Media Monday #300

Ich habe eine ganze Woche kein klitzekleines bisschen gebloggt – ich hatte meinen Kopf einfach nicht frei. :-/ Nach all den langen Tagen in der Schule und auf Fortbildung war ich nach getaner Arbeit immer so platt, dass ich zu mehr als Konsumieren nicht fähig war. Habe dann immerhin einiges in dieser Hinsicht „geschafft“: Season 5 von Shameless zu Ende geguckt, die BBC-Miniserie The Line of Beauty (mit Dan Stevens) an einem Tag durchgeschaut, über die neue Folge von Legion (mit Dan Stevens) gestaunt und bei The Guest (mit – und jetzt alle im Chor: Dan Stevens) mich einerseits darüber gefreut, Dan Stevens mal als Bad Ass zu sehen, andererseits aber über vieles bei diesem Film den Kopf geschüttelt.

Die Jubiläumsausgabe des Media Mondays von Wulf jedoch MUSS ich natürlich bearbeiten! 🙂

1. Besonders schätze ich am Media Monday, dass er mit Schuld daran ist, dass a) ICH mich mehr auf anderen Seiten umgeschaut habe (was ja, wie ich anlässlich meines 4-Jährigen erzählt habe, ursprünglich gar nicht mein Ansinnen war) und dabei richtig tolle Blogs entdeckt habe,  und dass b) auch andere Bloggerinnen und Blogger ihren Weg zu meinem Blog gefunden haben, wie z. B. irgendwann der werte Wulf selbst, was für mich wie eine Art „Ritterschlag‟ war. 😳 😉

2. Was ich mir hingegen vom Media Monday wünschen würde, ist eigentlich nur, dass er weitere 300 Wochen besteht! 😀

3. Was wiederum meine Blogger-KollegInnen (auf MM-TeilnehmerInnen oder allgemein bezogen) angeht, gefällt mir besonders, dass ich schon so viele (11!) persönlich kennenlernen durfte.

4. Derweil ich mir öfter wünschen würde, dass die anderen BloggerInnen es mir nachsehen, dass ich derzeit nicht viel bei ihnen kommentiere. Ich habe nicht das Interesse an euch verloren, allein es fehlt die Zeit und Muse (das Vollzeit-Arbeiten bekommt mir nicht so recht – von meinem Geldbeutel mal abgesehen… 😉 )

5. Und in den nächsten 300 Ausgaben des Media Monday werde ich bestimmt wieder viel von meinen Fangirl-Erlebnissen und -Fantasien 😳 , von meiner Liebe zur HdR-Filmtrilogie und meiner tiefen Enttäuschung bzgl. Hobbit-Filmtrilogie, und von anderen medialen Vorlieben und Abneigungen unterbringen können. Ich habe das ja inzwischen ganz gut drauf, mir Wulfs Fragen und Lückentexte so hinzubiegen, dass ich o.g. sehr oft „reinschmuggeln“ kann. 😉

6. Bleibt mir anlässlich des heutigen Jubiläums nur noch zu sagen: Herzlichen Glückwunsch, lieber Wulf! Du hast meinen vollen Respekt, dass du uns schon so lange allwöchentlich zum Grübeln bringst. Danke! 🙂

7. Und um die obligatorische letzte Frage nicht zu vernachlässigen, habe ich zuletzt im Rahmen der Amazon Pilot Season den Pilotfilm zu Oasis gesehen und das war ganz viel versprechend, weil ich die Verknüpfung von Science Fiction-Setting auf anderem Planeten und psychischen Auswirkungen, die dieser Ort auf die Menschen, die den Planeten bewohnbar machen sollen, haben, recht spannend finde. Richard Madden (Game of Thrones, Romeo and Juliet) spielt die Titelrolle eines ökumenischen Priesters und macht dies bisher ganz gut. Er wäre aber nicht der Grund, warum ich die Serie ansehe, finde einfach prinzipiell SF-Szenarien meistens interessant. Ein weiterer guter Bekannter im Cast ist z. B. Anil Kapoor (Slumdog Millionaire). Kevin Macdonald hat Regie geführt. Er ist ja ursprünglich eher Dokumentarfilmer, hat aber mit The Last King of Scotland bewiesen, dass er auch Spielfilm kann (wenn auch der Film auf wahren Tatsachen und Personen, nämlich Idi Amin, beruht). 

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Random Crap #16: Steve Kazee in Shameless – Holy shit!

OK, was mein Fangirling anbelangt bin ich nicht im Mindesten monogam veranlagt. 😳 Da schwärme ich gerade noch in höchsten Tönen von Dan Stevens ❤ – und habe doch schon den nächsten Typen entdeckt, der mich, in diesem Fall vor allem mit seinem Gesang, zum Dahinschmelzen bringt: Steve Kazee! ❤ Dieser Sänger, Musiker und Schauspieler ist bisher komplett an mir vorübergegangen – und so ging es mir bei dieser Szene aus der 4. Folge von Season 5 ganz wie Fiona: „Holy shit!“ ❤

Nun musste ich sofort recherchieren, und habe herausgefunden, dass Steve Kazee in der Broadway-Musical-Version von Once (nach dem Film von John Carney) die männliche Hauptrolle gespielt hat. Bei dieser Version von „Falling Slowly“ entfuhr mir gleich ein weiteres „Holy shit!“ ❤

Und wenn euch sein Gesang noch nicht überzeugt hat, schaut euch dieses Gesicht an:

Zu viel Bart? Ohne sieht er viel jünger aus:

Quelle: karnaval.com

Was diese Entdeckung aber außerdem mit mir gemacht hat, ist, dass ich mir fest vorgenommen habe, wieder mehr zu singen. Ich habe momentan gar kein regelmäßiges Projekt – das muss sich ändern!

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Media Monday #299

Ich habe einen neuen Schwarm. Erst haut er mich durch sein facettenreiches Spiel in der neuen, abgefahrenen Serie Legion um, dann singt er sich als Beast auch noch in mein ❤ . Von diesen blauen Augen ganz zu schweigen… Trotzdem habe ich es geschafft, Dan Stevens in nur zwei Antworten zu erwähnen! 😉 Viel Spaß bei der Fangirl-Edition des Media Mondays!

1. Wenn es um Eigenproduktionen von Streamingdiensten und dergleichen geht, habe ich auch mit Amazon Prime gute Erfahrungen gemacht, auch wenn Netflix wohl die Nase noch vorn hat. Transparent und The Man in the High Castle sind nur zwei Beispiele für herausragende Amazon Originals Serien.

