieder gefragt: „Gibt es eine schönere Frau als Diana Prince?‟ – Meine Antwort war: „Nein!‟ Das ist ja jetzt so gar nicht feministisch von mir, Wonder Woman auf ihr Aussehen zu reduzieren, ich weiß. Aber es ist ja nicht ihr Standbild, das mich – als heterosexuelle Frau – so dahinschmelzen lässt, es ist ihr ganzes Auftreten, diese Mischung aus Naivität, Staunen („You are a man!?!‟), aber auch Entsetzen ob der neuen Welt, die sich ihr erschließt, Mitgefühl, Entschlossenheit („I will fight for those who cannot fight for themselves‟) – and: she kicks ass! Ich hab mich ein bisschen verliebt – und Diana hatte mich schon als 8-Jährige (Lilly Aspell) verzaubert… Gal Gadots Darstellung der Wonder Woman ist also ein Grund, warum Wonder Woman für mich der beste DC-Comics-Film seit The Dark Knight ist.

Auch die restliche Besetzung war vom Feinsten und z.Tl. so entgegen allen Erwartungen (ich werde jetzt nicht sagen, bei wem insbesondere 😉 ). Robin Wright als Amazonen-Ausbilderin zu sehen war ein Genuss – und ihr bestimmt ein ganz besonderes Vergnügen.

Quelle: Warner Bros (via Forbes)

Dazu kommt aber auch ein richtig gutes Drehbuch, in dem auch mal wieder etwas Humor versteckt ist – und vor allem: viel Herz. Ich hatte so oft Tränen in den Augen, sogar an Stellen, die nicht unbedingt darauf ausgelegt waren. Daran war nicht zuletzt auch die sehr gute Chemie zwischen Diana und Steve (Chris Pine) Schuld, aber noch mehr die hoffnungsvolle Botschaft des Films: Es geht nicht darum, ob es die Menschheit verdient, gerettet zu werden, denn ja, sie trägt auch eine dunkle Seite in sich, aber es gibt Rettung: Only love will truly save the world. Diese Botschaft ist in unserer Zeit von so immenser Wichtigkeit, denn es wird von vielen Seiten so viel Hass geschürt. Deswegen gingen mir diese Worte – so klischeehaft sie sein mögen – so unter die Haut.

Quelle: Warner Bros (via vox.com)

Ja, vielleicht war der Endkampf wieder etwas over the top, dafür waren die Szenen auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges umso eindrücklicher. Es wurde ziemlich viel Zeitlupe eingesetzt, was mich aber wenig gestört hat. Im Gegenteil, man hatte etwas mehr Zeit, die brillanten Kämpfe – etwa der Amazonen – genauer zu studieren. Überhaupt erschafft der Film viele visuelle Momente, die ikonisch für Wonder Woman werden dürften. Trotzdem ist das 3D – mal wieder – nicht nötig.

Fazit: Wonder Woman is truly wonderful! Ob Wonder Woman ein feministischer Film ist? Da wäre meines Erachtens Mad Max: Fury Road feministischer, weil die Heldin Imperator Furiosa nicht schön sein muss (auch wenn ICH sie trotzdem schön finde). Trotzdem war es nach den ganzen testosteron-schwangeren Filmen des MCU und DCEU aus den letzten Jahren höchste Zeit, dass eine Comic-Superheldin ihren eigenen Film bekommt (auch wenn ich schon auch auf männliche Superhelden fliege 😉 ) – samt weiblicher Regie! Und zwar einen, der einschlägt! Zurecht! 8 von 10 Punkten.

 

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