2. Dan Stevens hat mich noch nie so fasziniert wie seitdem er in Legion spielt und noch dazu in Beauty and the Beast beweist, dass er auch singen kann. ❤ Und dann hat er auch noch jede Menge Humor und macht bei James Cordens Crosswalk-The Musical mit:

3. Die Meldung, dass in „meinem Kino‟ im Rahmen der Reihe „CINEMA Movie Club‟ The Silence of the Lambs am 24. März gezeigt wird, hat mich sehr gefreut, da ich den Film zwar damals schon im Kino gesehen hatte, aber nicht im englischen Original. Natürlich habe ich den Film seitdem schon im Original gesehen, aber nun Anthony Hopkins mit Originalstimme nochmal auf der großen Leinwand als Hannibal Lecter (meinem Lieblingsfilmbösewicht Nummer 1) zu sehen, darauf freue ich mich schon sehr!

4. Am liebsten sind mir ja Komödien, die intelligent sind und ohne Fäkalhumor und die typischen Klischees auskommen.

5. Logan fand ich richtig ergreifend, schließlich … habe ich das in meinem Review dargelegt, wie sehr mich dieser Film berührt hat.

6. Schade, dass man hierzulande immer noch vorwiegend mit Synchronisation im Fernsehbereich arbeitet. Was ich aber bemerkenswert finde, ist, dass die ZDF-Mediathek manche skandinavische Krimis (oder auch die hervorragende isländische Krimiserie Trapped, erfunden von Baltasar Kormákur, der schon in Hollywood Erfolge mit 2 Guns oder Everest feierte) auch im Original mit deutschen Untertiteln anbietet.

7. Zuletzt habe ich im Soundtrack von Beauty and the Beast geschwelgt und das war herzerwärmend, weil ich so nicht nur den am Samstag gesehenen Film wieder vor meinen Augen ablaufen lassen konnte, sondern weil ich [fangirlmodus:] so durch wiederholtes Anhören von Beasts Song „Evermore‟ mich Dan Stevens so nah fühlte. Oh boy, another actor I can fantasize and obsess about! ❤ [/fangirlmodus]

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Beast Double Feature: Kong: Skull Island und Beauty and the Beast

Der Mann als Biest, gezähmt durch eine Frau, genau das Richtige für die emanzipierte Frau? Naja, besser auf jeden Fall als Shakespeares The Taming of the Shrew (Der Widerspenstigen Zähmung), das ich einmal in The Globe in London gesehen habe und das wohl eins der wenigen Stücke ist, das man aus meiner Sicht überhaupt nicht in die Moderne übertragen kann. Die Frau ist erst „gut‟, wenn sie alles so macht, wie der Mann es will? No way.

Also, dann lieber King Kong und das Beast aus Beauty and the Beast. Folgende Kurzkritiken sind spoilerfrei.

Kong: Skull Island (Jordan Vogt-Roberts, USA 2017)

Ich gestehe: Ich wollte den Film vorwiegend wegen Tom Hiddleston sehen, denn ich stehe gar nicht soooo auf weitere Verfilmungen aus dem Monster-Genre. Die Godzilla-Verfilmung von 2014 z. B. habe ich ausgelassen – trotz des sexy Aaron Taylor-Johnson – , und nicht nur, weil er eher durchwachsene Kritiken bekam. Mich interessiert das Thema einfach nur mäßig. (Interessanterweise allerdings fand ich den Emmerich-Film von 1998 richtig unterhaltsam, obwohl den fast niemand zu mögen schien. Ich fand das damals toll, dass ein Franzose (Jean Reno!) den Tag rettete und das amerikanische Militär ziemlich blöd dastehen ließ. Aber dies nur am Rande bemerkt. Peter Jacksons King Kong-Verfilmung hatte ich mir damals natürlich angesehen (PJ war ja damals noch mein Held, weil er ein so tolles Mittelerde erschaffen hatte), mit gemischtem Ergebnis: die Animation des Monster-Affens (gespielt durch Motion Capture von Andy „Gollum‟ Serkis) war top, der Film insgesamt zu lang und überladen.

Jetzt also eine weitere Version der King Kong-Geschichte. Und auch hier ist und bleibt das Interessanteste an dem Film Kong, der wohl so groß wie noch nie erscheint und einen furiosen Erstauftritt bekommt, in dem er reihenweise die Hubschrauber vom Himmel holt. Das sind eindrucksvolle, kraftvolle Bilder, die leider von den menschlichen Schauspielern bzw. Figuren nicht adäquat erwidert werden können. Die Bilder sind das, was einem in Erinnerung bleibt – und da hat sich Vogt-Roberts bei einigen anderen Filmen bedient. Dieser Film spielt ja in den 70er Jahren – der Vietnamkrieg wurde gerade beendet – und entsprechend erinnern da Bilder von den Hubschraubern, die in Formation fliegen, zu Musik aus den 70er Jahren, schon sehr an ikonografische Aufnahmen aus Filmen wie Apocalypse Now. Das versucht der Regisseur auch nicht zu verstecken, manche Filmplakate nehmen dieses Motiv ja auch auf.

Quelle: geektyrant.com

Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen, besonders auch in Kombination mit dem so typischen Soundtrack für Vietnamkriegsfilme. Die Aufnahmen von Skull Island sind ohnehin atemberaubend, sowohl von oben aus der Hubschrauber-Perspektive, als auch in Details, wie Bambuswäldern zum Beispiel, oder auch Details des Bootes, das die Truppe wieder in Stand setzt. Bitte, für mich als Fan von Detailaufnahmen von Alltagsgegenständen, sind Close-ups von verrosteten Schrauben ein Gedicht! Da kann man wirklich nicht meckern.

Quelle: kino.de

Wo ich aber dann doch meckern möchte, das ist bei den menschlichen Charakteren. Dachte ich noch bei Tom Hiddlestons erstem Auftritt als ehemaliger SAS-Mann (britischer Special Air Service), dass er hier bad-assbut in a good way – rüberkommen würde, war ich schon bald enttäuscht, wie wenig er hier sein Potential ausschöpfen darf. Kein bisschen hart gesotten. Diese Rolle fiel allein Samuel L. Jackson als steroetypischem Militärkommandeur zu. Klischeehafter hätte die Rolle des Lieutenant Commander Packard kaum ausfallen können. Ich habe gelesen, dass ursprünglich J.K. Simmons für die Rolle vorgesehen war, wäre auch kaum besser gewesen, denn Simmons hat ja auch den durchgedrehten „Vorgesetzten‟ in Whiplash gegeben, die Anlegung der Rolle wäre also kaum anders gewesen. Ich habe wirklich ein bisschen genug von Militärs, die davon besessen sind, zu gewinnen und zu vergelten. Dabei hätte man das durchaus auch besser hinkriegen können, wenn man etwas mehr Hintergrundinformationen zu den einzelnen Charakteren geliefert hätte. Aber dazu gab es einfach viel zu viele Charaktere, sodass fast keine der Figuren irgendwie fleshed-out gewesen wäre. Brie Larson ist auch unterbeschäftigt als Fotojournalistin. Zwar hat sie mehrere sehr gut inszenierte Zusammentreffen mit Kong, aber auch sie bleibt ein schwer zu greifender Charakter. Einzige Ausnahme ist John C. Reilly als Hank Marlowe. Er bringt etwas Erfrischendes in die Story, durch ihn kommt auch ein kleines bisschen Humor und Menschlichkeit in den Film.

Was bleibt? Beeindruckende Bilder und atemberaubende Kämpfe zwischen den Monstern auf Skull Island, gegen die die Menschen deutlich verblassen. Gerade die Schauspieler auf den „vorderen Rängen‟, der vermeintlichen Hauptpersonen (Hiddleston, Larson, Jackson und John Goodman), fühlen sich ziemlich austauschbar an. Die interessantesten Personen sind Nebenfiguren, wie der schon erwähnte Marlowe, der junge Soldat Slivko (Thomas Mann aus Me and Earl and the Dying Girl), und Toby Kebbells Jack Chapman. Übrigens wird in sehr vielen Kritiken geschrieben, dass Toby Kebbell auch Kong durch Motion Capture spielte. Das ist nicht korrekt: Kong wurde durch Terry Notary dargestellt, Kebbell stand ihm nur beratend zur Seite, was etwa Gesichtsausdrücke anbelangte. Beide haben auch schon bei Dawn of the Planet of the Apes zusammengearbeitet.

Wohlwollende 7 von 10 Punkten für Bilder, die sich im Kopf festsetzen.

Beauty and the Beast (Bill Condon, USA 2017)

Quelle: movies.disney.co.uk

Definitiv der bessere Beast-Film von diesen beiden Filmen! Und so faszinierend, dass man das Beast am Ende eigentlich attraktiver findet als den Prinz (beides dargestellt von Dan Stevens).

OK, jetzt habe ich gerade eine Stunde oder so damit verbracht, mir Youtube-Videos mit Dan Stevens anzuschauen… Ob das ein Zeichen dafür ist, dass ich ein neues Objekt der Begierde habe? I’m afraid so... ❤ ❤ ❤ Diese Augen machen mich einfach fertig. Und er spricht Deutsch (z. B. im Film Hilde). Und er hat selbst gesungen.

Well, I think you get the picture! 😉

Zurück zum Film. Dieser ist ja eine Live-Action-Version des Zeichentrickfilms von 1991, und tatsächlich legen ihm einige Kritiker zur Last, dass er sich viel zu nah ans Original hält – bis hin zum gelben Kleid für die „Beauty and the Beast‟-Tanzszene. Für mich liegt darin der Charme – 2D-Figuren erwachen zum Leben! Und Emma Watson ist eine wunderbare Besetzung für Belle – gerade in Close-ups kannst du gar nicht anders, als dich in sie zu verlieben.

Auf der anderen Seite gewinnt Dan Stevens‘ Beast auch von Szene zu Szene, sodass man sich parallel mit Belle in ihn verliebt. Und ich finde es erstaunlich, wie sehr man Dan Stevens, der mir ja durch die Serie Legion gerade sehr präsent ist, tatsächlich im Beast erkennt. Er wurde ja zum einen mit Motion Capture (Stevens auf Stelzen und mit 40-Pfund-Fat Suit) und zum anderen mit Face Capture animiert. Und so kann man sowohl in den Bewegungen, als auch in der Mimik Stevens deutlich ausmachen. Da bräuchte es zum Schluss gar nicht die Verwandlung in den glatten Prinzen.

Quelle. pulseradio.fm

Doch nicht nur Elle und das Biest sind hervorragend besetzt, ich habe mich auch sehr über Kevin Kline als Belles Vater und Luke Evans als selbstverliebtes Scheusal (das eigentliche Biest) Gaston gefreut. Und dann die ganzen Stars in den Rollen der Möbelstücke!!! Hier hat sich mal wieder für mich ausgezahlt, dass ich mir vorher keine Besetzungslisten angesehen habe, denn so war der Aha-Effekt bei der Zurückverwandlung umso größer. Ich werde auch hier nichts verraten, auch wenn ich wahrscheinlich wieder mal die einzige bin, die vorher nicht wusste, wer da alles versteckt ist. Manche sieht man allerdings schon zu Beginn, als in einer wunderschön choreografierten Tanzsequenz die Vorgeschichte erzählt wird, nämlich wie es zu dem Fluch gekommen ist. Da ich nun Audra McDonald das erste Mal Singen gehört habe, muss ich wohl schauen, ob ich noch ein Ticket für das Musical Lady Day at Emerson’s Bar & Grill ergattern kann, in dem sie die Titelrolle (Billie Holiday) vom 17. Juni bis 9. September spielt. Was für eine Stimme!

Es gibt eine Shownummer in dem Film, die mir ein wenig zu sehr over the top war: „Be Our Guest“ entwickelt sich zu einer wahren Showrevue, die ich mir zwar toll auf der Bühne vorstellen könnte (auch wenn das so nicht ganz funktionieren würde), die mir aber im Film irgendwann zu überbordend wurde, obwohl sie toll gesungen war (nein, ich verrate nicht, von wem ❤ ).

Ich muss gestehen, dass mich der Film nicht so gerührt hat, wie ich es gerne gehabt hätte (und wie meine Begleitung D., die sich doch die ein oder andere Träne abwischte), interessanterweise aber wirkt Beauty and the Beast nach. Die Songs spielen sich weiterhin in meinem Kopf ab, wenn ich in den Soundtrack reinhöre, bin ich gleich wieder mitten im Film, und wenn Dan Stevens singt habe ich Gänsehaut und Tränen in den Augen… ❤ Und jetzt, da ich weiß, wer da alles sonst noch so singt, macht es mir noch mehr Spaß, die Lieder anzuhören. 🙂 Ich hoffe für Emma Watson und Dan Stevens, dass sie nach diesem Film nicht mehr nur als „die Hermione-Darstellerin‟ respektive „der Downton Abbey-Beau‟ vorgestellt werden, denn auch wenn Legion eine sehr gute Serie ist, sie ist doch weitaus weniger Mainstream als Beauty and the Beast.

Nach einer Nacht drüber schlafen bekommt der Film von mir 8 von 10 Punkten. Und ich möchte ihn nochmal sehen. Ein gutes Zeichen!

Noch ein kleiner Nachtrag: Nach dem Kino kamen wir ins Gespräch mit einem sehr netten, filmbegeisterten jungen Paar. Ich war links, die junge Frau rechts von einer weiteren Kinobesucherin gesessen, die fast den ganzen Film über immer wieder ge-WhatsApp-t hat. Es war so beruhigend, dass nicht nur so „Oldies“ wie D. und ich so ein Verhalten extrem störend empfinden und einfach nicht verstehen können, warum manche es offenbar nicht einmal schaffen, während der zwei Stunden im Kino auf die Benutzung ihres Smartphones zu verzichten. Wir unterhielten uns bestimmt noch 10-15 Minuten über allerlei. Unter anderem konnten die beiden mein „Entsetzen“ nachempfinden, dass von meiner 13. Klasse NIEMAND Rogue One gesehen hatte. Der Mann meinte nur „Ich habe sogar ein Stormtrooper-Outfit!“ Ich liebe solche Begegnungen!   

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Logan (James Mangold, USA 2016)

Quelle: cinema.com

Kurios: Das Kinoticket zu diesem Film hat mich mehr gekostet als das Day-Ticket für The Red Barn in der 1. Reihe. Woran lag’s? Ich habe mir diesen Film im IMAX des Cineworld am Leicester Square in London angesehen, und zwar für *hust* 21 Pfund. 😮 Ich fand die Möglichkeit, diesen Film auf der GANZ großen Leinwand zu sehen einfach zu reizvoll, um mich über den gesalzenen Preis zu ärgern. Immerhin haben wir am Ausgang ein Filmplakat in die Hand gedrückt bekommen, und zwar auf gutem, etwas festerem Papier, sodass es sogar den Flug nach Hause einigermaßen überstanden hat:

Hat es sich wenigstens gelohnt? Ich finde, ja! Da ich den Film vorwiegend wegen der Gefühle, die er bei mir ausgelöst hat, so „genossen‟ habe, komme ich diesmal nicht um Spoiler herum, auch wenn es keine Zusammenfassung des Inhalts gibt. Ich muss aber einzelne Szenen herausgreifen, um zu erklären, warum mir dieser Film so nahe gegangen ist. Für diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben, stelle ich das Fazit an den Anfang – wer danach weiter liest, tut dies auf eigene Gefahr! 😉

Meine Meinung kurz gefasst (bei mir abgeschrieben):

Logan ist aufwühlend, weil dieser Film – der mit großem Abstand BESTE der Wolverine-Filme – einfach nur weh tut. Sehr! Raw, brutal, deeply emotional – I loved it!

Der einzige kleine Kritikpunk: Die Bösewichter sind einmal wieder „böse Wissenschaftler‟, die ihre wissenschaftlichen Ergebnisse dem „bösen Militär‟ zur Verfügung stellen. Das ist nicht gerade originell, aber passt für mich insgesamt trotzdem zum Film, da das ja ein Thema ist, das die ganze X-Men-Reihe durchzieht.

(hier noch spoilerfrei)

Der Regisseur James Mangold hat sich ein R-Rating für seinen letzten Wolverine-Film erstritten – und das tut dem Film irgendwie gut, auch wenn ich die Gewalt z. Tl. schon sehr, sehr hart fand. Aber dadurch wirkte der Film für mich irgendwie realer, denn bei comic-artiger Gewalt kann man sich sonst ja oft davon distanzieren, entweder weil es so over the top ist, dass man es schon nicht mehr ernst nehmen kann, etwa wenn sich der Gott Thor und Iron Man gegenseitig durch die Luft schleudern, oder es ist gar nicht ernst gemeint (wie in der anderen R-rated Comic-Verfilmung Deadpool). Die Gewalt hier ist greifbar, jeder Schlag, jedes Zusammentreffen von Krallen und Fleisch und Knochen versetzt dir einen Schlag in die Magengrube. Das mag für Fans der leichteren Comic-Unterhaltung (etwa The Guardians of the Galaxy) zu viel des Guten sein, und auch für mich war es grenzwertig. Trotzdem finde ich es insgesamt betrachtet die richtige Entscheidung. Gerade Wolverine stand ja eigentlich schon immer mehr für die „animalische‟ Art des Nahkampfes, während andere der Mutanten aus dem X-Men-Universum, wie Magneto oder Professor X – oder auch Storm und Cyclops -, aus der Ferne ihre Gegner bekämpf(t)en. Und Nahkampf ist einfach immer brutaler.

(VORSICHT: ab hier mit Spoilern)

Mich hat dieser Film einfach unfassbar traurig gemacht. Ich informiere mich ja im Vorfeld meistens recht wenig über Filme, von denen ich eh weiß, dass ich sie sehen will, und so war mir nicht unbedingt schon vor Sehen des Films klar, dass die beiden Hauptcharaktere sterben würden. Im Laufe des Filmes wurde mir das aber immer bewusster, und es befiel mich, schon bevor sie starben, eine tiefe Traurigkeit. Es rührte mich zutiefst, zu sehen, wie der einst so mächtige Charles Xavier auf die Hilfe von Logan und Caliban (Stephen Merchant) angewiesen war und fern von Zivilisation „gehalten‟ werden musste, weil er seine Kräfte nicht mehr unter Kontrolle hat. Professor X war einfach auch schon immer mein Lieblings-X-Man (neben Wolverine), und zwar nicht erst seit den Prequels mit James McAvoy. In diese Trauer mischte sich aber auch eine bittersüße Note, dadurch dass hier noch einmal klar gemacht wird, wie tief die Verbindung zwischen Logan und Charles ist. Diese Entschlossenheit, mit der Logan eingreift, als Charles in Gefahr gerät, hat mich zutiefst bewegt!

Dadurch, dass der ganze Film so realistisch erschien, hatte ich nicht nur das Gefühl, dass dies nun der endgültige Abschied von Logan und Charles ist, sondern ich trauerte auch um Patrick Stewart und Hugh Jackman. Nachdem ich nun das zweite Mal Patrick Stewart in der Rolle eines doch sehr gebrechlichen und gezeichneten alten Mannes gesehen hatte (zuerst in dem Theaterstück No Man’s Land im letzten Herbst), konnte ich mich nicht dem Gefühl erwehren, dass auch Patrick Stewart von uns geht. Dieser Schmerz traf mich zutiefst – und es graut mich vor dem Tag, an dem dieser Schmerz real wird. 😥

Dazu kam der so gut nachvollziehende Schmerz, den Logan verspürt haben muss, als er, Charles und Laura (die Neuentdeckung Dafne Keen) einen Abend bei einer normalen Familie verbringen (ein schönes Wiedersehen mit Eriq La Salle aus E.R.). Die drei treten wie eine Familie auf: Großvater Charles, Vater Logan und Tochter Laura, und es wird noch einmal schmerzlich bewusst, dass Logan so ein Leben nie haben konnte (Charles im Übrigen ja auch nicht). Außerdem liegt ja auf vielen Mutanten aus dem X-Men-Universe der Fluch, dass „normale Menschen‟ aus ihrem Umfeld mit dem Tod bedroht sind. Das sahen wir in X-Men: Apocalypse bzgl. Erik/Magneto, und das passiert hier auch wieder mit dieser netten, unschuldigen Familie. Dass dann auch noch ein Klon von Logan Charles tötet, macht dessen Tod für Logan sicher noch schwerer, denn man könnte ja sagen, dass seine Existenz schuld daran ist.

Logans Tod wird dann besonders schmerzlich durch die sich langsam aufbauende Beziehung zu Laura. Als diese zuletzt „Dad‟ zu ihm sagte, liefen mir die Tränen herunter. Auch wenn sich Logan ja zunächst dagegen gewehrt hat, der Krankenschwester, die Laura aus den Klauen der bösen Wissenschaftler gerettet hatte, zu helfen, wächst ja die Beziehung zwischen ihm und Laura schließlich so weit, dass er alles tut, um ihr das Entkommen zu ermöglichen. Es gibt Kritiker, die finden, dass dieses Zögern Logans, was seine Hilfe anbelangt, nicht zu ihm passe. Ich dagegen fand es absolut nachvollziehbar nach allem, was er erlebt hat. Er hat ja auch zu Beginn des Filmes im Grunde genommen schon mit seinem Leben abgeschlossen.

Und dann noch dieser Song von Johnny Cash beim Abspann (eine sehr ungewöhnliche Wahl für eine Comic-Verfilmung, aber absolut passend und effektiv hier):

9 von 10 Punkten!

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Happy Birthday to me: Die Singende Lehrerin ist 4 Jahre alt!

Gestern bekam ich von WordPress die Glückwünsche zum 4. Geburtstag meines Blogs – wow, schon vier Jahre! Oder: erst? Auf jeden Fall kann ich mir „ein Leben ohne Blog‟ schon gar nicht mehr so recht vorstellen. Sucht oder Leidenschaft?

Dabei fing alles so harmlos an. Ich hatte eine Art Tagebuch über die Proben zu Herr der Ringe – Live to Projection geführt und wollte dies nun auch irgendwie mit den anderen Chormitgliedern teilen, statt es „nur‟ im Forum von herr-der-ringe-film.de zu veröffentlichen, wie ich das in kürzerer Form bei meiner ersten Teilnahme an HdR – Live to Projection (2011) gemacht hatte. Der Plan, per Rundmail die ca. 100 Sängerinnen und Sänger an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen, ging dann allerdings nicht auf, da der organisatorische Leiter der Meinung war, dass solche Interna eher nicht verbreitet werden sollten. Zugegebenermaßen schwärmte ich nicht nur in den höchsten Tönen (pun intended!) von den Proben (und später Aufführungen), sondern ließ auch Kritik durchblicken. Ich habe trotzdem meine Erfahrungen dort veröffentlicht, beginnend mit der ersten Probe .

Es war mir von vornherein klar, dass ich aber auf meinem Blog nicht nur von meinen musikalischen Aktivitäten (= SINGENDE Lehrerin) berichten würde, sondern auch Reviews zu Filmen und Serien posten würde, die ich bis dato z. B. bei den Münchner Singles im Forum mit anderen geteilt hatte. Daher also der Untertitel: „Tagebuch einer singenden, film- und serienverrückten Lehrerin‟. Dieses Bedürfnis, Filme, die ich gesehen habe, auch zu bewerten, geht zurück bis in meine frühe Teenie-Zeit, als ich einen Schnellhefter führte, in den ich ausgeschnitttene Bilder aus der Fernsehzeitschrift einklebte und das Gesehene mit Sternchen bewertete (Bestnote: ***). Meine erste Kritik auf meinem Blog ging über die Mini-Serie Parade’s End und wurde am 28.4.2013 veröffentlicht. Erst am 6.6. gab es dazu einen Kommentar – von schauwerte 🙂 ! Und warum das Outing als Lehrerin? Nun, ich hatte schon vor Eröffnung meines Blogs englische Stilblüten von meinem Vater illustrieren lassen (für den Einsatz im Unterricht bzw. für den Jahresbericht der Schule) und plante nun, diesen auch auf meinem Blog ein Forum zu geben. So gab es gleich im März einen ersten Eintrag dazu.

Was ich anfänglich NICHT wollte, war es, andere Blogs zu lesen. Ich wollte einfach nur schreiben und veröffentlichen. Was interessierten mich schon andere Blogs? Doch spätestens nach der ersten Teilnahme an einer Blogparade im Februar 2014 (bei Wortmans Serien-Highlights) war mir klar, dass es zum einen Spaß macht, auch andere Blogs zu entdecken und dass es zum anderen mehr Leser zu mir lockt, wenn ich auch mal einen Kommentar bei anderen Blogs hinterlasse. Oder eben bei Blogparaden oder beim wöchentlichen Media Monday von Wulfs Medienjournal-blog (mein „erstes Mal‟ war #141 vor fast genau 3 Jahren) mitmache.

Und auch wenn ich immer noch nicht die fleißigste Kommentatorin der Blogosphäre bin, habe ich durch diese Kontakte Blogs und Blogger/innen gefunden, die mir sehr am Herzen liegen. Und ich kann mit Stolz und voller Freude davon berichten, dass ich 11 Blogger/innen bereits persönlich kennengelernt habe. In chronologischer Reihenfolge sind dies (ich hoffe, ich kriege das richtig hin):

Nummer Neun: Gemeinsamkeit: (u.a.) München/Star Trek/Fantasy Filmfest → Treffen am FFF München
Zirkusmanege: Gemeinsamkeit: (u.a.) Großraum München → Treffen zu zwei NT Live-Übertragungen im Cinema
schauwerte: Gemeinsamkeit: (u.a.) Fan von Benedict Cumberbatch/Sherlock/englischem Theater → gemeinsam zu The Ruling Class mit James McAvoy in London, seither fast schon unzählige weitere gemeinsame Theatertrips nach London und ein Besuch meinerseits bei ihr im Ruhrgebiet
butmadnorth: Gemeinsamkeit: (u.a.) Liebe zum englischsprachigen Theater → frühes Frühstück in München, bevor sie wieder nach Wien zurückfuhr, seitdem weitere Treffen in München und London
KirstenSE: Gemeinsamkeit: (u.a.) Liebe zum englischen Theater und zum „Stagedooring‟ → Treffen zu The Moderate Soprano und anschließend Hamlet mit Benedict Cumberbatch in London, seither weitere, zufällige (unabhängig gebuchte Reisen) Treffen in London
friedlvongrimm: Gemeinsamkeit: (u.a.) Briefeschreiben/Fan von britischen Schauspielern wie Domhnall Gleeson → Treffen in Berlin zur German Comiccon inkl. Übernachtung bei ihr
Shalima: Gemeinsamkeit: (u.a.) Star Trek/Comic Con → kurzes Treffen mit Hindernissen auf der Comiccon in Berlin
An: Gemeinsamkeit: (u.a.) Fan von Sherlock/Schauspielerei generell/London, wäre fast mit mir in die USA geflogen → 2x Treffen in London zum Quatschen und 1x gemeinsamer Musical-Besuch
iwishyoumuchmirth: Gemeinsamkeit: Liebe zum englischsprachigen Theater, Schwester von butmadnorth → Treffen in London zum Frühstück (mit Schwester)
pimalrquadrat: Gemeinsamkeit: (u.a.) Liebe zu Tolkien, Patrick Rothfuss, Buffy → Treffen einfach so in Stuttgart mit…:
Zeilenende: Gemeinsamkeit: (u.a.) Star Trek-Fan, Fotografie → Treffen in Stuttgart einfach so mit pimalrquadrat

Das hätte ich wirklich nie erwartet, so viele tolle persönliche Real-Life Kontakte durch das Bloggen zu bekommen! Ich bin wirklich sehr dankbar dafür, euch alle kennengelernt zu haben ❤ – und hoffe auf noch weitere Treffen. Wir müssen das bayerische (vielleicht erweitert auf „süddeutsch‟, dann können Zeilenende und pimalrquadrat auch dabei sein) Blogger-Treffen endlich mal hinkriegen (u.a. mit Wortman, bullion, mwj und Gina Dieu Armstark)! 🙂

Nun noch ein paar statistische Daten zu dem, wie sich mein Blog in vier Jahren entwickelt hat.

Veröffentlichte Beiträge:

Insgesamt habe ich mindestens 905 Beiträge seit März 2013 gepostet, da ich ein paar Beiträge aus dem Schulalltag vor ein paar Wochen gelöscht habe und die Seiten (Why I love, A frelling fangirl’s experiences) nicht dazugezählt werden, sind es wahrscheinlich an die 920.

Top 10 der am meisten aufgerufenen Einzelbeiträge:

  1. Blogparade: 6×6 – Die Top Sex der erotischsten Szenen (über 3.000)
  2.  Why I Love… #4: James McAvoy (889)
  3. Blogparade: 10 Best Villains
  4. The Revenant – Kurzreview
  5. Blogparade: Best Heroines
  6. Blogparade: „Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist‟
  7. Blogparade: Best On-Screen Chemistry
  8. Captain Fantastic Review
  9. Blogparade: Die 10 besten Vorspanne
  10. Blogparade: Marry me! 

Es ist wenig erstaunlich, dass die Blogparaden-Artikel die meisten Klicks erhalten haben, erweitern sie doch jeweils sehr meinen Stammleserkreis.

Aufrufe der Seite:

Insgesamt gab es bis heute ca. 77.800 Aufrufe meiner Seite, laut WordPress waren das ca. 24.540 Besucher. Hier das Ganze nach Jahren aufgeschlüsselt:

2013: 2.238 (Mitte März bis Dezember)
2014: 13.552
2015: 26.538
2016: 30.077
2017: 5.392 (Januar bis Mitte März)

Seit 2015 ist der Zuwachs also eher gering (die Zahlen für 2017 sind bisher sogar eher rückläufig), obwohl ich in diesen Jahren stetig an Followern gewonnen habe. Allerdings habe ich gerade sehr viele sehr stille Follower (keine Likes, keine Kommentare), bei denen mir oftmals überhaupt nicht klar ist, warum sie mir überhaupt folgen, wenn ich mir die Themen ihrer eigenen Blogs ansehe.

Kommentare:

Insgesamt gab es bisher 10.639 Kommentare, was lt. WordPress einem Durchschnitt von 284 pro Monat entspricht, von denen natürlich ein Großteil auf meine Kappe geht, weil ich versuche, immer das letzte Wort zu habenjeden Kommentar auch zu beantworten. Auch hier gehen die meisten Kommentare auf das Konto der Blogparaden: Es führt interessanterweise die Blogparade: Gegen den Strom – 10 unbekannte oder unbeliebte Lieblingsfilme mit 125 (!) Kommentaren vor Best On-Screen-/Page Chemistry mit 120. Mein erfolgreichster Artikel, die 6×6-Blogparade zu den erotischsten Szenen, liegt mit 74 Kommentaren nur auf Platz 10. Das liegt bestimmt daran, dass einfach viele Googler durch ihre Suchanfrage nach erotischen Filmen oder Szenen auf diesen Beitrag gestoßen sind (und es nahezu täglich tun). Tja, Sex sells, aber drüber reden will man dann doch nicht… 😉

Die derzeitigen (basierend auf den letzten 1000 Kommentaren) fleißigsten Kommentatoren (neben mir mit 410 😉 ) sind:

bullion (76)
pimalrquadrat (65)
Wortman (61)
friedlvongrimm (60)
Zeilenende (35)
wordBUZZz (31)

Danke an euch – und alle anderen, die mir Kommentare da lassen und somit meinem Blog Leben einhauchen! ❤

Follower:

Ich habe inzwischen tatsächlich 226+ (das + steht für diejenigen, die mir auf anderem Wege folgen, also nicht in der WordPress-Statistik auftauchen) Follower, was mir vor vier Jahren unvorstellbar war. Tausend Dank für das Interesse!!! ❤ ❤ ❤ Und vergebt mir, dass ich nicht allen „zurückfolge‟. Das übersteigt mein Zeitlimit einfach… 😳

An dieser Stelle möchte ich meine treuesten (3+ Jahre) noch aktiven Follower (unter BloggerkollegInnen, die reinen E-Mail-Follower lasse ich mal außen vor) einmal herausstellen:

  • Meine zweite Followerin EVER, die auch immer noch aktiv ist UND mit der mich nun auch eine Freundschaft verbindet (sag ich jetzt mal so 😉 ) ist *trommelwirbel*: schauwerte! ❤ Du folgst mir seit 3 Jahren und 9 Monaten, also fast von Anfang an! Schön, dass du schon so früh „mein Potential erkannt‟ hast, auch wenn das jetzt sehr cheesy klingt! 🙂
  • Loretta Cosgrove (seit 3 Jahren) ist zwar nicht mehr so aktiv, aber von ihr habe ich damals auch gute Anregungen bekommen, was Benedict Cumberbatchs Werk anbelangt – danke!
  • mwj folgt mir auch schon seit 3 Jahren – toll! Über ihn weiß ich auch schon einiges, z. B. dass er Tilda Swinton und Lisa Gerrard liebt und mit dem MCU hart ins Gericht geht. Wird Zeit, dass unser bayerisches Blogger-Treffen endlich mal klappt! 🙂
  • Filmschrott gehört auch zu denjenigen, die mir schon seit 3 Jahren folgen – und ich „rühme‟ mich damit, dass ich eine der ersten war, die seinem filmschrott-Blog gefolgt sind. Auch wenn wir gegenseitig nicht mehr so viel kommentieren, schätze ich ihn doch sehr und bin gespannt, wann seine Karriere als Autor Marcel Michaelsen abhebt.

Was mich nun wirklich mal interessieren würde, ist es, wie ihr auf meinen Blog gestoßen seid! Wisst ihr das noch? Dann teilt das doch mit mir! 🙂 Zeilenende und pimalrquadrat habe ich schon bei unserem „flotten Dreier‟ dazu befragt, und letzterer konnte mir auch eine konkrete Antwort darauf geben (persönliche Empfehlung durch tinatainmentia – danke!).

Ich freue mich auf eure „Enthüllungen‟! 🙂

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Tom Stoppard Double Feature: Travesties (Apollo Theatre) und Rosencrantz & Guildenstern Are Dead (The Old Vic): 4. März 2017

Per Zufall sind die zwei Stücke, die wir uns am Samstag ansahen, vom selben Autor: Tom Stoppard. Das sorgte für einen sehr vergnüglichen Nachmittag und Abend, denn Stoppard weiß wohl, wie man witzige Dialoge schreibt und ebensolche Situationen erschafft. Ein ganz besonderes Schmankerl war für uns, dass sich Stoppard den zweiten Teil von Rosencrantz & Guildenstern Are Dead wenige Meter von uns entfernt stehend (oben im Circle) angesehen hat. Schon toll, wenn der Autor zugegen ist!

Travesties (14:00)

Um dieses Stück und seine vielen Anspielungen zu verstehen, braucht man ganz schön viel Hintergrundwissen, das mir leider zum Teil gefehlt hat, weswegen ich in den ersten 20 Minuten etwas irritiert war, weil gefühlt alle Menschen im Publikum mehr gelacht haben als ich. Und ich bin eine gute Lacherin – so sehr, dass sich manche Leute, die eher zum Lachen in den Keller gehen, sogar daran stören! Folgendes Hintergrundwissen ist zum vollen Verständnis von Travesties notwendig: Kommunismus und Lenin (inkl. Lenins Exil in der Schweiz), Oscar Wildes The Importance of Being Earnest, Tristan Tzara und der Dadaismus, Leben und Werk von James Joyce.

Lenin war für mich als Geschichtslehrerin weniger das Problem, aber bei den anderen Autoren rächte sich bei mir zum einen der Schwerpunkt Amerkanismus im Englischstudium (Wildes Werk habe ich vielleicht schon einmal gelesen oder gesehen, von James Joyce habe ich aber bisher die Finger gelassen – zurecht, wie ich von schauwerte erfuhr) und zum anderen das mangelnde Interesse an literarischen Strömungen, wie dem Dadaismus (von Tristan Tzara hatte ich noch nicht einmal gehört).

Quelle: londontheatredirect.com

Trotzdem hat mir das Stück gut gefallen, schon allein wegen der fantastischen Besetzung: Tom Hollander war extrem umterhaltsam als Henry Carr, Freddie Fox gefiel mir sehr als Tristan Tzara und Forbes Masson, den ich schon zum dritten Mal in einer Nebenrolle im Theater gesehen habe (nach Richard III und The Ruling Class), verkörperte Lenin perfekt. Als er einmal eine Rede von der Kanzel hielt, hatte man wirklich das Gefühl, in die Vergangenheit gereist zu sein und live dabei zu sein (das lag natürlich auch an Maske, Bühnenbild und Beleuchtung). Doch auch die mir unbekannten Peter McDonald (James Joyce) und Tim Wallers („Butler‟ Bennett) und die drei Damen machten ihre Sache sehr gut. Meine Lieblingsszene mit Clare Foster als Cecily war die Szene, in der sie aus dem Russischen in einem Gespräch zwischen Lenin und Carr übersetzte, und Sarah Quist als Lenins Frau Nadya hatte eine beeindruckende Singstimme.

Quelle: londontheatredirect.com; Freddie Fox (als Tzara) ist inzwischen allerdings erblondet.

Quelle: londontheatredirect.com; v.l.n.r. Amy Morgan (Gwendolen), Peter McDonald (Joyce), Clare Foster (Cecily)

Singstimme? Ja, es gab ein paar Gesangs- und Tanzeinlagen – das war wirklich erfrischend und lustig (und gut gesungen!). Überhaupt ist das Stück einfach flott, frech und fun! Um aber jede Anspielung verstehen zu können, empfehle ich, sich etwas vorab zu den oben erwähnten Themen und Personen zu informieren.

Rosencrantz & Guildenstern Are Dead (19:30) – Review und Fangirl-Moment

Quelle: officialtheatre.com

Hier hatte ich keinerlei Verständnisschwierigkeiten, schließlich hatten wir am Abend zuvor Hamlet gesehen, und so war dieses Stück – sozusagen ein Spin-off zu Shakespeares Stück – die perfekte Ergänzung. Zwischendurch träumte ich davon, wie es wohl wäre, dieses Stück direkt mit einer kompletten Hamlet-Inszenierung zu verknüpfen, was allerdings zu einer etwa fünfstündigen Dramedy führen würde…

Stoppard lässt seine zwei Protagonisten Rosencrantz (Daniel Radcliffe) und Guildenstern (Joshua McGuire) zu Beginn Münzen werfen: über 80 mal schon ist die Münze immer auf „Heads‟ und damit in die Tasche von Rosencrantz gefallen. Sofort in dieser Eingangsszene schaffen es McGuire und Radcliffe, das Publikum für sich einzunehmen. Interessant ist übrigens, dass McGuire, den ich zuvor schon in einer Nebenrolle in The Ruling Class gesehen hatte, eigentlich den aktiveren Part übernimmt. Ein schönes Zeichen dafür, dass Radcliffe sich selbst nicht zu wichtig nimmt.

Quelle: thestage.co.uk, Photo by Tristram Kenton; Joshua McGuire und Daniel Radcliffe

Guildenstern ist auch derjenige, der scheinbar mehr Durchblick hat: Immerhin scheint er zu wissen, dass er Guildenstern heißt, während er Rosencrantz immer wieder daraufhin testet, und dieser meist auch reagiert, wenn er mit „Guildenstern‟ angesprochen wird. Das ist so herrlich, wie Stoppard dieses Detail aus Hamlet herausgenommen hat und darum eine Geschichte gesponnen hat – ein wahrlich brillantes Stück!

Aber Guildenstern hat eben nur scheinbar mehr Durchblick – im Grunde genommen haben beide keine Ahnung, was eigentlich der Zweck ihres Daseins ist und warum sie an den Hof des dänischen Königs gerufen worden sind. Dort angekommen, fühlen sie sich wie Puppen an Fäden, mit denen gespielt wird, ohne dass sie darauf Einfluss hätten… Das spielen die beiden (beide etwa gleich klein 😉 ) wirklich mit viel Schwung und in einem hohen Tempo. Radcliffe und McGuire harmonieren perfekt auf der Bühne, McGuire hat mir eigentlich noch einen Tick mehr gefallen – seine Gesicht spiegelt einfach jede Regung von Guildenstern wieder.

Quelle: thestage.co.uk; Photo by Tristam Kenton; in der Mitte David Haig

Schon auf dem Weg zum Hof des Königs treffen sie die dritte wichtige Person, nämlich The Player (David Haig) und seine Theatergruppe – auch eine Entlehnung aus Hamlet. Allerdings hat sich die Truppe um den Player eher darauf spezialisiert, den wenigen Zuschauern, die sie haben (z. B. eben Rosencrantz und Guildenstern), „besondere Dienste‟ anzubieten. Da gäbe es z. B. den jungen (androgynen) Alfred (Matthew Durkan), der für solche Dienste dann auch in Frauenkleidern „gebucht‟ werden kann. Das ist doch etwas anders als in Hamlet … Diese spezielle Ausrichtung wird dann auch bei dem Stück, das sie im Königspalast auf Geheiß Hamlets spielen, deutlich, bei dem sie sich bei der Liebesszene etwas „gehen lassen‟… David Haig ist umwerfend witzig als The Player, fast so etwas wie der heimliche Star der Inszenierung, mindestens aber ebenbürtig den beiden Hauptfiguren.

Dann treten natürlich auch Hamlet (Luke Mullins), Ophelia (Helena Wilson), Horatio (Theo Ogundipe), Polonius (William Chubb), Getrude (Marianne Oldham) und Claudius (Wil Johnson) auf, doch diese sind in diesem Stück ja allesamt Nebenfiguren, und so fand ich diese allesamt nicht besonders herrausragend. Aber das war ja sicher Absicht.

Dieses Stück braucht nicht viel an visuellem Schnickschnack, da der Schwerpunkt auf den z. Tl. absurden Dialogen liegt, und so gab es auch keine aufwändigen Bühnenaufbauten, Wände am königlichen Hof wurden einfach durch Vorhänge dargestellt. Dafür war die Bühne sehr tief, sie war fast tiefer als breit, was ich optisch sehr interessant fand.

Eine rasante, unglaublich witzige Inszenierung, unbedingt über NT Live am (oder ab) 20. April in ausgewählten Kinos ansehen (z. B. im Cinema München und im Cineplex Neufahrn, mehr Infos auf der Website von NT Live)!!!

Fangirl-Moment

In mancher Beziehung war der Samstag, was die Fangirl-Momente anbelangte, etwas enttäuschend, schließlich kam nach der Nachmittagsvorstellung von Travesties keiner der Darsteller aus dem Apollo Theatre heraus, und im Old Vic gingen Veranstalter und Schauspieler wohl davon aus, dass alle nur von Daniel Radcliffe ein Autogramm wollten. Zugegebenermaßen war das wohl für die meisten, die nach dem Stück am Theater anstanden, zutreffend: So viele Menschen hatte ich selbst bei Patrick Stewart und Ian McKellen an der Stage Door nicht gesehen! Wir wollten ja zuerst an die Stage Door gehen und wunderten uns schon, dass da eine Schlange entlang des Theatergebäudes stand, die in die andere Richtung ging. Unbeirrt stellten wir uns mit ein paar wenigen anderen zur Stage Door, wurden dann aber von einem Security-Typen abgeholt und in die andere Schlange eingeordnet. Nun verstanden wir langsam, dass wir wohl zum Treffen mit Daniel Radcliffe wieder in das Foyer hineingehen sollten, sodass Daniel nicht in der Kälte (und vielleicht sogar im Regen) signieren und für Selfies posieren musste. Aber das hieß natürlich auch, dass man andere Schauspieler verpassen würde. Ich sah dann sogar Joshua McGuire kurz und wollte ihm hinterherlaufen, aber er war einfach zu schnell für mich. Schade, denn ich hätte ihm wirklich sehr, sehr gerne gesagt, dass ich es toll finde, dass er – nachdem ich ihn in der Nebenrolle in The Ruling Class gesehen hatte – nun eine Hauptrolle spielt, und das auch verdammt gut. Naja, immerhin hatte ich ihn ja schon mal bei einer anderen Gelegenheit angesprochen (im Foyer des Barbican, als er sich auch Cumberbatchs Hamlet angesehen hatte) Als es dann endlich reinging, sahen wir, dass die ordentliche Schlange außen innen aber nicht mehr so ordentlich war. Da standen dann alle doch wieder im Pulk und wir hatten dabei noch Glück, weil sich Daniel mehr mit der einen Seite beschäftigt hat, der wir näher waren, als mit der anderen. Wir wollten dann sogar noch anderen den Vortritt geben („They were here before us!‟), aber Daniel hat sein eigenes Ding gemacht. Er war aber sehr relaxt, hat z. Tl. auch Widmungen (zum Geburtstag, z. B.) geschrieben und bei den Selfies selbst auf den Auslöser gedrück (und zwar mehrmals, sodass dann auch von mir ein annehmbares Bild dabei war). Wenn man sich nun vorstellt, dass der Andrang wahrscheinlich jeden Abend so ist: Respekt für so viel Geduld für die Fans!

Hier also das Ergebnis:

Ich glaube, mit diesem Bild kann ich dann doch endlich auch mal ein paar Schülerinnen neidisch machen! 😀

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